Arthur Heinrich Stern
Der Goldtrust von Chiang Kai-shek

Nur Aladdin, der Sohn von Ali al-Marufa, kann die
Wunderlampe nehmen und die tote Stadt lebend verlassen
Märchen aus Tausendundeiner Nacht

Das Unternehmen, Goldwind GmbH, in dem ich als Berater tätig bin, spezialisiert sich auf juristische Beratung der russischsprachigen Bevölkerung in Deutschland. Ende Juni 2010 trat in mein Büro ein Mann ein, der sich als russischer Rechtsanwalt in Erbschaftssachen vorstellte. Nach kurzer Bekanntschaft legte er mir einen Inhaber-Bond, der 1934 von der US- Notenbank Federal Reserve (FED) ausgegeben wurde, und einige Zertifikate vor. Der Anwalt teilte mir mit, dass sein Mandant einige Fragen klären möchte:

- Besitzen diese Zertifikate juristische Kraft
- Kann er gegen Vorlage dieses Bonds Geld erhalten
- Welche Zinsen wären in diesem Fall fällig
- Und wie genau kann er den ihm zustehenden Betrag einfordern

Ich betrachtete die mir vorgelegten Bankdokumente und glaubte, doppelt zu sehen. Ich zählte mehrfach die Nullzeichen auf dem Bond und konnte nicht realisieren, dass ein Wertpapier dieser Art als Inhaberpapier ausgestellt werden konnte.

Vor mir lag der Bond mit der Nr D 04143737 A im Wert von $ US 100.000.000, garantiert von der FED durch folgende Zertifikate:

1. Insurance Certificate SC1226-71-B004,  D 04143701 A
2. Gold Bullion Certificate, SC1226-71-B004,  D 04143701 A
3. Treasury Certificate SC1226-71-B004,  D 04143701 A
4. Federal Reserve Certificate SC1226-71-B004,  D 04143701 A,
 im Wert von $ US 25.000.000.000

Alle Zertifikate hatten die gleiche Serie. Der Anwalt erklärte mir, dass dieser Bond im Wert von hundertmillionen Dollar nur 1/250 Teil des gesamte Inhabertrusts sei!
Ich hob meinen Blick von den Zertifikaten und sah die Augen des Anwalts. Er sagte: Mein Mandant teilt mit, dass seiner Meinung nach dieser Trust nicht eingelöst wurde. Mich interessiert das Schicksal dieses Geldes.
Ich fragte ihn nach der Echtheit der vorgelegten Wertpapiere. Worauf der Anwalt antwortete, dass er vom Original des Bonds eine Scankopie erstellt hatte. Auf jeden Fall glaube er, ein Original in den Händen gehalten zu haben, da der gelblich-braune Bond sehr alt ausgesehen habe. Auf der Rückseite (links oben) sei ein spezifisches Wasserzeichen in Form eines hell- grünen Kreises und eines schwarzen Adlers mit Pfeilen zu sehen. Um den Kreis herum stehe die Aufschrift Federal Reserve United States of America. Der Kreis sei ca. 42 mm im Durchmesser. Außerdem befinde sich in der rechten Unterhälfte der Rückseite ein 2,5 x 1,5 cm großes $-Wasserzeichen  und vier in gotischer Schrift geschriebene Wasserzeilen, die eine Information in englischer Sprache beinhalten. Jede Zeile sei ca. 23,5 cm lang. Die Schriftgröße betrage ca. 6 mm. An Anfang  der dritten Zeile sei die Zahl von USD 100.000.000 deutlich lesbar. Was genau die Aufschrift bedeute, wisse er nicht, da die Schrift schlecht lesbar sei. Der Bond sei zwar alt, aber in sehr gutem Zustand. Er wurde offensichtlich ordnungsgemäß aufbewahrt. Die Papierstruktur sei sehr dicht und ähnele einem 100-Dollar-Schein.

Die ihm von seinem Mandanten überlassenen Kopien der Zertifikate wurden im Jahre 2000 von einem spanischen Notar vom Original beglaubigt. Die Originale jedoch habe er persönlich nicht gesehen. Der Bond mit Nominalwert von hundertmillionen Dollar befinde sich bei seinem Mandanten in Russland. Ich fragte erneut nach, warum denn sein Mandant mit diesem Anliegen nicht an eine russische Bank herangetreten ist? Der Anwalt antwortete mir, dass in diesem Fall sein Mandant direkt in Lubjanka* (Hauptquartier des ehemaligen UdSSR-KGB in Moskau)  landen würde.

Als der seltsame Gast mein Büro verließ, lagen auf meinem Tisch Farbkopien von fünf Wertpapieren mit astronomischem Wert. Ich untersuchte die Papiere in Detail. Anhand des Gold Bullion Certificate war deutlich zu erkennen, dass dieser Trust gegen eine Goldanleihe ausgestellt worden ist. Danach wurde diese Anlage mit 25 Milliarden bei der FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) versichert, zusätzlich garantierte die FED 4% Zinsen auf 30 Jahre und das Gold ging an das Department of the Treasury. Das bedeutet, dass es sich um eine gigantische Goldanlage handelt.

Am Bond im Wert von 100 Millionen waren 33 Zinskupons angeheftet. Das bedeutet, dass jedes Jahr der Bondinhaber davon einen Kupon abtrennen und 4% aus hundertmillionen Dollar beanspruchen konnte. Also 4 Millionen jährlich in einem Zeitraum von 30 Jahren. Da der Bond 33 Kupons hatte, konnte man im letzten Jahr die letzten drei Kupons einlösen. Aus welchem Grund es so gemacht wurde, ist mir nicht bekannt. Wenn man 4.000.000 (Jahreszinsen) mit 33 Kupons multipliziert, ergibt das einen Betrag von USD 132.000.000. Das sind die Zinsen für 30 Jahre. Danach kann man gegen diesen Bond entweder USD 100.000.000 oder den entsprechenden Gegenwert in Gold  beanspruchen. Wird das Gold nicht abgerufen, beträgt der  Wert dieses Bonds USD 232.000.000.

Doch der Trust bestand aus 250 solcher Bonds. Das bedeutet, dass bei 30 Jahren Laufzeit die Zinsen für den Gesamttrust USD 33.000.000.000 betragen würden. Wenn man den Trustwert und die Zinsen addiert, ergibt das 58 Milliarden Dollar.  Folglich hätten die USA als Schuldner zum Jahresende von 1964 an den Gläubiger (de facto an beliebige natürliche Person) USD 58.000.000.000 ausbezahlen müssen!!!

Wer stellte 1934 den USA diesen goldenen Kredit zur Verfügung und verzichtete danach auf das Geld? Woher kam dieses Gold in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise?

Ich dachte, ich träume und jemand erlaubte sich ein Spaß mit mir.

Zur Beruhigung leitete ich die Scankopien vom Bond und Zertifikaten an meinen Banker weiter und bat ihn, die Situation zu klären. Und nach zwei Wochen teilte der aufgeregte Vertreter der Commerzbank Hamburg mir folgende Information mit:

Geht man davon aus, dass es unsinnig wäre, diese Zertifikate zu fälschen (es wird unmöglich sein, bei der US-Notenbank Geld für gefälschte Zertifikate zu bekommen), beträgt die Summe, die der überbringer heute unter Berücksichtigung aller Zertifikate und Zinsen beanspruchen kann, ca. $US  33.000.000.000.

Mit dieser Begründung lässt sich davon ausgehen, dass die vorliegenden Kopien keine Phantasterei sind und belegen, dass es diesen Trust 1934 in den USA tatsächlich gab! Die FED-Garantien und die Wertpapiere können den Mandanten meines Besuchers augenblicklich zu einem der reichsten Menschen unseres Planeten machen!

Doch gleichzeitig kam mir die Gegenfrage, warum hat der Inhaber von diesen Wertpapieren im Zeitraum von 1934 bis 1964 (Zinsfrist) keine Ansprüche angemeldet? Brauchte er wohl kein Geld? Aber in diesem Fall handelt es sich um mehr als Geld. Dieser Betrag entspricht dem Haushalt eines mittelgroßen europäischen Staates! Die Tatsache, dass der Inhaber  seine Gold- und Zinsansprüche nicht rechtzeitig angemeldet hat, führt zu der Annahme, dass etwas passiert sein muss und dieses Geheimnis bis heute gehütet wird.

Warum wurden der Bond und die Zertifikate von mächenhaftem Wert als INHABERWERTPAPIERE ausgestellt? Das bedeutet, dass jede beliebige natürliche Person, in deren Händen dieser Bond landet, den Anspruch darauf hat.  Offensichtlich weil die FED wusste und davon überzeugt gewesen sein muss, dass diese Wertpapiere nicht in fremde Hände geraten können. Und sollte das aus irgendwelchen Gründen geschehen, wird diese Person das Geld nicht erhalten können!

Den höchsten, offiziell bekannten Nennwert hatte die $US 100.000- Banknote von 1934. Auf dieser Banknote war das Konterfei von US-Präsident Woodrow Wilson abgebildet. In der Regel verwendeten  juristische Personen Banknoten mit solchem Nennwert  zur Verrechnung, aber 1964 zog die amerikanische Notenbank diese aus dem Verkehr. Warum sollte man dann einen Bond mit Nennwert von $US 100.000.000 und auch noch als ein Inhaberwertpapier herausgeben?

Wenn man die Garantiezertifikate und den heutigen Wert des Goldes berücksichtigt, macht dieser 25-Milliarden-Trust  ein Viertel des jährlichen US-Haushalts aus. Bliebe dieser Trust offen und der Inhaber meldete seine Ansprüche an, könnten die USA formal Bankrott gehen! Das bedeutet, dass wenn diese Wertpapiere auf dem internationalen Finanzmarkt auftauchen, es zu einem Aktiencrash bei praktisch allen US-Kreditinstituten kommen wird!

Der Vertreter der Commerzbank teilte mir außerdem mit, dass um den Betrag für die vorgelegten Zertifikate abrufen zu können, das gesamte Computersystem umgestellt werden muss, weil die heutigen Computer nicht auf solche Beträge ausgelegt sind. Vorausgesetzt es handle sich dabei um keine Fälschung.

Ich betrachtete die Kopien von den Zertifikaten und dem Bond. In meinem Kopf drehte es sich und mein Gefühl sagte mir, dass ich an der Schwelle zu einem der größten Geheimnisse des letzten Jahrhunderts stehe. Mich quälten viele Fragen:

1. Wozu sollte ein Fälscher solche Wertpapiere anfertigen? Wem hätte er diese anbieten können? Nur die Bank kann sie einlösen. Anderenfalls hätte man mit gleichem Erfolg eine 100-Dollar-Banknote malen und damit zu einer Bank marschieren können, um Geld dafür zu holen. Dort hätte man die Echtheit dieses Scheins sofort geprüft und im Falle einer Fälschung würde man kein dafür Geld bekommen und noch schlimmer- man hätte die Polizei am Hals. Welchen Sinn hätte dann diese Fälschung, wenn man dafür keine echten Dollars bekommen kann?

2. Um so eine Fälschung zu malen, muss man auf jeden Fall ein Original als Vorlage haben und wissen, dass solche Bonds existierten und zu bestimmten Zwecken ausgegeben wurden. Doch wie kommt ein Fälscher an diese Informationen oder an ein Original dieses Bonds, wenn über solche Informationen ausschließlich die US-Regierung verfügt!

3. Es ist absolut offensichtlich, dass ein Fälscher nicht einfach so auf die Idee kommen würde, 100-Millionen-Bonds zu fälschen und danach versuchen, diese illegal an den Mann zu bringen. Außerdem müsste er auch die Garantiezertifikate von jeweils 25 Milliarden fälschen, damit man ihm die Fälschungen abkauft. Es kommt also einer freiwilligen Einweisung in eine psychiatrische Klinik gleich.

4. So lässt sich behaupten, dass 1934 der Bond  mit der Nummer D 04143737 A in der Tat ausgestellt wurde  und mir eine vom Original angefertigte Kopie vorliegt! Wenn man annimmt, dass der Mandant nicht im Besitz des Originals ist, so beweist diese Kopie auf jeden Fall die Tatsache, dass 1934 ein Trust im Wert von 25 Milliarden Dollar emittiert wurde. Diesen Trust gab es tatschlich in der US-Geschichte!

Das beweist, dass wenn nicht dieser Mandant, dann jemand anders dieses Original haben muss. Oder es gab irgendwann dieses Original und meine Aufgabe ist, es festzustellen, für wen dieses Original bestimmt gewesen ist und warum es nicht eingelöst wurde. In jedem Fall bestätigt die vorhandene Bondnummer, dass dieser Trust emittiert wurde und dahinter sich ein Geheimnis verbirgt, über das nur die eingeweihten Politiker und Financiers dieser Welt Bescheid wissen.

Ich dachte logisch. Diese Wertpapiere wurden an eine natürliche Person ausgehändigt, die eine gewaltige Menge Gold oder Goldschätze übergeben haben muss. Es ist offensichtlich, dass es auf der Welt keine Person gab, die rechtmäßig solche Goldmengen besitzen konnte. Dabei war der Goldanleger kein US-Bürger, weil 1934 den natürlichen Personen von Präsident Roosevelt verboten wurde, Edelmetalle zu besitzen.

Das bedeutet, dass dieses Gold aus dem Ausland kam. Folglich wurde es auf dem Seeweg in die USA gebracht, weil die USA nur mit Mexiko und Kanada eine Landgrenze haben. Aber Mexiko ist ein armes Land und es gab dort damals keine Milliardäre. Die kanadische Wirtschaft unterschied sich nur unwesentlich von der mexikanischen. Warum sollte man auch Gold aus Kanada in die USA bringen? Wo bleibt die Logik?

Die Bonds waren als Inhaberwertpapiere ausgestellt. Das bedeutet, dass es sich um eine natürliche Person (oder eine bevollmächtigte natürliche Personen) handeln kann. Folglich muss diese natürliche Person nicht nur ein Milliardär gewesen sein, sondern auch ganz nah zur Politik und Geschäftswelt gestanden haben. Aber wozu sollte man in den Zeiten der totalen Pleitewelle und der Weltdepression Gold in solchen Mengen außer Landes bewegen? Umgekehrt bemühten sich alle in diesen Krisenzeiten, das Edelmetall als Inflationsgarant zu erwerben. Das ist ein Wirtschaftsgesetz. Welche Regierung riskiert für sich solch einen tödlichen Schritt? Warum ging man das Risiko ein, das Gold dabei zu verlieren? Das Schiff hätte doch z.B. im Sturm, bei einem Piratenüberfall oder infolge anderer unvorhersehbarer Ereignisse untergehen können!

So muss der Mensch, der das Gold transportierte, sich sicher gewesen sein, dass während des Transports nichts geschehen wird, außerdem gehörte dieses Gold nicht ihm, sondern jemand anderem. Wessen Gold war es und mit welcher Berechtigung wurde es außer Landes gebracht?


Solche Mengen Gold werden nur in einem Fall bewegt: in den Kriegs- oder Revolutionszeiten, bei politischer Instabilität im Land. Was bedeutet, dass dieses Gold von einem Staatsmann außerland gebracht worden sein musste, der beabsichtigte, das Gold bis zu den besseren politischen Zeiten aufzubewahren und Gewinne daraus außerhalb der einheimischen Wirtschaft zu erzielen. Dieser Mensch muss gute politische Verbindungen zum US-Präsidenten gehabt  und seine absolute Unterstützung genossen haben. Solches Geld kann niemand riskieren.

Kein europäisches Land war damals dazu bereit. Erstens weil kein Land über solche Goldreserven verfügte und zweitens weil alle europäischen Länder zu dieser Zeit selbst in Geldnot waren. Die einzige Ausnahme war das revolutionäre Spanien. Am 15.10.1936 wandte sich Premierminister Spaniens Largo Caballero und Finanzminister Spaniens Juan Negrin offiziell an die UdSSR, mit der Bitte die Goldreserven Spaniens im Umfang von 510 Tonnen in der UdSSR aufzubewahren.

Dieser Bitte wurde seitens der UdSSR auf der Tagung des Politbüros des Zentralen Komitees der Allrussischen Kommunistischen Partei der Bolschewiken vom 17.10.36 entsprochen und laut Protokoll Nr. 44 Genosse Rosenberg mit dem Transport des spanischen Goldes beauftragt. Bereits am 22.-25. Oktober verließen die mit dem spanischen Gold beladenen sowjetischen Schiffe den Hafen von Cartagena gen sowjetische Grenze. Dieses Gold diente als Sicherheit für die Waffenlieferungen der UdSSR an die revolutionäre spanische Regierung. Nach dem Krieg weigerte sich die UdSSR, das zur Aufbewahrung angenommene Gold an Spanien zurückzugeben, ungeachtet aller Drohungen und Klagen beim Gerichtshof in Den Haag.
Doch die USA hatten damit nichts zu tun. Die verbrachten Goldreserven Spanien entsprachen 700 Millionen Dollar. Beim Goldtrust ging es um 25 Milliarden!

Analysiert man die historischen Ereignisse dieser Zeit genauer, wird einem klar, dass Ende der 20-Jahre und Anfang der 30-Jahre nur China dieser Goldspender sein konnte. 1934 wurde China vom Anführer der Chinesischen Nationalpartei Kuomintang Großmarschall Chiang Kai-shek geführt. 1931 marschierte die japanische Armee auf die Mandschurei und Nordchina. In China gab es alle Voraussetzungen für einen Bürgerkrieg. Die Partei Chiang Kai-sheks stemmte sich militärisch gegen die kommunistische Partei von Mao Zedong.


Das bedeutet, dass zu dieser Zeit die Goldreserven Chinas ausschließlich unter Kontrolle von Chiang Kai-shek standen. Aber wie lassen sich solche Goldmengen bewegen? Was genau schickte   Chiang Kai-shek auf die Reise: Goldbarren, Gold- oder Kunstgegenstände? Betrachtet man die viertausendjährige Geschichte Chinas, stellt man fest, dass im Laufe dieser Zeit im Land unzählige Schätze vom unbezahlbaren Wert angesammelt wurden. Es handelt sich dabei um internationale Meisterwerke aus Gold und Edelsteinen, von denen besonders viele zur Herrschaft der zwei letzten chinesischen Kaiserdynastien Ming und Quing gehören.

Doch nicht nur China war von Krieg und Revolution erfasst und nicht nur die chinesischen Militärs waren daran interessiert, die Goldreserven in Sicherheit zu bringen. Ähnliche politsche Kataklysmen erschütterten das an China grenzende Russland. 1920 unternahm der Befehlshaber der russischen Weißen Armee, Admiral Koltschak, den Versuch die Goldreserven Russlands zu retten und diese außer Landes zu schaffen, um dann das Gold für den Befreiungskrieg gegen die Bolschewiken und die Kommunisten einzusetzen. Um ein klares Bild dieser Zeit zu bekommen, sollte man sich ausschließlich an bestätigte und unanfechtbare historische Fakten und Ereignisse halten.

1. Version: Die Goldreserven des Russischen Reiches oder Der goldene Zug Admiral Koltschaks

In Russland ist bis heute das Verschwinden des Zarengoldes in den Jahren 1919-1920 von Geheimnissen umhüllt. Laut offiziellen Angaben versuchten die Reste der Zarenarmee unter Admiral Koltschak nach Port-Arthur (Japan) zu gelangen und dabei die Goldreserven Russlands, die damals aus 425,873 Tonnen Gold bestanden, außer Landes zu bringen. Den Wert dieses Goldes schätzten die Experten gemäß dem Goldwert im Jahre 1920 auf 659 321 170,86 Goldrubel.

Am 1. März 1920 wurde im Dorf Kajtul ein Abkommen unterzeichnet, in dem sich die Weißtschechen verpflichteten, dem Vertreter des Revolutionskomitees Irkutsk den Goldenen Zug aus 18 Wagen mit Gold zu übergeben. Der Gesamtinhalt des Schatzes bestand aus 5143 Kisten und 1578 Säcken mit Gold und Juwelen (311 Tonnen).

Schließlich wurde Admiral Koltschak, der das Gold per Zug transportierte, von den Weißtschechen verraten und an die Bolschewiken übergeben. Nach einem kurzen Ermittlungsverfahren wurde er am 01.12.1920 hingerichtet und in den Fluss geworfen. Als die Bolschewiken das sich im Zug befindende Gold nachgezählt hatten, stellte sich heraus, dass ein großer Teil davon spurlos verschwunden war. Bis heute ist man diesem Gold nicht auf die Spur gekommen.

Admiral Koltschak war ein Militärmensch und ein großer Patriot Russlands mit monarchistischen Ansichten. Seine wichtigste Aufgabe war, Russland mit allen Mitteln vor den Bolschewiken zu retten. Die ihm anvertrauten Goldreserven wollte er im Ausland aufbewahren und für den Kampf gegen die Bolschewiken und Kommunisten einsetzen. Deshalb konnte er aus Vernunftgründen das gesamte Gold Russlands nicht riskieren und teilte es in zwei Teile auf. Den kleineren Teil wollte er nach Port Arthur bringen und dort absolut offiziell bei den japanischen Banken anlegen. Während der Reise wurde er von alliierten Weißtschechen "gesichert" und lenkte damit das Interesse der Bolschewiken auf diesen Zug.

Den größten Teil des Goldes muss er wohl heimlich in einen einfachen Zug geladen und die Kisten wahrscheinlich unter Steinkohle versteckt haben, um keinen Verdacht beim Transport zu erwecken. Danach schickte er die Wagen per Chinesische Osteisenbahn nach Harbin. Man darf nicht vergessen, dass im April 1918 Koltschak für die Sicherheit der Chinesischen Osteisenbahn zuständig gewesen war und niemand damals besser als er wusste, wie man auf dieser Eisenbahn den "Goldenen Zug" am besten verschwinden lassen kann.

Durch die falsch gelegte Fährte konnte Koltschak im Falle einer Provokation oder einer Gefahr seitens der Bolschewiken mindestens ein Drittel der Goldreserven retten. Das erscheint logisch. Es bleibt aber die Tatsache, dass ein Teil des "Goldenen Zuges" mit dem Zarengold spurlos verschwunden war. Doch Dutzende Tonnen Gold in Waggons sind keine Nadel im Heuhaufen. Sie können nicht ohne weiteres spurlos verschwinden. Nach offiziellen Angaben stand Koltschak im Dienst des britischen Militärs unter dem englischen General Ridend. Der Transport des Zarengoldes war eine geheime Operation. Die historischen Fakten belegen, dass gerade in Harbin die Geschäfte russischer Migranten florierten, dort wurden Kirchen und Tempel gebaut, Manufakturen und russische Schulen eröffnet. Welches Geld steckte dahinter? Zum Vergleich, die Offiziere und Soldaten der Zarenarmee, die nach der Revolution fliehen mussten, lebten in europäischen Ländern wie Jugoslawien, Frankreich, Türkei usw. völlig mittellos. Wie kamen dann die russischen Offiziere und Soldaten in Harbin zu Geld? Wer griff ihnen finanziell unter die Arme?

Aus logischen und taktischen Gesichtspunkten wäre es von Vorteil gewesen, den Zug in die Mandschurei (Harbin) zu schicken, weil die günstige politische Lage in China von 1918 bis 1920 die Sicherheit des Goldes gewährleisten würde. Gerade unter der Schirmherrschaft der loyalen chinesischen Militärführung, der USA und Großbritannien plante Koltschak ausreichende Kräfte zu formieren und sich auf die Befreiung des Fernen Ostens und Sibiriens von den Bolschewiken vorzubereiten.

Zum historischen Hintergrund:

Im Oktober 1911 fiel durch den Wuchang-Aufstand unter der Führung von Sun Yat-sen, dem Begründer der nationalistischen Partei Kuomintang, die letzte chinesische Kaiserdynastie die Qing-Dynastie. Der zum Interimspräsidenten der Chinesischen Republik berufene Revolutionär Sun Yat-sen wurde jedoch bald von dem Qing-Dynastie treuen Kriegsherrn Zhang Zuolin gestürzt, der nach dem Tod des Militärdiktators Yuan Shikai zum Generalgouverneur von drei Provinzen im Nordostens China - Liaoning, Jilin und Heilongjiang aufgestiegen war. De facto wurde er Chinas Herrscher.

Zu seiner Armee gehörte auch die große Abteilung russischer Weiß-Immigranten unter General Netschaew. Vergleicht man die zwei historischen Kriegsführer des Jahres 1920, den Chinesen Zhang Zuolin und den Russen Admiral Koltschak, könnte man sie als "politische Zwillinge" bezeichnen, sowohl in Bezug auf ihren Militärstatus als auch auf ihre Treue zum Konservatismus und zur Monarchie.

Das bedeutet, dass die Politik von Zhang Zuolin den antikommunistischen und konservativen Ansichten von Admiral Koltschak voll und ganz entsprach und gerade diese Persönlichkeit von Koltschak für die Partnerschaft mit einem Grenzland Russlands als vertrauenswürdig angesehen wurde. Außerdem bestätigt die Tatsache, dass auf der Seite von Zhang Zuolin russische Weißgardisten-Immigranten kämpften, das hohe Vertrauen Koltschaks zu Zhang Zuolin 

Bekräftigt das nicht die Version über die Existenz des zweiten "Goldenen Zuges" und die politische Unterstützung Koltschaks seitens Zhang Zuolin? Das war vor allem für die Konzentration von Militärkräften und für den Feldzug gegen Sowjetrussland erforderlich. Diesem Zweck käme auch der "verlorengegangene Zug aus Russland", der unter Kontrolle von Zhang Zuolin und seiner Militärs stand, sehr gelegen.

Doch Zhang Zuolin war selbst von Feinden umgeben. Einerseits bedrohten ihn Sun Yat-sen mit Chiang Kai-shek, andererseits der am politischen Einfluss gewinnende Mao Zedong und seine Kommunisten. Dazu arbeiteten Stalins Sicherdienste aktiv gegen Zhang Zuolin, weil sie in ihm eine potentielle Gefahr für die Sowjetunion im Fernen Osten sahen. Schließlich wurde Zhang Zuolin am 04. Juli 1928 in einem Zugwagen durch Verrat in die Luft gesprengt. Diese Sprengung führte der sowjetische Spion und Diversant, der zukünftige Generalmajor des Ministeriums für Staatssicherheit der UdSSR N.I. Eitingon aus.

Damit war mit Nachfolgern und Sympathisanten der chinesischen Monarchie Schluss. Aber wo blieben die gewaltigen Gold- und Schatzbestände, die vom Zhang Zuolin kontrolliert wurden, und gleichzeitig auch der "Goldene Zug" Koltschaks? Die offizielle Version besagt, dass der "Goldene Zug" im Baikalsee untergegangen ist, was jedoch milde ausgedrückt eine Utopie ist.

Zum historischen Hintergrund:

1923 wurde China nicht nur von den internen Konflikten zerrissen, auch seitens Japans bestand akute Gefahr, da Japan die inneren Zwist und Unruhen in China ausnutzen und die Nord- und Inselterritorien Chinas besetzen wollte. Aus diesem Grund verkündet Sun Yat-sen im gleichen Jahr die Gründung der Kanton-Regierung, um der japanischen Aggression zu widerstehen. Dabei lässt er sich auf die Zusammenarbeit mit seinen inneren Feinden- den Kommunisten- ein und hofft auf die Hilfe der Kommunistischen Internationale. Er träumte davon, China in eine Supermacht basierend auf Nationalismus, Volksherrschaft und Volkswohlstand zu verwandeln. Doch es war ihm nicht vergönnt, seine Ideen zu verwirklichen.

Sun Yat-sen starb an Leberkrebs am 12. Mrz 1925 in Peking, wurde in Nanjing bestattet und nachträglich zum Vater der chinesischen Nation ernannt. Nach seinem Tod setzte Chiang Kai-shek seine Sache fort und wurde zum Anführer der Kuomintang-Partei. Es wäre angebracht, eine Analogie zwischen der damaligen National-Sozialistischen Partei Deutschlands und der von Chiang Kai-shek angeführten Kuomintang-Partei zu ziehen. Adolf Hitler wurde nicht gleich zu einem Weltverbrecher und seine politischen Ansichten bildeten sich unter dem Einfluss historischer Ereignisse und wirtschaftlicher Probleme. Was die Grausamkeit anbelangt, so hatte Chiang Kai-shek auf seinem Weg zur Macht China regelrecht im Blut ertränkt. Gemeint ist damit das sogenannte Shanghai-Massaker, als am 12.04.1927 Chiang Kai-sheks Mitstreiter den chinesischen Kommunisten direkt auf den Straßen die Köpfe abschlugen und auf diese Weise über vier Tausend Menschen hinrichteten.

Zweifelsohne war damals die politische Autorität Sun Yat-sens unanfechtbar, doch man darf die Tatsache nicht außeracht lassen, dass Chiang Kai-shek in dieser Zeit praktisch zu seinem "Schatten" wurde und gerade ihm der sterbende Herrscher seinen Wille und seine Macht übertrug. Er übergab an Chiang Kai-shek die Macht nicht nur alleine deswegen, weil dieser seine politischen Ansichten teilte

2. Version: Schätze der Kaiserdynastien

Der verstorbene Sun Yat-sen war mit Song Qiungling (1893-1981) verheiratet, die wiederum eine Schwester namens Song Meiling hatte. Eben diese Song Meiling heiratete 1927 Chiang Kai-shek. Seine zukünftige Frau lernte Chiang Kai-shek 1920 kennen. Das bedeutet, dass durch die Song-Schwestern die Beziehung zwischen Sun Yat-sen und Chiang Kai-shek von 1920 bis 1925 verwandtschaftlichen Charakter hatte!

Doch Sun Yat-sen verstarb 1925 und vererbte die Macht an Chiang Kai-shek, der Song Meiling erst im Jahre 1927 heiratete, also zwei Jahre nach dem Tod des "Vaters der Nation", als die Macht schon längst ihm gehörte

Warum dann diese Heirat?

Für die Karriere? Doch zu diesem Zeitpunkt hielt er bereits seit 2 Jahren das höchste Amt in der Partei und Politik inne. Für einen Erben? Aber Chiang Kai-shek hatte bereits eine Frau Mao Fumei. Er ließ sich zwar von ihr scheiden, aber sie hatten einen gemeinsamen Sohn namens Chiang Ching-kuo, den Chiang Kai-shek sehr liebte und in ihm seinen Nachfolger sah. Hatte es denn in diesem Fall Sinn, eine neue Ehe für einen Erben einzugehen?

Aus Liebe? Die Ehe eines Politikers ist keine Gefühls- oder Emotionsangelegenheit, sondern reines Kalkül. Für Gefühle und Liebe kann man ganze Harems unterhalten!

Wie sich später herausstellen wird, war Chiang Kai-shek an der Ehe mit Song Meiling so sehr interessiert, dass er alle ihre Launen zu ertragen bereit gewesen ist. Dabei war er märchenhaft reich und außerordentlich mächtig in China. Was zeichnete denn Song Meiling unter hundertmillionen anderer Frauen Chinas aus?

Wenden wir uns an das Buch von Hannah Pakula "Die letzte Kaiserin. Madam Chaing Kai-shek und die Geburt des Modernen Chinas" (Originaltitel: The last Empress. Madam Chiang Kai-shek und the Birth of Modern China). Hier schreibt die Autorin, dass Madam Chiang Kai-shek über sich zu sagen pflegte: " Das einzig chinesische an mir ist mein Gesicht." Für diese Aussage hatte sie durchaus Gründe. Erstens weil Meiling seit ihrem 10. Lebensjahr in Amerika lebte und lernte und die amerikanische Mentalität besaß. Ihr Vater emigrierte jung nach Amerika und war sich dort für keine schwere Arbeit zu schade, um seinen Unterhalt zu verdienen. So hatte er das Geld für ein Studium zusammen. Er absolvierte die Vanderbilt University, kehrte nach China zurück und gründete einen florierenden Bibelverlag.

Meiling genoss eine würdige Bildung und machte 1917 ihren Abschluss in englischer Literatur am Wesleyan College in Georgia.

Die wichtigsten und wertvollsten Vorzüge von Meiling waren ihre amerikanische Mentalität und ihr Bekenntnis zum Christentum. Bereits damals hatte sie Kontakte zur amerikanischen Elite, Aristokratie und zu den politischen Kreisen. Ihr einwandfreies Englisch, ihre Erziehung und ihr analytisches Denken öffneten ihr breite Türen zwischen dem sich politisch orientierenden China und den industriellen USA. 

Die Autorin des Buches Die letzte Kaiserin. Madam Chiang Kai-shek und die Geburt des Modernen Chinas berichtet über die persönliche Bekanntschaft von Meiling und Anna Eleonora Roosevelt, der Ehefrau von Prsident Franklin D. Roosevelt und Nichte von Prsident Theoäore Roosevelt. In den höchsten politischen Kreisen basieren Freundschaften ausschließlich auf einem Interesse. So stellt sich die Frage: womit konnte die Chinesin Meiling das Interesse der First Lady Amerikas wecken und worauf basierte diese Freundschaft? 
 

Es ist historisch belegt, dass Chiang Kai-shek kein Englisch sprach, aber die Perspektiven seiner politischen Karriere ausschließlich im engen Kontakt zu den USA sah. Für die Lösung seiner politischen Aufgaben und zum Anvertrauen von Staatsgeheimnissen brauchte er eine auf die USA versierte Frau, eine Frau, die seine politischen Pläne und Ziele teilte und seine "Augen und Ohren" war. Er brauchte keine Ehefrau oder Frau. Er brauchte Meiling als eine ihm bis in den Tod ergebene Diplomatin und Politikerin. Solche Ergebenheit konnte ihm nur die Ehe garantieren!

Das politische und karrieristische Interesse von Chiang Kai-shek an der Ehe mit Meiling ist also offensichtlich. Diese Ehe war für ihn von so großer Bedeutung, dass er die Bedingungen Meilings akzeptierte: zum Christentum zu konvertieren und sich nach christlichen Traditionen trauen zu lassen. Sich auf den religiösen Proselytismus einzulassen, bedeutet für einen Politiker dieser Größe alles auf die USA-Karte zu setzen. Die politische Bedeutung dieser Handlung lässt sich vielleicht mit der Situation vergleichen, wenn zum Beispiel Italien nicht von einem Katholiken, sondern von einem Moslem regiert wäre. Das bedeutet, dass jede religiöse Opposition Chinas die Möglichkeit hatte, seine politischen Fehltritte zu torpedieren und das religiöse Thema ewig auszubeuten.

***

Nach Analyse der historischen Fakten kann als Fazit festgehalten werden, dass Chiang Kai-shek nach dem Tod von Sun Yat-sen nicht nur seine Macht übernahm und seine Politik fort-setzte, sondern auch die Schwester dessen Frau heiratete, die eine Amerikanerin chinesischer Abstammung gewesen ist. Sie war der Mensch, der Chiang Kai-shek als politischem Führer Chinas die Türen in die höheren politischen Kreise Amerikas öffnete und ihm die militärische Unterstützung im Kampf gegen die Japaner und Kommunisten sicherte.

Nachdem Chiang Kai-shek Song Meiling heiratete und Großmarschall wurde, konzentrierte er in seinen Händen eine außerordentliche Macht, die er durch Grausamkeit und Diktatur der Nationalidee sicherte. Unter seiner Kontrolle stand das gesamte China (dank dem Agenten Stalins Eitingon, der Zhang Zuolin in die Luft sprengte) und auch das Gold!

 Aber welches Gold ist gemeint? Gemeint dabei sind Goldschätze der "Verbotenen Stadt", die sich im Zentrum Pekings befand und den Ming und Qing Dynastien als Kaiserpalast diente.

Mit dem Bau der "Verbotenen Stadt" wurde 1420 begonnen. Die Stadt erstreckte sich auf einer Fläche von ca. 720 Tausend Quadratmetern. In diesem Palast wurden Kleinodien der Weltkunst und chinesische Schätze ab dem 4. Jahrhundert vor Christus gehortet. Was für historische Schätze die "Verbotene Stadt" verbarg, lässt sich nur ahnen und damit seine Vorstellung reizen.

Selbstverständlich konnte von 1420 bis 1924 kein einfacher Chinese in die "Verbotene Stadt" gelangen und so wussten nur die Vertrauenspersonen der kaiserlichen Dynastien darüber Bescheid, was sich alles im Palast befand. Das war das bestgehütete Geheimnis der chinesischen Herrscher! Doch im Jahre 1911 gelang Sun Yat-sen gemeinsam mit Chiang Kai-shek die Revolution und die Kaiserdynastie wurde gestürzt. Und 1914 ordnete Chiang

Kai-shek an, die Schätze in einen Pavillon außerhalb der "Verbotenen Stadt" auszulagern, weil in der "Verbotenen Stadt" immer noch die Familie des abgedankten Kaisers Pu Yi lebte. Wo genau die Schätze aufbewahrt wurden, ist nicht bekannt. Außerdem weiß niemand, welche und wie viele Schätze aus der "Verbotenen Stadt" verbracht wurden.

Deswegen erfolgte die Entnahme der Goldschätze aus den kulturellen und historischen Kunstgegenständen und ihre Unterschlagung gerade im Jahre 1914 und Chiang Kai-shek war daran persönlich beteiligt. Wissend über unzählige Schätze der Kaiserdynastien erklärte er diese Information für geheim, damit die Schätze nicht offiziell verstaatlicht werden konnten. Bereits damals kam Chiang Kai-shek der Gedanke, sich dieses Gold anzueignen.

Diese Schätze dem chinesischen Volk vorzuenthalten, dazu veranlassten ihn einige Faktoren. Vor allem war das die Angst vor Yuan Shikai und Zhang Zuolin, vor Kommunisten, vor dem militaristischen Japan, vor kriminellen Vereinigungen, aber auch nicht zuletzt der Wunsch, die von China über Tausende von Jahren gesammelten historischen Schätze allein und uneingeschränkt zu besitzen.

Sun Yat-sen starb im März 1925 und die gesamte Macht fiel Chiang Kai-shek zu. "Die Verbotene Stadt" wurde verstaatlicht und Gugun-Museum (auch Nationales Palastmuseum) genannt. Danach bildete die Regierung ein Komitee für die Verwaltung des Qing-Dynastie- Eigentums. Das Komitee inventarisierte die Sammlung. Es bestehen keine Zweifel daran, dass bei dieser Inventur die von Chiang Kai-shek versteckten Goldschätze nicht berücksichtigt wurden. Ab dem 10. Oktober wurde das Gugun-Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Museum öffnete seine Pforten für Tausende Chinesen, die dort alles bis auf die Goldschätze sehen konnten.

Man sollte berücksichtigen, dass als Chiang Kai-shek Meiling heiratete, er bereits Pläne für die Verbringung der Goldschätze in die USA schmiedete. Er war daran interessiert, das "Goldgeheimnis" für immer zu begraben und den Mythos zu bestätigen, in der "Verbotenen Stadt" gab es nicht mehr als das, was offiziell vorgefunden wurde. Dafür wurde widerum unter Kontrolle von Chiang Kai-shek 1928 der erste Direktor des Gugun-Museums Herr I. Pei-chi berufen, der sich mit der Inventarisierung und Katalogisierung der Sammlungsraritäten beschäftigte. Insbesondere katalogisierte er Gemälde, Bücher, Manuskripte, Porzellan usw. Und Pei-chi wusste nichts über die Existenz des Goldes und so erfasste er das Gold auch nicht in den Museumskatalogen. Das beweist, dass Chiang Kai-shek die Schätze von Anfang an, also seitdem er diese zum ersten Mal gesehen und sie danach versteckte hatte, stehlen wollte. Anderenfalls hätte er 1928 angeordnet, auch diese Schätze gemeinsam mit den kulturellen und historischen Artefakten zu verstaatlichen und zu katalogisieren. Doch dies geschah nicht.

Im Juni 1932, als die japanischen Streitkräfte den Nordosten Chinas besetzt und die Provinz Rehe eingenommen hatten, beschloss der Gugun-Museumsrat zur Rettung der Sammlung, die besonders wertvollen Exponate in spezielle Kisten zu verpacken, damit diese jederzeit für eine Evakuierung bereit sind. Neben den Kulturschätzen stand auch das Gold aus geheimen Lagerstätten zur Evakuierung bereit.

Als sich im Februar 1933 die Situation an der Nordfront zuspitzte und die japanischen Truppen zum Shanhai-Pass (Shanhaiguan) vordrangen, wurde ein Teil der Sammlung in den Süden nach Shanghai gebracht. In dieser Stadt wurde Chiang Kai-shek nach der Ermordung Tausender Kommunisten zum alleinigen Herrscher. Auf seine Anordnung wurde ein neuer Museumsdirektor, Fu, Ssu-nien, berufen, der die Exponate kontrollierte. Im nächsten Jahr folgte ihm auf diesen Posten Li, Chi.

***

Was verbrachte dann Chiang Kai-shek? Waren es Goldbarren oder Kunstgegenstände? Oder vielleicht waren es alte Bücher, Gemälde, altes Porzellan usw.? Mit Gewissheit lässt sich behaupten, dass er alle Gegenstände aus Gold verbracht hat. Das betrifft sowohl nationale Juwelen als auch Gold in Barren und Münzen. Das lässt sich vielerlei begründen.

Erstens bedeutet die Definition " Rettung von Goldschätzen" die "Rettung" uneingeschränkt aller Gegenstände, die nach dieser Definition dazu zählen. Als erstes wurden natürlich die Juwelen in Sicherheit gebracht, weil diese einmalig und hundertmal wertvoller als Goldbarren sind.

Goldbarren sind zwar auch wertvoll, aber sind trotzdem nur Metall, dessen Wert durch das Gewicht und den Marktwerkt bestimmt wird. Deswegen waren bei dieser Aktion die Goldbarren und Münzen von zweitrangiger Bedeutung.

Zweitens gab es zur damaligen Zeit in China nicht so viele Goldbarren, für die man 25 Milliarden Dollar hätte zahlen können. Also wurden vor allem Schätze verbracht. Das belegt die folgende Tatsache: Nehmen wir an, dass das gesamte Gold in Goldbaren angelegt wurde. Dann wie viele Tonnen Gold gingen davon an die FED? Das lässt sich ganz einfach berechnen. Es ist allgemein bekannt, dass das Gold auf den internationalen Börsen in Feinunzen verkauft wird. Eine Feinunze entspricht 31,25 Gramm. Ein Kilogramm enthält 32 Unzen. Was bedeutet, dass 1934 ein Kilogramm Gold USD 1.120 kostete.

Eine Tonne Gold kostete USD 1.120.000.

Um die Tonnenanzahl zu berechnen, muss man 25 Milliarden durch den Preis einer Tonne dividieren. Das ergibt 22.321,428 Tonnen. Dieses Gewicht wurde unter Berücksichtigung des Börsenverkaufswertes von USD 35 pro Feinunze berechnet. Doch der Einkaufspreis muss niedriger liegen. Demnach muss die US- Notenbank mindestens 25 Tonnen Gold erhalten haben. Doch damals gab es auf der Erde noch nicht so viel Gold. Nach offiziellen Angaben liegen heute die weltweiten Goldbestände bei ca. 21-25 Tausend Tonnen.

Deswegen konnte es damals nicht mehr als Hundert Tonnen Goldbarren geben, was ca. USD 100.000.000 entspricht. Diese Tatsache wird auch durch das von der US-Notenbank ausgestellte Gold Bullion Certificate bestätigt. Außerdem entspricht das Goldbarrengewicht dem vom "verloren gegangenen Zarengold". Wie bereits erwähnt, befanden sich im Koltschak-Zug 311 Tonnen Gold: 5143 Kiste mit Goldbaren und 1578 Säcke mit Gold und Wertsachen.

Ein Teil des Goldes wurde von den Bolschewiken beschlagnahmt und von den Weiß-Tschechen geraubt, der andere Teil wurde ausgegeben. Doch der größte Teil dieses Goldes ist spurlos verschwunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach fand dieses Gold Unterschlupf erst in chinesischen und später in amerikanischen Tresoren.

Doch wenn dieser Trust für 25 Milliarden ausgestellt wurde, was veranlasste die Ausgabe von weiteren USD 24.900.000.000. Beim Beantworten dieser Frage gibt es keine Alternativen. Das waren Schätze, deren Wert nicht ihr Gewicht ausmachte, sondern ihre historische Unikalität und künstlerische Einmaligkeit.

***

Der geheime Plan Chiang Kai-sheks

Als Sun Yat-sen die Kaiserdynastie stürzte, war er sich über den politischen Kurs Chinas noch nicht ganz im Klaren. In Zhang Zuolin hatte er einen ernsten Widersacher und befürchtete die Macht zu verlieren. Nach dem bolschewistischen Umsturz von 1917 in Russland wandte sich Sun Yat-sen der Lenin- Politik zu, um die Unterstützung der Kommunistischen Internationale zu gewinnen oder mindestens keinen neuen Feind im mächtigen nördlichen Nachbarn zu bekommen.

Die von Lenin deklarierten Ideen über die Volksbestimmung waren Sun Yat-sen anfangs auch nahe. Er weihte in seine Überlegungen Chiang Kai-shek ein, der beschloss zur Festigung der Beziehungen zwischen China und der Sowjetunion, seinen Sohn aus der Ehe mit Mao Fumei,
Chiang Ching-kuo, zum Studium in die UdSSR zu schicken. Außerdem beauftragte er seinen Sohn, die bolschewistischen Erfahrungen im Aufbau des neunen "Volksstaates" zu übernehmen. Doch es ist mehr als wahrscheinlich, dass sein Sohn ein Doppelagent und die Freundschaft mit Stalin von langfristiger und abwartender Natur gewesen ist. Man darf nicht außer acht lassen, dass sich die Macht von Chiang Kai-shek in China auf die Bajonette der sowjetischen Roten Armee stützte.


(Chiang Ching-kuo mit
seiner russischen Ehefrau)

 

 

Der sowjetische Militärvertreter S.A. Danilin erinnerte sich, dass sich der wichtigste Militärberater von Chiang Kai-shek, der sowjetische Kommandant W.K. Blücher, über Chiang Kai-shek folgendermaßen geäußert hatte:

() Als es dem Gegner einige Male gelungen war, der National- Revolutionären Armee einen schweren Schlag zu verpassen und zum Gegenangriff anzusetzen, versuchte Chiang Kai-shek von der Front zu fliehen. Mehrmals musste er regelrecht an Händen und Füßen festgehalten werden, um ihn an der Flucht zu hindern, die zum moralischen Zerfall im Kommando der Revolutionsarmee geführt hätte.

Demnach war Chiang Kai-shek feige und von der militärisch-politischen Macht der UdSSR abhängig. Er, der den Plan über den amerikanischen Weg der Entwicklung hegte, war gezwungen, sich bei Stalin einzuschmeicheln. Zur Geisel seiner "aufrichtigen Liebe" zum Sowjetregime wurde sein einziger ehelicher Sohn Chiang Ching-kuo.

Zum historischen Hintergrund:

Chiang Ching-kuo wurde am 27. April 1919 in der Provinz Zhejiang geboren. 1922 ging er zum Studium nach Shanghai und von dort aus nach Moskau, wo er der Kommunistischen Partei beitrat. Danach studierte er an Panzermilitärschule in Kasan und an der Militärpolitakademie.

Er nahm die sowjetische Staatsangehörigkeit an und legte sich einen russischen Namen zu Elisarow, Nikolaj Wladimirowitsch. Er assimilierte sich mit Russland dermaßen, dass er begann Chinesisch zu vergessen. Elisarow war den kommunistischen Ideen fanatisch ergeben und als auch Chiang Kai-shek begann, vom politischen Kurs Stalins abzuweichen, kritisierte er seinen Vater öffentlich. Die sowjetische Presse berichtete sogar, dass der "würdige Kommunist" Nikolaj Elisarow, sich von seinem Vater Chiang Kai-shek lossagte und ein treuer Anhänger leninistisch- stalinistischer Ideen blieb.

Im Zeitraum von 1931 bis 1932 nahm Nikolaj Elisarow an der landwirtschaftlichen Kollektivierung in den Dörfern des Bezirkes Sarajski Gebiet Moskau teil. 1932 kam er nach Swerdlowsk, wo er im Uralmasch- Werk in der Maschinenwerksabteilung arbeitete und 1934 zum Redakteur der Zeitschrift "Für den Schwermaschinenbau" wurde.

1935 heiratete er eine russische Frau, Wachrewa, Faina Ipatjewna, die in der ganzen Welt als Chiang Fang-liang bekannt ist und ihm später drei Söhne und eine Tochter gebar.

Es ist erstaunlich, aber Chiang Kai-shek hatte noch einen (unehelichen) Sohn - Chiang Wei-kuo, der am 16.10.1916 in Tokio geboren wurde und den Chiang Kai-shek in den Jahren der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit (1911-1941) nach München an die Panzerschule schickte. Er machte  in der Wehrmacht als Panzerkommandant Karriere und kämpfte für Nazideutschland in Polen...

Nachdem ich die historischen Fakten und Tatsachen erläutert habe, sollte man zum Ausgang dieser Nachforschung zurückkehren.

                                         

Große Depression in den USA

Die Lage in China im Zeitraum von 1929 bis 1931 sowie die politische Orientierung von Chiang Kai-shek und seine Taktik des Lavierens zwischen der UdSSR und den USA wurden vorstehend erläutert. Doch was geschah zur gleichen Zeit in Nordamerika, auf das der chinesische Anführer seinen Blick heimlich richtete.

Die USA wurden damals, wie auch Kanada, Großbritannien, Deutschland und Frankreich, von der Weltwirtschaftskrise erschüttert. Über diese historischen Ereignisse wurden viele Bücher geschrieben und viele Dokumentarfilme gedreht. Deswegen möchte ich mich ausschließlich mit dem Teil der Großen Depression befassen, der im direkten Bezug zum $ US 100.000.000- Bond steht.

Die Keynesianische Wirtschaftstheorie gilt als die wichtigste und am besten bewiesene Begründung der Weltwirtschaftskrise. Das heißt, es ging um die Knappheit der Geldmasse. Um die damalige Situation besser zu verstehen, sollte man erwähnen, dass damals das Emissionsgeld (als Banknoten) an die Goldreserven (!) gebunden war und nur gegen Gold vom gleichen Wert ausgegeben wurde. Anderenfalls waren die Geldscheine nur Papier. Die Goldreserven (oder Goldbestände des Landes) limitierten die Geldmasse.

Doch trotz limitierter Geldmasse wuchsen Produktion und Wirtschaft. Es entwickelten sich Eisenhüttenindustrie, Schwermaschinenbau und viele andere Wirtschaftszweige. So kam es zur gewaltigen Überproduktion von Konsumgütern und entsprechend zur Knappheit der Geldmasse, was im Ergebnis starke Deflation auslöste. Dieser Preisverfall führte zur finanziellen Instabilität und zum Konkurs vieler Unternehmen. Es kam zu massiven Kreditausfällen und das "Bankenfieber" brach aus.

Außer Geldmassenknappheit spielten auch andere Faktoren eine Rolle:

- die unausgeglichene Geldpolitik der US- Notenbank

- die Überproduktionskrise (das Angebot übersteigt die Nachfrage)

- der Preisverfall von Wertpapieren an den internationalen Börsen

- der Bevölkerungszuwachs

Als ein Faktor, der das Eintreten der Großen Depression beschleunigte, gilt die Einführung des Smoot-Hawley-Gesetzes im Jahre 1930, das hohe Einfuhrzölle verordnete. Um auf diese Art und Weise die nationaler Hersteller zu schützen, erhöhten die USA durch die Protektionsmaß-nahmen Preise für billige Importware. Das führte zur Verschlechterung der ohnehin schwachen Kaufkraft der Bevölkerung und zwang auch andere Länder Gegenmaßnahmen einzuführen, die wiederum schädlich für die amerikanischen Exporteure waren.

Der Erste Weltkrieg war auch einer der Gründe der Großen Depression- die amerikanische Wirtschaft war erst mit den Militäraufträgen der Regierung "vollgepumpt". Diese Aufträge gingen nach dem Ersten Weltkrieg rapide zurück, was Rezession in der US-Waffenindustrie und in den benachbarten Branchen auslöste.

Am Ende dieser Liste der Faktoren für die globale Krise Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre sind die Margin-Anleihen zu nennen. Der Sinn einer Margin-Anleihe ist einfach: Man kann Firmenaktien erwerben, indem man 10% des Wertes zahlt. Z.B. lassen sich auf diese Art und Weise 1000 Dollar für 100 Dollar kaufen. Doch dahinter versteckt sich ein Trick. Der Broker kann jederzeit die Rückzahlung des geschuldeten Betrages fordern und dieser ist innerhalb von 24 Stunden zurückzuzahlen. Dieser Vorgang wird Margin-Forderung genannt und führt meist zum Verkauf von Aktien, die auf Kredit erworben sind.

Am 24. Oktober 1929 forderten alle New Yorker Broker, die mit Margin-Anleihen handelten, die Schulden daraus zu begleichen. Alle versuchten die Aktien abzustoßen, um Zahlungen aus den Margin-Anleihen zu vermeiden. Das führte zum Geldmangel bei den Banken und zum Ruin von sechzehntausend Banken, was wiederum den internationalen Bankiers ermöglichte, nicht nur ihre Konkurrenten, sondern auch große amerikanische Unternehmen zu Spottpreisen aufzukaufen. Als die amerikanische Gesellschaft finanziell praktisch vollkommen ruiniert war, beschlossen die Banker der US-Notenbank den Goldstandard in den USA zu kippen. Zu diesem Ziel beabsichtigten sie, das gesamte in den USA verbliebene Gold zu sammeln. Sie bezogen sich dabei auf den Kampf gegen die Folgen der Depression und beschlagnahmten das gesamte Gold der amerikanischen Bevölkerung.

Stellt sich die Frage: war diese Krise gesetzmäßig oder wurde sie genial von den Machern des Bankenbusiness ausgearbeitet- es bleibt eine strittige Frage. Die praktisch weltweite totale Verarmung der Bevölkerung begünstigte das Aufblühen kommunistischer Parteien, Gewerk-schaften, nationalistischer und national-sozialistischer Parteien.

Jedenfalls barg solches politische Brodeln die Gefahr vor allem für Regierungsmächte und Großindustrielle.

Demnach führte die Knappheit der Geldmasse, die an die Goldreserven gekoppelt gewesen war, und eine Reihe anderer Finanzprobleme die globale Krise herbei.

Hätten die USA sich aus diesem Grund für eine zusätzliche Geldemission, die den Goldreserven nicht entsprach, entschieden, wäre es durch den Verfall der nationalen Währung zur ausgelösten Krise gekommen. Die Lage der Weltwirtschaft wäre einfach kritisch geworden. Die Welt würde im wirtschaftlichen Chaos und in unkontrollierbaren politischen Revolten versinken.

Die USA benötigten dringend eine Auffüllung ihrer Goldreserven. In dieser Zeit rangen die USA nach Gold wie ein Erstickender nach Luft. Gäbe es die Möglichkeit, die Goldreserven aufzufüllen, könnte die FED eine garantierte Dollar-Emission durchführen und dieses Geld für die Entwicklung gewinnträchtiger Industriebranchen, für die Lösung sozialer Probleme sowie für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einsetzen.

Doch woher sollte man diese Menge Gold nehmen, wenn davon außer den USA noch Großbritannien, Deutschland, Frankreich und viele andere Länder träumten? Sogar der Sowjetunion, einem potentiellen Goldförderer, mangelte es kolossal an Gold. Außerdem wurde in diesen Jahren in der Sowjetunion die Industrialisierung durchgeführt. Alle Mittel wurden zur Förderung der Schwerindustrie eingesetzt. Es kam zum Hunger der Bevölkerung in Sibirien, an der Wolga und in der Ukraine. Der Hunger war so verheerend, dass es in zahlreichen Fällen zum Kannibalismus kam und Mütter aus Hunger ihre Kinder aßen.

Die Sterblichkeitsrate erreichte einige Millionen Menschen. Nur das brutale totalitäre System hielt das Volk von Massenausschreitungen ab. In der Sowjetunion wurden Hunderttausende erschossen, Hunger und Angst machten aus Menschen Tiere!

So fragt man sich, an wen hätten sich die USA wenden können, um Gold zu bekommen? An jeden! Anderenfalls hätte in den USA das gleiche wie in der Sowjetunion 1917 passieren können. Der innere Aufstand würde in unkontrollierbarer Naturgewalt münden.

Chiang Kai-shek berücksichtigte die politische Situation. Um seine Macht zu erhalten, war er

bereit, China um die Goldreserven zu bringen! Würde die Opposition an die Macht kommen, hätte sie ausschließlich auf die ideologischen Ressourcen und die Arbeitskraft setzen können (was schließlich auch eintraf). Auf dieser historischen Etappe stimmten die Interessen aller beteiligten Seiten ideal überein. Warum hat Chiang Kai-shek das Gold in die USA bringen lassen? Dafür gab es mehrere Gründe.

1. China war kein hochentwickeltes Industrieland und hatte ein halbfeudales Staatssystem. Gold war damals für China kein Mittel zum Geldverdienen und hatte nicht diese große Bedeutung wie in den kapitalistischen Ländern.

2. China unter der Führung von Chiang Kai-shek hätte seine Macht unter dem Druck der Japaner verlieren können. Chiang Kai-shek überlebte dank nationalistischer Ideen und militärischer Unterstützung Stalins. Deswegen musste man die Goldreserven in ein zuverlässigeres Land wegbringen müssen, um sie nicht an die japanischen Besatzer oder Kommunisten zu verlieren. Und nicht nur einfach wegbringen, sondern mit Garantien, d.h. dass die Rückgabe der Goldreserven und die entsprechenden Zinszahlungen garantiert sind.

Bekanntlich kann man mit Zinsen aus dem Kapital nur dann rechnen, wenn das Gold erfolgreich in industrielle und wirtschaftliche Strukturen angelegt wird. Und noch mehr- es müssen Branchen sein, die Superdividenden bringen können, z.B. Kriegsindustrie oder Erschließung von Erdölvorkommen und Erdölproduktherstellung!

3. Chiang Kai-shek führte eindeutig ein Doppelspiel. Einerseits schmeichelte er sich bei Stalin ein, damit dieser ihm hilft, die nördlichen Territorien zu beschützen, andererseits träumte er von der amerikanischen Wirtschaftsmacht. Es war ihm bewusst, dass im Falle eines Konflikts mit Stalin, dessen politische Prioritäten automatisch bei den Kommunisten liegen werden. In dieser Zeit spielte Stalin Chiang Kai-shek gegen Mao Zedong aus und herrschte de facto selbst in China. Chiang Kai-shek war sich durchaus bewusst, dass er nicht ewig dieses Doppelspiel zwischen der UdSSR und den USA spielen können würde und die Kommunisten ihn mit Hilfe Stalins früher oder später stürzen würden.

Bei diesem Szenario bringt er das chinesische Festland um das Gold und verurteilt es zur Armut. Das Gold ist das Blut jeder Wirtschaft und derjenige, der es kontrolliert, wird die Wirtschaft weiter entwickeln können und dementsprechend immer an der Macht bleiben. Hätten die Kommunisten das chinesische Festland unter ihre Macht gebracht, würde China ein Dasein in Armut und Hunger fristen und seine Bodenschätze an Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu Schleuderpreisen verkaufen müssen.

4. Indem Chiang Kai-shek die Goldreserven in die USA verbrachte, wurde er nicht nur automatisch zum Retter der USA, sondern auch zum persönlichen Freund von Großbritannien. Denn die USA und Großbritannien führten damals eine gemeinsame Politik und verfolgten die gleichen politischen Ziele. So konnte Chiang Kai-shek mit der Unterstützung von mindestens vier Ländern, die die Weltwirtschaft und die Sicherheit Chinas bestimmten, rechnen:

-die UdSSR. In diesem Land lebte und lernte Chiang Kai-sheks Sohn. Dank Stalin kam

Chiang Kai-shek zur absoluten Macht und konnte die japanische Aggression abwenden.

- die USA. In diesem Land lebte seine Frau, die dort politische Kontakte knüpfte.

- Deutschland. Bei der Wehrmacht diente sein unehelicher Sohn Chiang Wei-kuo.

- Großbritannien, das der größte Partner der Amerikaner sowie der größte Investor in China war und damals in die Rohstoffgewinnung ca. 1250 Millionen Dollar investierte.

Was die persönliche Bereicherung anbelangt, spielte dieser Faktor auch eine Rolle. In China gab es kein Wirtschaftswachstum, dabei musste Chiang Kai-shek seine korrumpierten Mitarbeiter aushalten und auch selbst auf dem hohen Niveau eines Weltpolitikers leben.

Bezugnehmend auf die vorstehende Darstellungen erlaube ich mir zur Schlussfolgerung zu kommen, dass Chiang Kai-shek gar keine andere Wahl hatte, als die Schätze an die USA zu übergeben und sich dafür einen von der US-Notenbank garantierten Trust ausstellen zu lassen. Aber auch die USA hatten keine andere Möglichkeit ihre Wirtschaft zu retten, als dankend dieses Gold anzunehmen, um damit ihr Überleben zu sichern und den politischen Druck auf die schwächeren Staaten aufrecht erhalten zu können.

Doch jetzt stellt sich die Frage:

Wann genau wurden die Goldbestände Chinas verbracht, wer war unmittelbar daran beteiligt und wie konkret wurde dieses Gold außer Landes gebracht?

Den entscheidenden Anstoß für die Wegschaffung des Goldes gaben die japanische Invasion in der Mandschurei im September 1931 und die Beratung über diese Aggression auf Antrag von Chiang Kai-shek im Völkerbund. Der Völkerbund hoffte, dass die USA durch ihren Einfluss das Problem im Fernen Osten regeln können. Doch trotz aller Erwartungen informierte US-Staatssekretär Stimson die amerikanischen Diplomaten, die USA beabsichtigen nicht, sich an den Beratungen über den japanisch-chinesischen Konflikt im Völkerbund zu beteiligen. Japan und China sollen sich unter einander einigen (!)

Am 30.09.1931 verabschiedete der Völkerbund eine Resolution, die beide Seiten dazu aufrief, sich um eine friedliche Lösung des Konflikts zu bemühen (!). Das bedeutet, dass Japan de facto die Zustimmung für eine großangelegte Militäroperation gegen die Chiang Kai-shek -Regierung und das gesamte China erhielt. Die USA wollten sich in den Krieg gegen Japan nicht hineinziehen lassen und China nicht schützen! Die Neutralitätsposition der USA im japanisch-chinesischen Konflikt wird später offiziell im Memorandum von Präsident Hoover bestätigt (Diese Tatsache verdient besondere Aufmerksamkeit und sollte für die weitere Analyse historischer Ereignisse in Erinnerung bleiben!!!). Einziger reeller Beschützer Chinas gegen Japan war die UdSSR und Stalin persönlich.

Der japanisch-chinesische Militärkonflikt hätte in einen sowjetisch- japanischen Konflikt münden können und Japan beantragte beim Völkerbund, eine Kommission zur Lösung dieses Problems zu berufen. In dieser Kommission vertrat General McCoy die USA, General Claudel Frankreich, Aldrovandi-Marescotti Italien und Dr. Schnee Deutschland.

Die Kommission nahm im Frühling 1932 ihre Arbeit auf und veröffentlichte ihren Bericht erst Ende 1932. Am 07. Januar 1933 überreichte Henry Stimson an die Regierungen Japans und Chinas die gleiche diplomatische Note, die verkündete, die USA erkenne die Mandschurei-

Besatzung sowie die entsprechenden Verträge oder die eventuell daraus entstehenden Folgen, die den Verträgen oder Rechten der USA schaden könnten, nicht an. Die USA sprachen sich dafür aus, "offene Türen" in der Politik gegenüber China zu bewahren. Doch dieser diplomatische Schritt stand der japanischen Aggression kaum im Weg. Später kannte man diese Erklärung als Stimson-Doktrin. Die amerikanische Regierung warnte nur Japan, dass die USA nicht bereit seien, auf ihre Positionen in China einschließlich deren in der Mandschurei zu verzichten.

Diese Tatsache belegt, dass die USA zum damaligen Zeitpunkt an China weder als einem politischen noch als strategischen Partner interessiert waren. Die USA warfen China Japan zum Fraß vor! (Gerade das veranlasste Chiang Kai-shek den entscheidenden Schritt zu unternehmen und die Schätze außer Land zu bringen).

Da die Pläne Japans in Bezug auf die Besatzung der Mandschurei durchaus reell waren, ging Japan zu aktiven Kriegshandlungen über. In diesem Zusammenhang schickten die USA zum Schutz ihrer Interessen in Shanghai den Schweren Kreuzer Houston, sechs Zerstörer und das 31. Regiment mit 1000 Soldaten und 400 Marinesoldaten auf den Weg. Präsident Hoover erklärte offen, dass er mit den nationalen Problemen ausgelastet sei und nicht beabsichtige, die Angelegenheiten im Fernen Osten zu regeln. (Diesen historischen Satz des scheidenden Präsidenten Hoover sollte man sich auch besonders merken. Gerade diese Aussage führte zum Anfang des Zweiten Weltkrieges! Nachdem Chiang Kai-shek realisierte, dass die USA nicht beabsichtigten, China aufgrund eigener nationaler und wirtschaftlicher Probleme zu helfen, verbrachte er die Goldbestände als politisches "Schmiergeld". Gegen dieses "Schmiergeld" erfolgten die Dollaremission und die mindestens 3 Milliarden-Dollar-Investition in die Kriegsindustrie Nazi-Deutschlands. Mit dieser Menge Gold wurde der Zweite Weltkrieg für die USA zu einem wirtschaftlich lukrativen Unternehmen).

Während die Weltmächte mit Chinas Problem Ping-Pong spielten, begriff Chiang Kai-shek, dass er auf Präsident Hoover nicht zu setzen brauchte. Die Gefahr der japanischen Besatzung von Teilen Chinas war so akut, dass es offensichtlich wurde, dass Japan seine Aggression nicht nur auf die Mandschurei und das bereits besetzte Taiwan beschränken wird.

Um sich die tatsächliche Verteilung der politischen Kräfte Anfang der 30er Jahre ins Gedächtnis zu rufen, sollte man bei den belegten historischen Ereignissen und Fakten bleiben.

Demnach:

Chiang Kai-shek brannte die Erde regelrecht unter den Füßen. Sein politisches Schicksal stand auf des Messers Schneide und konnte jede Minute besiegelt werden. Entweder wird ihn Japan überrollen oder die Kommunisten stürzen oder er wird zu einer Marionette in Stalins Händen. In der Regierungszeit von Präsident Hoover ereignete sich die Große Depression und Anfang 1933 stand die Präsidentschaftswahl an. Politisch gesehen lahmte Hoover und niemand interessierte sich für einen Politiker, deren Regierung das Land in die Krise stürzte und die Bevölkerung verarmen ließ.         

In dieser Situation musste man auf einen neuen US-Präsidenten setzen. Und  Chiang Kai-shek setzte auf den Bürgermeister von New York - Franklin D. Roosevelt.  Um bei Roosevelt die gleiche Reaktion auf die chinesisch-japanischen Beziehungen wie bei Präsident Hoover zu vermeiden, entschied sich  Chiang Kai-shek, Roosevelt ein Angebot zu unterbreiten, das nicht nur  Roosevelt auf die Seite von Chiang Kai-shek und der von ihm kontrollierten chinesischen Territorien schlagen, sondern auch eine lebenslange und unzertrennliche Freundschaft beider Politiker sichern würde. Das sollte nicht nur eine unzertrennliche Freundschaft sein. Sie werden familiär befreundet sein und sich umeinander so kümmern, wie das nicht mal nahe Verwandte tun.

Chiang Kai-shek schlug Franklin Roosevelt (zu dieser Zeit Präsidentenkandidat) vor, nicht mehr und nicht weniger als die USA vor dem finanziellen Untergang zu retten. Er schlug vor, die Regierung Amerikas davor zu bewahren, dass im Zuge der Finanzkrise Kommunisten und oppositionelle Gewerkschaften an die Macht gelangen. Chiang Kai-shek bot Roosevelt an, Amerika zu retten und ihn selbst zum genialsten Präsidenten in der gesamten US-Geschichte zu machen. Er schlug ihm einen Kredit in Form von Goldbeständen Chinas (höchstwahrscheinlich gehörte auch das Gold des ehemaligen Russischen Reiches dazu) vor.

Beurteile man nach den vorliegenden Zertifikaten, die als Belege für das erhaltene Gold ausgestellt wurden, betrug damals dieser Kredit US $ 25.000.000.000. (Gerade das bedingte später die Freundschaft zwischen Song Meiling und Elisabeth Roosevelt!)

Zur gleichen Zeit wurde auch bekannt, dass Chiang Kai-shek Song Meiling geheiratet hatte und zum Christentum konvertiert war. Das erklärt sich damit, dass die Übergabe der Goldreserven Chinas an ein anderes Land einem Staatsverrat gleich stand. Hätte jemand über diese geheime Absprache mit Roosevelt erfahren, hätten die eigenen Kuomintang -Parteigenossen Chiang Kai-shek hingerichtet. Deswegen übernahm Meiling diese Geheimmission. Sie war die ideale Wahl für diese Aktion und war von allen am wenigsten daran interessiert, dass die Sache öffentlich wird. In diesem Fall betrachtete sie die Goldbestände Chinas als ihre eigenen. Chiang Kai-shek und Meiling waren praktisch die Einzigen, die über die in der Verbotenen Stadt versteckten Schätze Bescheid wussten.

Jetzt zur Chronologie der Ereignisse:

1. Nach der erzielten Vereinbarung mit Chiang Kai-shek und Meiling erarbeitete Roosevelt gemeinsam mit seinen Wirtschaftsberatern sein berühmtes 100-Tage-Antikrisenprogramm. Dieses Programm ließ sich in der Praxis nur unter einer Bedingung realisieren: man brauchte Geldmasse, deren Knappheit 1929 die Krise auslöste. Weil die Dollaremission direkt an die Goldreserven gebunden gewesen war, ermöglichte der "geschenkte" Kredit in Höhe von 25 Milliarden Dollar der FED eine Emission durchzuführen und auf diese Art und Weise nicht nur die internen finanziellen Probleme zu lösen, sondern auch außenpolitisch die führenden europäischen Staaten mit Krediten unter Druck setzen zu können.

2. Die Vereidigung von Franklin D. Roosevelt fand am 04. März 1933 statt. (Die Goldreserven wurden wie bereits erwähnt im Februar 1933 aus Peking nach Shanghai evakuiert). Genau ein Jahr vorher distanzierte sich Präsident Hoover offiziell vom chinesisch-japanischen Problem. Das beweist nochmals, dass auch nach Amtseintritt Roosevelts dieses Problem die USA nicht besonders hat interessieren müssen. Doch Roosevelt interessierte dieses Thema. Was hätte den US-Präsidenten an einem rückständigen Land im Fernen Osten interessieren können?

Das Geld! Großes Geld und nichts anderes als Geld, weil nur Geld der Hebel seiner Präsidentenmacht und seiner Karriere war. Gäbe es diese Vereinbarung nicht, wie hätte Präsident Roosevelt sein Wahlprogramm erfüllen können?

3. Wie bereits berichtet kommandierten die USA den Schweren Kreuzer Houston nach Shanghai. Seine Aufgabe war vor allem die politischen Interessen der USA in dieser Region zu sichern. Die Goldreserven Chinas mit dem Flaggschiff Houston transportieren zu lassen, war die einzige und die bequemste Möglichkeit. Die Militärkreuzer verfügen über besonders hohe Stabilität und Unsinkbarkeit in Stürmen und Kriegskämpfen. Außerdem war dieser Kreuzer so hoch bewaffnet, dass die Sicherheit des Goldes absolut gewährleistet werden konnte.

Es ist historisch belegt, dass der Kreuzer Houston am 17. November 1933 aus Shanghai (dorthin wurden die Schätze evakuiert) auslief und den Kurs auf San Francisco nahm. Das ereignete sich genau acht Monate nach Roosevelts Amtseintritt. Anstelle der Houston übernahm der Kreuzer Ogasta die Kriegswache. So gelangte das Gold aus Shanghai nach San Francisco. Da alle Schätze aus Peking nach Shanghai in Holzkisten kamen, wurden diese von den chinesischen Ladearbeitern in einem Lager untergebracht, der bewacht wurde. Später zog man die Wachen ab und die amerikanischen Marinesoldaten der Houston brachten die Kisten an Board. Deswegen konnte keiner der Chinesen den Ladevorgang gesehen haben. Und wenn doch, niemand konnte diesem Vorgang eine Bedeutung beimessen. Die Schätze lösten sich auf wie Zucker im Tee.

Deswegen kann man bis heute in China nur ahnen, dass das Land einst irgendwelche Schätze besessen hat. Dafür gibt es keine offiziellen Beweise. Dieser Raub ist der größte Raub in der Geschichte und gleichzeitig das größte Geheimnis unserer Zivilisation! Der einzige Beleg, der diesen Raub beweisen kann, sind die Originalbonds im Wert von USD 100.000.000 und die Garantiezertifikate der US-Notenbank. Lebende Zeugen gibt es nicht mehr.

Zum historischen Hintergrund: 1934 wurde die Houston an die 6. Kreuzerdivision der US-Aufklärungsstreitkräfte abkommandiert und wurde später zum Flaggschiff der 5. Division. 1937 kam die Houston in die 4. Kreuzerdivision und diente vom 19. September bis zum 18. Dezember als Flaggschiff der gesamten amerikanischen Marine. Am 01. März 1941 wurde die Houston durch die japanischen Schweren Kreuzer Mogami und Mikuma in der Sundastraße versenkt. Die Leistungen der Houston wurden mit 2 Kriegssternen und einer Präsidentenauszeichnung gewürdigt.

So kamen die Goldreserven zur FED Anfang Dezember 1933. Der Trust im Wert von USD 25.000.000.000 wurde Chiang Kai-shek vermutlich noch vor der Schiffsverladung des Goldes in Shanghai persönlich ausgehändigt. Demzufolge hatte die FED vom März 1933 bis zum November 1933 Zeit, die juristische Seite dieser Kreditierung auszuarbeiten und entsprechende Zertifikate und Bonds vorzubereiten.

Mit der Ankunft der chinesischen Goldbestände änderte sich die innere Kredit- und Finanzpolitik Nordamerikas schlagartig und grundsätzlich. Anfang 1934 hob die US-Notenbank die nationale Konvertibilität des Dollars auf. Das bedeutete, dass ein einfacher Amerikaner seine Dollar nicht gegen das Goldmetall umtauschen konnte! Es begann eine gewaltige Dollaremission und es wurde so viel Geldpapier gedruckt, wie für die wirtschaftliche Stabilität erforderlich war. Es gab also die Geldmengenknappheit, die die Krise von 1929-1933 herbeiführte, nicht mehr!

In diesem Fall wird der Dollar kein Wertmittel, sondern ein Zahlungsmittel. Einerseits haben die amerikanischen Bankiers den Dollar an die Lenkung der Weltwirtschaft in Zeiten der Finanzkrisen besser anpassen können, andererseits ermöglichte dieses System die Dollarmasse zu planen und genauer zu regulieren. Deswegen fand auch die berühmte Keynes-Theorie ihre Anwendung, in der Keynes genaue Formeln für die Berechnung des Geldmassevolumens ausgearbeitet hatte.

Da in den USA ein innerer Sozialaufstand reifte, der schließlich in einer politischen Explosion hätte münden und die Kommunisten an die Macht hätte bringen können, behandelten Roosevelt und die amerikanische Regierung diese Aufgabe vorrangig. Weil Roosevelt 1933 mit Chiang Kai-shek die Vereinbarung über den Erhalt von Goldreserven (Rettung der amerikanischen Wirtschaft und ihres Einflusses in der Welt) getroffen hatte, wurde auf dieser Grundlage die Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) gegründet, die das öffentliche Vertrauen an das Finanzsystem Nordamerikas sichern und fördern sollte.

Nach offiziellen Angaben wurde die FDIC als Antwort auf tausende Bankenpleiten gegründet, die sich in den 1920er und Anfang 1930er Jahren ereigneten. Seit dem 01. Januar 1934, dem Versicherungsbeginn durch die FDIC, verlor kein einziger Anleger auch nur einen Cent.

Doch es stellt sich die Frage: wenn in den 20er bis Anfang 30er Jahren Amerika von einer gewaltigen Pleitewelle erfasst worden war, wodurch wurde die Federal Deposit Insurance Corporation garantiert? Solche Garantien konnte nur Gold geben, aber daran fehlte es den USA so stark, dass es bei der einheimischen Bevölkerung unter Androhung einer Haftstrafe beschlagnahmt wurde. Und unter diesen Umständen wird es wie aus heiterem Himmel eine staatliche "Rettungs- und Garantiestruktur" gebildet! Was verbirgt sich hinter diesem Wunder und buchstäblich vom Himmel gefallenen finanziellen Glück der Amerikaner?

Dahinter verbergen sich die Goldschätze Chinas. Um genauer zu sein Goldschätze des gesamten chinesischen Volkes, das diese Schätze für seine Kaiser vom 4. Jahrhundert vor Christi Geburt an sammelte. Diese Tatsache wird durch die ausgestellten Zertifikate, die die Zahlung von USD 25.000.000.000 garantieren, und die Trust- Bonds im Wert von hunderten Millionen Dollar belegt. Selbstverständlich konnte die US-Notenbank diesen Trust auf den Namen von Chiang Kai-shek und seiner Frau nicht ausstellen.

Wäre es ein Namenstrust, hätten die USA rechtlich den Namen des Menschen, der das

chinesische Gold gestohlen hatte, preisgegeben und so seine Retter im beraubten China zum Tode verurteilt. Außerdem wäre auch auf internationaler Ebene die Frage laut geworden,

inwieweit die USA überhaupt das Recht hatten, diese Schätze anzunehmen? Deswegen wiesen diese gigantischen Bonds keinen konkreten Namen des Empfängers aus.

Wie rettete Roosevelt Amerika?

Gleich nach seinem Amtsantritt, im März 1933, wurde Roosevelt mit der dritten Welle der Bankenpanik konfrontiert, woraufhin der neue Präsident die Banken für eine Woche schloss und in dieser Zeit das Programm für Anlagengarantien ausarbeitete. Da Roosevelt den Mut hatte, die Banken zu schließen (d.h. die Wirtschaftsarterie der USA abzuschnüren) und das Anlagengarantieprogramm auszuarbeiten, stellt sich wiederum die gleiche Frage: Was fungierte als Garantie für dieses Programm?

Ein Politiker ist kein Zauberer. Er muss alle seine Handlungen kalkulieren und trägt die Verantwortung für die Ergebnisse seiner Tätigkeit. Z.B. brach die Wirtschaftskrise 1929 aus. Hätten die USA bereits zu dieser Zeit Gold gehabt, warum setzte Präsident Hoover diese Goldreserven nicht für die Dollaremission ein und verhinderte so nicht die totale Pleitewelle der Banken und der einfachen US-Bürger? Bekanntlich führt fast jede Wirtschaftskrise zu einer politischen Krise. Warum lässt man so ein Risiko zu? Warum riskiert man Bürgeraufstände und Bürgerkriege?

Die ersten 100 Tage von Roosevelt waren von intensiver Gesetzgebungstätigkeit geprägt. Das bedeutet, dass er, dessen Rücken durch die "Goldreserven Chinas" gestärkt war, an der juristischen und finanziellen Basis feilte, um die Emissionsdollars mit maximalem Nutzen für die USA einsetzen zu können. Dieses Programm war Anfang Juli 1933 fertig.

Angesichts dieses Programms entschied sich der US-Kongress nicht nur die Federal Deposit Insurance Corporation FDIC, sondern auch die Föderale Administration für Nothilfe (Federal Emergency Relief Administration- FERA) ins Leben zu rufen. Die Gründung dieser Einrichtung wurde vom Gesetz über den Wiederaufbau der nationalen Wirtschaft vom 16. Juli 1933 angeordnet. Zu den FERA-Aufgaben gehörten:

a) Bau, Renovierung und Modernisierung von Straßen, öffentlichen Gebäuden und anderen Staats- und Versorgungsbetrieben jeglicher Art.

b) Erhalt von Naturschätzen und Entwicklung ihrer Förderung, einschließlich der Wasserkontrolle, -Nutzung und Reinigung, Verhinderung von Boden- und Küstenerosionen, Förderung der Wasserenergiewirtschaft, Stromübertragung, Bau von verschiedenen Fluss- und Hafenanlagen und Überschwemmungsschutz.

Arbeitslose wurden aktiv bei sozialen Arbeiten eingesetzt. In den Jahren 1933-1939 arbeiteten viele ehrenamtlich unter Leitung der Administration für gesellschaftliche Arbeiten (PWA-Public Works Administration) und Administration für zivile Arbeiten (CWA-Civil Works Administration) beim Kanal-, Straßen- und Brückenbau. Insgesamt wurden ca. 4 Millionen Menschen zu den Arbeiten herangezogen.

Also Roosevelt schaffte neue Arbeitsplätze und konnte so die im Inneren der amerikanischen Gesellschaft brodelnden kommunistischen Ideen, die Gefahr unkontrollierbarer "Roter Aufstände" und den starken Einfluss der Gewerkschaften auf die Politik verhindern.

Der Kongress segnete auch einige Gesetzesentwürfe ab, die den Finanzbereich regeln sollten: das außerordentliche Bankgesetz, den Glass-Steagall-Act von 1933 über die Trennung von Investment- und Geschäftsbanken, das Gesetz über die Kreditierung der Landwirtschaft, das Gesetz über die Kommission für Wertpapiergeschäfte.

In der Landwirtschaft restrukturierte das am 12. Mai 1933 verabschiedete Regelungsgesetz die 12-Milliarden-Verschuldung der Farmer (!), senkte die Hypothekenzinsen und verlängerte die Tilgungsfrist für alle Schulden. Die Regierung bekam die Möglichkeit den Farmern Darlehen zu gewähren, und im Laufe der nächsten vier Jahre vergaben die US-Agrarbanken an eine halbe Million Grundbesitzer Darlehen in Höhe von insgesamt USD 2,2 Mrd. zu besonders günstigen Konditionen(!?). Um die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse zu erhöhen, empfahl das Gesetz vom 12. Mai den Farmern, die Produktion zu drosseln, die Anbauflächen zu reduzieren und den Viehbestand zu reduzieren. Um die eventuellen Verluste zu decken, wurde ein Sonderfonds gegründet.

Und wieder stellt sich die Frage: Wie kam ein krisenerschüttertes Land an diese phantastischen Beträge, um seine Schulden so kinderleicht zu restrukturieren und Milliardendarlehen zu vergeben? Die Fakten belegen, dass die USA bis 1933 an der Geldmassenknappheit zu ersticken drohten, während nach der Machtübernahme Roosevelts im Jahre 1933 der US-Kongress begann, mit dem Geld regelrecht um sich zu werfen. Ist das kein Traum?

Wie Präsident Roosevelt in den 30er Jahren mit dem Geld aus unbekannten Quellen die Wirtschaft angekurbelt hat, kann sich jeder in den allgemein zugänglichen Nachschlagewerken informieren. Ich möchte auf eine andere wichtige Tatsache aus dem Jahre 1933 eingehen. Und zwar kam in dieser Zeit im ausgebluteten Deutschland Adolf Hitler an die Macht. Außerdem wurde die UdSSR von den USA offiziell anerkannt. Diese zwei Ereignisse sollte man genauer betrachten, weil zur wichtigsten Aufgabe Roosevelts folgende zwei Aspekte gehörten:

1. Die inneren Probleme zu lösen und kommunistische Ideen durch wirtschaftliche und soziale Reformen zu unterdrücken.

2. Das chinesisch-amerikanische Kapital in die Militärindustrie europäischer Länder zur Festigung des internationalen Einflusses der USA zu investieren. Diese Investitionen waren am gewinnträchtigsten, weil nichts so viel Dividende wie Militäraufträge bringt, vor allem die während eines großangelegten Krieges.

3. Die wirtschaftliche Stabilität der Debitoren-Länder zu festigen und die Weltherrschaft aufzustellen.

Parallel zum allgemeinen Aufschwung in den USA war auch das industrielle Wachstum in der UdSSR zu verzeichnen. Doch während Präsident Roosevelt sich um den Wohlstand der armen US-Bevölkerung bemühte und sie mit Arbeitsplätzen versorgte (um der Verbreitung des kommunistischen Einflusses entgegenzuwirken), bereitete sich Stalin auf einen neuen Krieg vor, indem er aus dem sowjetischen Volk die letzten Kräfte herauspresste.

Stalin hatte keine Angst vor der Revolution. Die Revolution wurde bereits in Russland vollzogen. Deswegen gehörte die Sorge um den Wohlstand seines Volkes nicht zu Stalins Plänen. Die Idee der permanenten Revolution, die Lenins Kampfgenossen Leo Trozki gehörte (es ging auch um die Weltherrschaft, aber um die kommunistische Weltherrschaft), ließ ihn nicht los.

Er nahm den Menschen das letzte Stück Brot und ließ sein Volk bis zur Ohnmacht hungern, aber baute die Schwerindustrie aus und rüstete die UdSSR auf. Der größte Teil der männlichen Bevölkerung im Alter von 18 bis 35 bereitete sich auf die Mobilmachung vor. Hier ist die Statistik der Roten Armee:

1923 550 000 Mann

1927 586 000 Mann

1933 885 000 Mann

1937 1 100 000 Mann

1939 1 513 400 Mann

Am 19. August 1939 lag die Stärke der Roten Armee bei über 2 000 000 Mann. Am 1. Januar 1941 waren es 4 207 000 Mann und am 21. Juni 1941 5 500 000 Mann. Diese Zahlen lagen noch vor dem Ausruf der Kriegsmobilmachung vor. Im Falle der totalen Mobilmachung hätte die UdSSR bis zu 20% der Bevölkerung mobil machen können und das wären 34 Millionen!

Dass Stalin Europa anzugreifen plante und warum Adolf Hitler gezwungen war, am 22. Juni 1941 den Präventivschlag gegen die UdSSR auszuführen, legte in seinen Büchern "Der Eisbrecher" und "Der M-Tag" der britische Historiker und Schriftsteller V. Suvorov ausführlich und überzeugend dar. Deswegen werde ich in meiner Untersuchung darauf nicht eingehen und betrachte die Vorbereitungen Stalins auf einen Angriff gegen Deutschland als belegte Tatsache. In diesem Fall interessieren mich mehr die überlassenen Goldreserven Chinas und die internationalen Folgen, die diese Anleihe auslöste.

Die amerikanische Aufklärung informierte den US-Kongress regelmäßig darüber, was für Waffen und in welchen Mengen die UdSSR produziert. Roosevelt war darüber ernsthaft besorgt und sich durchaus im Klaren, dass wenn Stalin es schaffen würde, die totale Umrüstung der Armee abzuschließen, er mit Hilfe unerschöpflicher Naturressourcen Russlands und angesichts der Weltkrise, den kommunistischen Terror nicht nur in Europa, sondern sogar in den USA verbreiten kann.

Deswegen war es für den US-Kongress und Roosevelt wirtschaftlich und politisch von Vorteil, Investitionen in die Kriegsindustrie Deutschlands zu tätigen, um dadurch die Infrastruktur und die Wirtschaft dieses Landes zu fördern und danach die zwei Diktatoren auf einander loszulassen. Und wenn sie sich gegenseitig durch die Kriegsschlachten zermürbt und ihre menschlichen Ressourcen erschöpft haben, sich mit demjenigen, der dem Sieg näher steht, zu verbünden. In diesem Fall lagen die Präferenzen bei Deutschland, weil die am Boden liegende Sowjetunion angesichts ihrer Naturschätze den USA wesentlich lukrativer erschien, als das gemeinsam mit Stalin geteilte Deutschland. Außerdem ekelte sich Roosevelt vor einer "Freundschaft" mit Stalin, dem Sohn eines Schusters und einer Köchin.

Gegen Hitlers nazistische Ideen hatte Amerika keine Einwände. Noch mehr als das begrüßte Roosevelt diese, weil man im Falle eines Krieges gegen Deutschland diese Ideen genauso wie den zur Staatspolitik gewordenen Antisemitismus als politisches Druck- und Spekulationsmittel hätte ausspielen können. Hitlers Genozid an Juden und Zigeunern ist von der Weltgemeinschaft gerecht verurteilt worden, aber zwangsläufig stellt sich die Frage- mit wessen Geld bauten die Nazis ihre Konzentrationslager? Ahnte denn niemand in der amerikanischen Regierung, nachdem Hitler das Münchener Gefängnis verlassen und "Mein Kampf" geschrieben hatte, von seinen Plänen?

***

Ich erlaube mir, vom Thema abzuweichen und anzumerken, dass in der ehemaligen UdSSR seit dem 22. Juni 1941 Hitler als ein Paranoiker und Despot dargestellt wird, der die gesamte slawische Rasse erst ausrauben und danach vernichten wollte. Diese absurde Position diente den Propagandazielen, um bei den Völkern der UdSSR den Hass gegen Deutschland zu schüren. Stalin löste durch die antideutsche Propaganda den Selbsterhaltungstrieb bei den Völkern der UdSSR aus, weil er vor allem Angst vor der inneren Befreiungsbewegung hatte. Stalin befürchtete, dass das Volk ihm die Millionen in Lagern erschossenen und zum Tode gequälten Opfer nicht verzeihen würde.

Hitler deklarierte die Deutschen offiziell als eine Übernation und hielt die Slawen für minderwertig. Dabei stellt sich die Frage: wie hätte er im Falle eines Sieges die Sowjetbürger zu Sklaven machen können, wenn bereits Stalin sie zu Sklaven gemacht hatte? Aus Angst vor dem Tod und vor der Ausweglosigkeit kämpften die Russen für ihre Armut und Unfreiheit.

Hitler hätte den russischen Menschen nichts nehmen können. Sie wurden bereits durch das Abschaffen von Privateigentum durch die sowjetische Verfassung beraubt. Man hatte sie nicht vernichten müssen. Sie wurden bereits durch die Repressalien und Stalins Lager vernichtet. Hitlers Plan war, den Krieg in der UdSSR als Befreier vom kommunistischen Terror zu führen. Er hoffte auf die Hilfe der einheimischen Bevölkerung. Warum hätte er diese Bevölkerung vernichten wollen? Wozu dann diese ungerechtfertigte Barbarei? Der russische Kaiser Peter der Große und Kaiserin Katharina die Große luden Deutsche nach Russland ein. Die Deutschen sollten helfen, Russland als ein europäisches und nicht als ein asiatisches Land aufzubauen. Und die Deutschen haben sich in Russland mehr als verdient gemacht.

Mit Ähnlichem rechnete auch Hitler. Er vertrat die Ansicht, dass die sowjetischen Bürger ihm für die Befreiung vom Stalins Regime, für die europäische Zivilisation und ein würdiges Leben dankbar sein werden. Darauf beruhte Hitlers Idee vom Blitzkrieg. Er rechnete damit, dass der größte Teil der Bevölkerung sich auf seine Seite schlagen wird. Doch seine Rechnung ging nicht auf. Er berücksichtigte dabei nicht die Angst des Sowjetvolkes vor inneren Repressalien und vor einer massiven kommunistischer Propaganda, die die Deutschen als Sadisten und Mörder darstellte. Man sollte anmerken, dass während der Besatzung der UdSSR die deutschen Truppen zu Strafsanktionen nur als Antwort auf den inneren Widerstand griffen und diese Strafsanktionen in der Regel die zu den Deutschen übergelaufenen Sowjetbürger gegen eigene Landsleute ausführten.

Der Nazi-Diktator benötigte die UdSSR als eine Produktions- und Energiebasis. In den Werken sollten die Sowjetbürger unter deutscher Führung arbeiten. Doch sie hätten nur dann gearbeitet, wenn sie für ihre Arbeit gut entlohnt würden und würdige Wohn- und Sozialbedingungen hätten. In diesem Fall wäre ihre Arbeit nicht durch Angst, sondern durch finanzielle Anreize stimuliert. Hätte Hitler solche Bedingungen nicht geschaffen, würde innerhalb der besiegten Sowjetunion der Widerstand gegen das Besatzungsregime entstehen. Es ist schlicht unmöglich, ein Land mit so einer gewaltigen Fläche wie Russland ohne freiwillige Unterstützung seitens der einheimischen Bevölkerung und ausschließlich durch Besatzungstruppen unter Kontrolle zu halten! Wie wir bereits aus der Geschichte wissen, wurde Rom durch die Sklaverei zerstört. Wovon kann dann im Kapitalismus die Rede sein?

Ohne guten Willen und Zustimmung wäre das Unterdrückungsregime früher oder später gestürzt. Es hätte innere Anschläge, Beschädigung von Produktionsmitteln und politische Instabilität gegeben. Das alles widerspricht den normalen wirtschaftlichen Beziehungen und der Produktion. Wozu benötigte in diesem Fall Deutschland solche Flächen? Wer hätte sie erschließen und bevölkern sollen? Warum hätten die Deutschen aus dem zivilisierten Europa in den Ural ziehen sollen, wissend dass es zu ethnischen Konflikten mit den Russen kommen könnte? Im Ural sollten Russen leben und arbeiten und Gewinne dem Dritten Reich bringen. Doch objektiv hätten sie nicht als Sklaven leben sollen, sondern als normale Menschen, um keine politischen und wirtschaftlichen Probleme vor allem Deutschland zu machen. Das ist offensichtlich.

Deswegen hatte Hitler nur eine Möglichkeit die Macht zu halten für die Bevölkerung Russlands zehnmal bessere Lebensbedingungen als zu Stalin Zeiten zu schaffen. Und hätte Hitler gesiegt, hätte er für "Ordnung und Arbeit" gesorgt.

Nazi-Deutschland brauchte Russland nur bis zum Ural. Und vom Ural bis in den Fernen Osten hätten sich die Amerikaner und ihre Verbündeten positioniert. Bis dahin wäre bestimmt der Friedensvertrag mit Großbritannien und Frankreich geschlossen worden. In diesem Fall hätte sich die Wirtschaft analog dem modernen Nordkorea entwickeln können.

Nachdem der Kommunismus vollständig ausgerottet gewesen wäre, hätte Russland seine Autonomie ähnlich wie Hongkong oder Indien bekommen können. Man setzte auf den Sieg Hitlers in diesem Krieg, weil es für die USA wesentlich einfacher gewesen wäre, sich mit Hitler als mit Stalin zu einigen.

Wäre Deutschland aus diesem Krieg als Sieger hervorgegangen, wäre es durch die amerikanischen Militärkredite völlig abhängig, was wiederum dem US-Kongress erlauben würde, bei der Teilung der UdSSR (Sibirien und Fernosten) und Tilgung der zur Verfügung gestellten Kriegskredite zu feilschen. Die Rechnung der USA war recht einfach: den Krieg anzuzetteln, die eigene Wirtschaft durch Waffenverkäufe zu bereichern und sich dann auf die Seite des Siegers zu schlagen und dann wirtschaftliche und politische Ansprüche geltend zu machen. Hätte Deutschland den Sieg davongetragen, würde man die UdSSR aufteilen. Hätte Deutschland den Krieg verloren, gäbe es Kredite für den wirtschaftlichen Aufbau und die Reparationszahlungen. Selbstverständlich gehörte auch die Verurteilung nazistischer und faschistischer Ideen von Hitler und Göbels dazu.

***

Nach dem erniedrigenden Versailler Vertrag, der am 28. Juni 1919 vom Völkerbund unterzeichnet wurde, verlor Deutschland einen Teil seiner Territorien, Kolonien und politischer Vorteile.

Es kam auch zu militärischen Einschränkungen. Außerdem musste Deutschland gewaltige Reparationszahlungen an die Länder zahlen, auf dessen Territorien Kriegshandlungen geführt worden waren. Es ist historisch belegt, dass gerade der Versailler Vertrag und die Weltkrise die Nazis an die Macht brachten. Doch gleichzeitig sollte man bedenken, dass jede Politik auf wirtschaftlichen und finanziellen Interessen beruht. Die Vereinigten Staaten spielten die persönlichen Ambitionen von Adolf Hitler aus und setzten auf ihn als einen unausgeglichenen und nationalistisch-fanatischen Politiker. Hitler war die ideale Kandidatur, um Konflikte aller Formate zu entzünden.

Im Unterschied zu Großbritannien und Frankreich, die im Völkerbund den Ton angaben, ratifizierten die USA den Versailler Vertrag nicht. Das bedeutet, dass so ein wichtiger Punkt des Vertrages wie die Abrüstung Deutschlands für die USA nicht ausschlaggebend war. Als die Nazis an die Macht kamen, hatte Deutschland kein Geld. Stellt sich die Frage: woher kam das Geld? Was förderte den industriellen Aufschwung und die Aufrüstung Deutschlands? Und noch wichtiger- wofür die Aufrüstung, wenn die Wunden des Ersten Weltkriegs noch nicht verheilt waren?

Es ist sinnvoll, sich an die Fakten zu halten. Der Versailler Vertrag sah vor, dass Deutschlands Heer nicht stärker als 100 Tausend Landtruppen-Soldaten sein darf. Von 1933 bis 1939 wuchs die Stärke der Armee bis auf 4 200 000 Mann an. Das heißt um das 42fachel! Dabei verbesserte sich der Lebensstandard der Deutschen ständig. Während die UdSSR ihre mächtige Kriegsindustrie durch das Ausrauben der eigenen Bevölkerung schuf, lassen sich die Quellen dieser Blüte des Dritten Reichs kaum in den inneren Ressourcen Deutschlands finden. Die Einnahme- und Ausgabezahlen stimmen nicht überein. Also muss es einen Sponsor gegeben haben. Wer hätte es in Zeiten der totalen Krise sein können und wer profitierte davon?

Man sollte berücksichtigen, dass ein naher Freund und Sponsor von Adolf Hitler, Ernst Hanfstaengl, während des Zweiten Weltkrieges als Berater für Präsident Roosevelt tätig gewesen ist.

Im August 1934 erwarb das amerikanische Unternehmen Standard Oil in Deutschland 730 Tausend Akren Land und baute große Raffinerien, die die Nazis mit Erdöl versorgten. Zur gleichen Zeit wurde aus den USA nach Deutschland heimlich die modernste Ausstattung für Flugzeugwerke gebracht. In diesen Werken begannen die Deutschen, Flugzeuge zu produzieren. Von den amerikanischen Herstellern Pratt & Whitney, Douglas, Bendix Aviation erhielt Deutschland zahlreiche Militärpatente und nach den amerikanischen Technologien wurden Junkers-87 gebaut. Einer der wichtigsten Beweise für die amerikanische und teilweise englische Finanzierung der Nazis ist die Aussage von Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister Dr. Horace Greeley Hjalmar Schacht im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher.

Hier ist ein Zitat aus seiner Ansprache an die amerikanischen und englischen Ankläger:

" Wenn sie die Industriellen anklagen wollen, die halfen, Deutschland umzurüsten, müssen sie sich selbst anklagen. Z.B. produzierte das Autowerk Opel nichts weiter als Kriegsgüter. Gehört hat dieses Werk General Motors".

Die amerikanische Seite wollte alle Sünden Nazi-Deutschlands Dr. Schacht anlasten, es kam aber dazu, dass der sich rechtfertigende Schacht alle transatlantischen Investoren preisgab und die amerikanischen Investitionen in die Kriegsindustrie des Dritten Reichs mit über 3 Milliarden US-Dollar bezifferte. Schließlich wurde Doktor für Wirtschaftswissenschaften Professor Schacht freigesprochen. In seinen Handlungen fand der Militärgerichtshof keinen Straftatbestand eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit.

Über die finanziellen Spritzen seitens der USA in die deutsche Wirtschaft im Zeitraum von 1933 bis 1941 wurden ausreichend viele Bücher geschrieben und diese Informationen sind zugängig. Meine Frage ist, woher nahmen die USA dieses Geld und was machte in dieser Zeit Stalin? Stalin bereitete sich auf den Krieg vor. Als wichtigste politische Hebel dienten ihm "die proletarische Ideologie" und der "Klassenkampf". Unter Berücksichtigung des riesengroßen demographischen und territorialen Potentials Chinas hoffte Stalin mit Hilfe von Chiang Kai-shek in China ein eigenes Regime aufzubauen. Es ist allgemein bekannt, dass in den 30er Jahren Stalin Chiang Kai- shek einen zinslosen Kredit in Höhe von 250 Millionen Dollar gewährte. 122 Millionen davon wurden für die Rüstung ausgegeben.

Um den Norden Chinas zu schützen, kämpften im Luftraum Chinas ca. 400 sowjetische Flieger mit asiatischem Äußeren. Das gleiche galt auch für die Kavallerie und die Panzertruppen. Die Rote Armee wurde in China von Militärkommandant Blücher angeführt, den später Stalin für seine Ergebenheit erschießen ließ.

Man kann sich nur ausmalen, was Stalin empfand, als seine Außenaufklärung ihm mitteilte, dass Chiang Kai- shek die gesamte Goldreserve Chinas für den Kampf gegen die Große Depression den USA überließ! Das war doppelter Verrat, den Stalin Chiang Kai- shek bis zu seinem letzten Atemzug nicht verzeihen konnte. Chiang Kai- shek half nicht nur dem politischen Todfeind der UdSSR, sondern verriet damit auch die kommunistischen Ideale, für die Stalin ihn im Kampf gegen Japan unterstützt und an die Macht gebracht hatte, indem er am 04. Juli 1928 seinen politischen Konkurrenten Zhang Zuolin in die Luft sprengen ließ.

Doch woher hatte Stalin diese geheimen Informationen erfahren können? Niemand außer seiner Frau Meiling wusste, dass die Goldreserven von Chiang Kai- shek in die USA verbracht wurden. Wäre diese Informationen bestätigt und bewiesen gewesen, würde man Chiang Kai- shek unverzüglich stürzen. Er wurde bereits 1936 von seinen eigenen Kuomintang-Kollegen einmal verhaftet, weil er gegen die Japaner nicht kämpfen wollte. Sie zwangen ihn, einen Vertrag über einen gemeinsamen Krieg mit den Kommunisten gegen Japan zu unterzeichnen. Dieses historische Ereignis trägt den Namen "Der Zwischenfall von Xi'an". Das beweist, dass Chiang Kai- shek zu dieser Zeit bereits keine 100-prozentige Machtkontrolle hatte und dem Risiko ausgesetzt war, für den Staatsverrat gestürzt zu werden. Chiang Kai- shek hatte Angat zu kämpfen und plante nach dem Verbringen der Goldreserven in die USA, sich dort von der Politik auszuruhen.

Dass Chiang Kai- shek das gesamte China ausraubte, erfuhr Stalin von einem gewissen Walther Stennes.

Zum historischen Hintergrund:

Walther Stennes- ehemaliger Kampfgenosse Hitlers, Nationalheld Deutschlands, Leiter der Sturmabteilung Ost (Schattenarmee im Versailler-Deutschland), persönlicher Freund  Görings und Göbels. Zweimal führte er einen Aufstand gegen die NSDAP an, zerstritt sich mit Hitler (dieser ersetzte ihn schließlich durch Röhm). Als die Nazis an die Macht kamen, konnte er nur knapp der Gestapo entkommen und musste in den Fernen Osten fliehen. Er wurde zum Berater von  Chiang Kai- shek, später konnte er sich wie durch ein Wunder der Verhaftung und Hinrichtung durch die Japaner entziehen.


 

Bewusst und aus persönlichen Gründen ging er eine Verbindung zur sowjetischen Außenaufklärung ein. Im Unterschied zu den Anführern des Dritten Reiches starb Stennes eines natürlichen Todes. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges bekam er die Möglichkeit nach Deutschland zurückzukehren Er war es, der die Sowjets darüber informierte, dass Japan nicht beabsichtige, im Herbst 1941 mit der UdSSR in den Krieg zu treten. Dank diesen Informationen konnte Stalin die Truppen aus dem Fernen Osten abziehen und den Angriff der Nazi-Truppen bei Moskau zerschlagen.

Dieser Agent wurde erst kürzlich von einem der sowjetischen KGB-Chefs, General Sudoplatow, in seinen Memoiren geoutet.

Stennes war Auge und Ohr Stalins hinter dem Rücken von Chiang Kai- shek seit 1925 und arbeitete als Doppelagent. Chiang Kai- shek vermutete, dass Stennes im Interesse Deutschlands handelt und war ihm absolut aufrichtig gegenüber. Zu dieser Zeit diente bekanntlich der uneheliche Sohn von Chiang Kai- shek bei der Wehrmacht. Da Stennes Beziehungen zu Nazi-Größen hatte, war sein Einfluss auf die japanische Politik in Bezug auf die UdSSR und China nicht unwesentlich. Offensichtlich weihte Chiang Kai- shek unter bestimmten Bedingungen Stennes in das Geheimnis der Goldreserven ein. Stennes zögerte nicht, diese Information nach Moskau weiter zu geben.

Danach folgten die interessantesten Ereignisse, die letzten Endes viele Fragen beantworten, die ich mir beim Anblick der überwältigenden Zertifikate und des Bonds stellte.

Als diese Informationen Stalin erreichten, ordnete er an, den Sohn von  Chiang Kai- shek, Chiang Ching-kuo (in der UdSSR unter dem russischen Namen Elisarow, Nikolaj Wladimirowitsch bekannt) unverzüglich zu verhaften. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war er seit zwei Jahren mit einer russischen Frau, Faina Wachrewa (s. Foto, rechts), verheiratet und hatte zwei Kinder:
den Sohn Hsiao-wen (oder Erik Elisarow), geboren in Swerdlowsk, UdSSR 1935, zurzeit wohnhaft in den USA
und die Tochter Hsiao-chang, geboren in Swerdlowsk, UdSSR 1936, zurzeit wohnhaft in den USA.

Nach der Verhaftung von Nikolaj Elisarow und seiner Familie unterbreitete Stalin Chiang Kai- shek einen Vorschlag, den dieser einfach nicht ablehnen konnte. Er schlug ihm vor, entweder den 25-Milliarden-Trust zurückzugeben oder vier Leichen zu bekommen, nämlich die Leichen von Chiang Kai- sheks Sohn, seiner Frau und den beiden Kindern. Die Trust- Rückgabe verstand Stalin als eine Art Entschädigung für den Schutz der Mandschurei, für militärische und politische Hilfe an Chiang Kai- shek und für gewährte Millionenkredite. Wäre Stalin nicht gewesen, wäre Chiang Kai- shek weder an die Macht gekommen, noch hätte er die Macht halten können, und würde dementsprechend das Gold den USA nicht überlassen können.

Chiang Kai- shek feilschte nicht und übergab den kompletten Trust. Historisch ist belegt, dass im März 1937 Nikolaj Elisarow nach seiner Haftentlassung mit der Familie nach Peking ausreiste. Offiziell hieß es in der UdSSR, Nikolaj Elisarow wurde für seine Trozki-Ansichten verhaftet (was absolut absurd war) und wurde im Zuge der Verhandlungen mit Chiang Kai- shek gegen den Residenten der sowjetischen Aufklärung in China, einen gewissen Jakow Bronin, umgetauscht. Doch diese falsche Information, die damals in den zuständigen UdSSR-Kreisen verbreitet gewesen ist, ist nicht weniger absurd. Stalin tauschte niemals Menschen. Er war nicht mal bereit, seinen eigenen in die deutsche Gefangenschaft geratenen Sohn, Jakow Stalin, gegen Marschall Paulus umzutauschen.

Wofür brauchte Stalin einen aufgeflogenen Aufklärungsspion? Solche Agenten wurden 1937 als Verräter sofort erschossen. Wie kann man einen aufgeflogenen Agenten nach seinem Status dem einzigen ehelichen Sohn der ersten Person Chinas beim Führen von politischen Verhandlungen gleichstellen? Nach seinen eigenen Worten waren die Menschen für Stalin "Lagerstaub". In Russland wird bis heute das Lieblingssprichwort Stalins zitiert: "Gibt es einen Menschen- gibt es Probleme. Gibt es keinen Menschen- gibt es keine Probleme".

Nicht desto trotz kehrte Nikolaj Elisarow, der 12 Jahre lang in der UdSSR gelebt hatte und ein Aktivist der kommunistischen Jugendbewegung in der UdSSR gewesen war, nach China zurück. Er verließ die UdSSR, nachdem der NKWD ihn verhaftet und einen Prozess gegen ihn angestrebt hatte. Das ist eine historische Tatsache, die nicht belegt werden muss.

Für Chiang Kai- shek war sein eigenes Fleisch und Blut mehr als einfach nur ein Sohn. Höchstwahrscheinlich war er ein Doppelagent in der UdSSR und mit seiner Hilfe rechnete Chiang Kai- shek, nachdem er die Opposition in China besiegt hatte und in China der amerikanische Einfluss dominierte. (Nach dem Tod von Chiang Kai- shek wurde er im Jahre 1975 zum Präsidenten von Taiwan). Schwer zu sagen, wer Nikolaj Elisarow nach seinen Überzeugungen gewesen ist- Kommunist oder Kapitalist, nach seiner Rückkehr nach China jedoch hasste er alles, was mit der UdSSR und den kommunistischen Ideen zu tun hatte.

Im Oktober 1987, nur einige Monate vor seinem Tod, wurde der Präsident von Taiwan Chiang Ching-kuo gefragt, was denn das Wichtigste sei, was er in seinen 77 Jahren gelernt habe? Der an Diabetes leidende, mit schwacher Sehkraft, an den Rollstuhl gefesselte Präsident erstaunte mit seiner unerwarteten Reaktion, die kaum seinem schwachen Gesundheitszustand entsprach. "Den Kommunismus auszumerzen", grollte der Präsident der Republik Taiwan. "Der Kommunismus ist die größte Gefahr für die heutige Welt. Die Wurzeln des Chaos in der Welt liegen im Kommunismus." /Große Epoche. The Epoch Times/

Was konnte den überzeugten und fanatischen Anhänger der kommunistischen Ideen, für die er sich öffentlich in der sowjetischen Presse der 30er Jahre von seinem Vater lossagte, so umstimmen?

Nikolaj Elisarow war sein ganzes Leben mit einer russischen Frau verheiratet, sprach perfekt Russisch, nahm in der UdSSR eine aktive soziale Position ein und konnte sich wohl kaum ohne weiteres von den kommunistischen Ideen distanzieren. Sein Hass auf den Kommunismus und sein Wunsch, sein Leben dem Kampf gegen den Kommunismus zu widmen, kamen durch seine Verhaftung und die drohende Hinrichtung seitens des sowjetischen Regimes. Genauer gesagt seitens Stalin.

Er war eine Geisel des politischen Handels. Das ist auch eine historische Tatsache. Die Frage ist, um was genau haben Stalin und Chiang Kai- shek gefeilscht? 1937 wurden in der UdSSR hunderttausende Menschen erschossen, unter ihnen sowohl sowjetische Bürger als auch Ausländer, und in der Regel war es unmöglich nach einer Anklage wegen Hochverrat oder fremder Ideologie mit dem Leben davon zu kommen. Doch Elisarow wurde freigelassen und hat laut sowjetischen Massenmedien durch ein Wunder überlebt. Das bedeutet, dass Stalin das bekam, was er wollte- die Goldreserven Chinas im Dollaräquivalent. Nachdem er den 25-Milliarden-Trust in die Hände bekommen hatte, ergab es für ihn keinen Sinn, Nikolaj Elisarow umzubringen, weil Stalin darauf hoffte, dieses Gold von den Vereinigten Staaten, die jetzt hinter Chiang Kai- shek wie ein Schild standen, zu bekommen. Stalin hoffte insgeheim auf die "FED Garantie" und die "amerikanische Gesetzlichkeit". Anderenfalls hätte er, der bekanntlich sehr rachsüchtig gewesen ist, Elisarow als Rache für den Verrat von Chiang Kai- shek erschießen lassen.

Doch in Bezug auf die Trustrückzahlung wartete eine Enttäuschung auf ihn. Die Dollar zu diesem Trust zu bekommen, stellte sowohl ein politisches als auch ein juristisches Problem dar. Selbstverständlich informierte Chiang Kai- shek Roosevelt darüber, was Stalin seinem Sohn und seiner Familie angetan hatte. Das war eine einfache Erpressung mit Geiselnahme. Deswegen war die FED-Position bezüglich der Trust-Rückzahlung vorgegeben. Sobald ein beliebiger Überbringer der Bonds den Wunsch äußern würde, das "garantierte Geld" abzurufen, würde man ihn fragen, woher er dieses Dokument habe? Unabhängig davon in wessen Namen der "Überbringer" gehandelt hätte. In diesem Fall führten alle Wege zu Stalin und zur Geiselgeschichte.

Das war ein einmaliges politisches Geschäft, an dem drei Staatsoberhäupter beteiligt waren und jeder von ihnen sich dabei strafbar gemacht hatte. Chiang Kai- shek stahl die Goldreserven Chinas als Privatperson. Der US-Präsident kaufte das Gestohlene auf und stellte ein Paar Kilogramm Papiere aus, die keine staatlichen Garantien bedeuteten. Und Stalin drohte wie ein Krimineller die Geisel und ihre Familie zu erschießen, sollten diese Papiere an ihn nicht ausgehändigt werden. Wer von den drei aufgezählten trägt die größte Schuld? Offensichtlich lag die größte Schuld bei Chiang Kai- shek, weil Roosevelt und Stalin in staatlichen Interessen handelten und Chiang Kai- shek im eigenen. Er raubte nicht nur die Chinesen aus, sondern nahm ihnen ihren nationalen Stolz und ihre Geschichte.

Das Wesen dieses Handels bestand ausschließlich in der persönlichen Beziehung zwischen Chiang Kai- shek und Roosevelt und obwohl dieser Trust als ein Inhabertrust ausgestellt wurde, bedeutete das nicht, dass der Überbringer Geld erhalten würde. Die Ausstellung dieses Trusts war kein Bankgeschäft. Das war ein politischer Akt. Die Rettung eines Staates auf Kosten eines anderen und die USA garantierten zum Dank Chiang Kai- shek "ewige Freundschaft" und absolute Geheimniswahrung.

Deswegen konnte jeder, der in den Besitz dieser Papiere gelang, das Geld nur mit Einwilligung der "Trust-Eigentümer" erhalten, d.h. mit einer Einwilligung von Chiang Kai- sheks Verwandten oder Bevollmächtigten. Der Vermerk auf dem Bankbond, dass dieser ein "Inhaberwertpapier" ist, war nur eine Formalität und spielte praktisch keine Rolle. Beim heimlichen Geschäft ergab sich ein Unsinn: Formal gesehen, aus juristischer Sicht wurde die Wertigkeit dieser Papiere durch die US-Notenbank garantiert. Juristisch gesehen handelte es sich dabei um 100% echte Bonds und Zertifikate. Doch faktisch planten die USA von vornherein ausschließlich mit Chiang Kai- shek oder seinen Bevollmächtigten die Abrechnung zu diesen Wertpapieren vorzunehmen. (Ich schließe nicht aus, dass auch Chiang Kai- shek dabei hätte leer ausgehen können, wenn Stalin ihm diesen Trust nicht abgenommen hätte. Hätte man ihm das Gold nicht zurückgegeben, hätte sich Chiang Kai- shek bei niemandem beschweren können. Er wusste das. Deswegen können alle seine Handlungen eindeutig als Hochverrat qualifiziert werden. Der Kuomintang- Vorsitzende stahl wertvolle und einzigartige Schätze seines Landes aus persönlicher Berechnung).

Was hätte Stalin tun sollen, als man die Forderung seiner Bevollmächtigten ablehnte und ihnen keine Dollar auszahlte? Dagegen gerichtlich klagen und sich beschweren, dass die US-Notenbank für ihre Garantien nicht haftet? Das ist absurd. Steht dahinter kein politischer Wille des Staates, so wird der Überbringer selbstverständlich nicht das bekommen, wofür der Staat garantiert hatte.

Außerdem hätte der Überbringer von Bonds und Kupons nur die Zinsen für 30 Jahre und nicht das gesamte Gold bekommen können! Das bedeutet, dass von 1934 bis 1964 die USA die milliardenschweren Goldreserven Chinas für sich arbeiten ließen, ohne an das chinesische Festland einen Cent bezahlt zu haben. Daraus folgt, dass die USA dank diesem Gold ihre Krise überwinden und eigene und Hitlers Militärindustrie finanzieren konnten. Sie machten lukrative Geschäfte mit der Kreditversorgung dritter Länder, stemmten den Marschall-Plan zum Wiederaufbau Deutschlands und strichen auch andere Supergewinne ein., ohne an den wahren Eigentümer der Goldreserven auch einen EINZIGEN CENT ZU ZAHLEN! Dieses Gold ist auch heute im Besitz der USA und garantiert ihren Wohlstand.

Wie hätte Stalin den erhaltenen Schatz einsetzen können, wenn dieser "Schatz" nur ein Papier gewesen ist? Wie lassen sich mit einem Papier politische Dividenden verdienen? Die Echtheit dieses Trusts ist durch die US-Notenbank garantiert. Doch was nutzen diese Garantien, wenn es in der Praxis unmöglich ist, das garantierte Geld zu erhalten?

Nicht desto trotz fand Stalin die optimalste Anwendung für die Goldreserven Chinas im Dollaräquivalent.

Zum historischen Hintergrund:

Der sowjetische Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow unterzeichnet im Namen der UdSSR einen Nichtangriffspakt mit Nazi-Deutschland. Hinter seinem Rücken stehen Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und Iosif Stalin. Moskau, in der Nacht zum 24. August 1939.

"Ich fühlte mich im Kreml wie im Kreise alter Parteifreunde", erzählte Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop seinem italienischen Kollegen über einen seiner Besuche in Moskau.

Am 23. August 1939, genau genommen am 24. August, gegen 02.00 Uhr morgens, unter

zeichneten der sowjetische Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow und Ribbentrop den Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der UdSSR.

Um diesen Pakt zu schließen, benötigten Stalin, Molotow, Ribbentrop und der deutsche Botschafter in Moskau von Schulenburg für die Verhandlungen nur 7 Stunden.

"Ich weiß, wie die deutsche Nation ihren Führer liebt und deswegen möchte ich auf seine Gesundheit trinken", erhob Iosif Stalin sein Glas während eines kleinen Banketts nach der Unterzeichnung des Abkommens.

Für die Deutschen kamen seine Worte überraschend. Im Gegenzug sprach Ribbentrop einen Trinkspruch auf Stalin und die sowjetische Regierung.

Der Nichtangriffspakt wurde durch ein geheimes Zusatzprotokoll ergänzt, das in die Geschichte als Molotow-Ribbentrop-Pakt einging. In diesem Protokoll wurde Osteuropa nach Interessensphären zwischen der UdSSR und Deutschland aufgeteilt. Dieser Pakt wurde bereits nach einer Woche umgesetzt: Deutschland überfiel Polen- es begann der Zweite Weltkrieg. Und am 17. September überschritt auch die Rote Armee die östliche Grenze Polens.

Nach der Zerschlagung Polens wurde am 28. September der Nichtangriffspakt durch ein weiteres Abkommen über Freundschaft und Grenzen ergänzt. Die Sowjetunion und das Dritte Reich vereinbarten endgültig die Liquidierung des "ehemaligen polnischen Staates". Die UdSSR initiierte außerdem die Interessensphären auszutauschen. Im geheimen Sonderprotokoll tauschte Stalin "seinen" Teil Polens die Wojewodschaft Lublin und ein Teil der Wojewodschaft Warschau- gegen Litauen, das zum deutschen Einflussbereich gehörte.

Im Dezember 1939 gratulierten Hitler und Ribbentrop Stalin zum 60. Geburtstag. Er erwiderte darauf, dass "die durch Blut gefestigte deutsch-sowjetische Freundschaft alle Voraussetzungen dafür hat, langfristig und fest zu sein". Der Luftwaffen-Befehlshaber Hermann Göring schenkte dem Volkskommissar für Verteidigung Klim Woroschilow ein Flugzeug. Auf diese Art und Weise bedankte er sich dafür, dass die deutsche Luftwaffe während der polnischen Kampagne die Radiostation in Minsk als Peilfunksender nutzen durfte.

Später, nach Kriegsende behauptete Ribbentrop im Nürnberger Prozess, dass die sowjetische Seite das geheime Zusatzprotokoll zum Nichtangriffspakt initiierte.

Stalin habe Ribbentrop zu Verstehen gegeben, sollte dieser nicht bereit sein, die Nachbarländer in die Interessensphären aufzuteilen, könnte er gleich nach Hause zurückfliegen.

Die Sowjetunion anerkannte und verurteilte die Existenz des sogenannten Molotow-Ribbentrop-Pakts erst im Dezember 1989. Im Jahre 1992 wurde das Original veröffentlicht.

Bald bestätigte der ehemalige Assistent des Volkskommissars für auswärtige Angelegenheiten, der in den Verhandlungen dolmetschte, dass Ribbentrop nur einen Entwurf des Nichtangriffsvertrages mitgebracht hatte und es Stalin gewesen ist, der auf dem geheimen Zusatzprotokoll über die Aufteilung von Nachbarsländern bestand.

Joachim von Ribbentrop wurde vom Nürnberger Tribunal zum Tode verurteilt. Er wurde im Oktober 1946 gehängt. Wjatscheslaw Molotow ist 96 Jahre alt geworden. Bis zu seinem Tod im Jahre 1986 leugnete er, das geheime Zusatzprotokoll mit Ribbentrop unterzeichnet zu haben. ()

***

Das war ein geheimer Pakt. Genau so war die Übergabe des "Schwarzgeldes" ein Geheimnis.

Bis heute tauchen nirgendwo Informationen darüber auf, dass bei der Unterzeichnung dieses Paktes Hitler von Stalin ca. 25 Milliarden Dollar erhalten hatte. Stalin übergab Hitler den Trust als "ein Zeichen für Freundschaft und eine Garantie für den Nichtangriff gegen die UdSSR" und gleichzeitig für die Aufteilung des benachbarten Polens. Stalin kaufte buchstäblich mit diesem Trust Hitler das Baltikum ab und zog ihn in sein Spiel hinein.

Wie lässt sich anderenfalls die Tatsache vernünftig erklären, dass Ribbentrop zur Unterzeichnung des Nichtangriffspaktes kam und nach nur sieben Stunden (!) mit einem unterzeichneten Protokoll über die Aufteilung Europas, das vorher keineswegs geplant gewesen ist, nach Deutschland zurückkehrte? Das bedeutet, dass diese Entscheidung durch irgendwelche geheime Anregungen seitens Stalins gefördert worden war. Aber durch welche?

Wofür brauchte Stalin diesen Trust? Um an das Geld heranzukommen. Nicht an das Gold, sondern an die Dollarzinsen. Die Goldreserven zum Trust konnten erst nach Ablauf der dreißig jährigen Frist abgerufen werden. Deswegen wollte Stalin Dollar haben. Doch die US-Notenbank gab den Bevollmächtigten Stalins keine Antwort. Die USA rückten kein Geld heraus, weil sie wussten, dass der Trust durch eine Geiselnahme enteignet wurde. Doch auch wenn Chiang Kai- shek den Trust von sich aus an die UdSSR übergeben hätte, ist es durchaus strittig, ob die sowjetische Führung daraus etwas hätte bekommen können.

Stalin konnte keine Möglichkeit finden, Geld aus diesem Trust zu erhalten. Doch politisch gesehen bekam er für diesen "toten" Trust gleich ganze drei baltische Republiken und die Nichtangriffsgarantie. Das gab ihm die Möglichkeit, sich auf den "Befreiungskrieg in Europa" vorzubereiten! Stalin hoffte, die Wachsamkeit Hitlers einzuschläfern, die Rüstung in der UdSSR zu mobilisieren und die Erdölarterien Rumäniens, die die Nazi-Kriegsindustrie "beförderten", einzunehmen. Das war die perfekte Realisierung von 249 unbrauchbaren "Nicht-Wertpapieren", die von 1937 bis 1939 in seinem Safe ruhten.

Stalins Pläne Europa zu überfallen, sind genau so offensichtlich wie sein Eindringen in Polen 1940 und die Erschießung von 21 857 polnischen Kriegsgefangenen in Katyn. Diese Erschießung schoben die sowjetischen Mächte der Wehrmacht hinterlistig in die Schuhe und leugneten sie bis 1990.

"Das Geschenk" Stalins an Hitler war nichts anderes als ein Trojaner und war angesichts des von Göring geschenkten Flugzeuges "angemessen". Indem Stalin Hitler Chiang Kai- sheks Trust "schenkte", konnte er ihm seine Bedingungen in Form vom Zusatzprotokoll über die Aufteilung osteuropäischer Länder aufzwingen. Dieses Angebot konnte Hitler nicht ausschlagen, aber er konnte auch nicht innerhalb von 7 Stunden adäquat darüber nachdenken! Die riesengroßen Trustbeträge verdrehten dem Führer den Kopf und schläferten seine Wachsamkeit ein. Hitler entschied, dass eine Unterschrift in einem Protokoll keine 25 Milliarden Dollar kostet. Über diesen Vorschlag Stalins brauchte man gar nicht nachzudenken!

Als er Hitler die wertvollen und echten Wertpapiere der US-Notenbank überließ, war Stalin überzeugt, dass auch Hitler damit nicht seine Militärkredite bei den USA tilgen konnte. Und das bedeutet, dass Deutschland dieses Geld zum Nachteil der UdSSR nicht einsetzen können wird.

Die Genialität von Stalins Berechnung bestand darin, dass Hitler nach einem so teuren Geschenk der Versuchung nicht widerstehen könne, mit diesem Trust Kreditverrechnungen mit den USA vorzunehmen.

Da die USA bereits Geld in Deutschland investierten, mussten sie entweder die Trustbonds annehmen oder den Grund dafür erklären, warum sie diese nicht tilgen wollten. Die USA hatten keine Gründe und keine Motive, um eigene Wertpapiere abzulehnen. Als die US-Notenbank diesen Trust herausgegeben hatte, konnten die USA sich keine außerordentliche Situation mit Geiselnahme und Trustübergabe an ein drittes Land vorstellen. Das bedeutet, dass es früher oder später zwischen Hitler und den USA aus diesem Grund zu einem finanziellen Konflikt kommen müsste. Damit legte Stalin eine Zeitbombe in die deutsch-amerikanischen Kreditbeziehungen und sein Plan ging auf.

Doch damals wusste Hitler nichts darüber und fasste das unerwartete Geschenk Stalins als "ein Geschenk der Asgard-Götter" und als "nächste Dummheit" seitens der kommunistischen Führung auf. Weil Hitler sich heimlich vorbereitete, die UdSSR zu überfallen, glaubte er, dass die Unterzeichnung des Protokolls über die Übergabe der baltischen Länder eine Vereinbarung ist, die ihn zu nichts verpflichtet. Er rechnete mit dem Sieg gegen die UdSSR und in diesem Fall würden die baltischen Länder auf jeden Fall ein Teil Deutschlands werden. Deswegen folgte eine ernsthafte Entscheidung wie die Unterzeichnung des Protokolls über die Aufteilung der Nachbarländer unverzüglich. Hitler sah darin einen erkennbaren Vorteil und einen wirtschaftlichen Anreiz für den Krieg.

***

Weiter entwickelten sich die Ereignisse ohne Verzögerungen und Hindernisse. Der amerikanische Einfluss und die Berichte der Aufklärung darüber, dass Stalin einen "Befreiungskrieg" plant, veranlassten Hitler dazu, am 22. Juni 1941 den Präventivschlag gegen die UdSSR zu verüben. Stalin verbrachte die nächsten drei Monate in Panik auf seiner Datscha in Kunzewo und war nicht in der Lage, adäquate Entscheidungen zu treffen. Er konnte sich nicht vorstellen, dass sein "Freund Adolf" nach einem "Geschenk" im Wert von 25 Milliarden die UdSSR trotzdem überfallen wird. Wahrlich war Adolf nichts heilig.

Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges waren die USA keine Feinde Deutschlands, weil die USA kolossale Investitionen in die Nazi-Kriegsindustrie tätigten und auf wirtschaftlichen Nutzen dieser Investitionen warteten. Das war nur Business, keine persönlichen Empfindungen. Zum Nutzeffekt kam es 1941. Wie Stalin ahnte, schlug Hitler Roosevelt vor, die amerikanischen Kredite mit dem Goldtrust von Chiang Kai- shek zu tilgen.

Das bedeutet, dass die in die Wirtschaft Nazi-Deutschlands regelrecht gepumpten Milliarden umsonst waren. Die USA hatten davon keinen Vorteil und all ihre wirtschaftlichen Bemühungen von 1933 bis 1941 würden in Nazi-Deutschland zunichte gemacht. Andererseits hätten die USA den Trust als Zahlungsmittel akzeptiert, hätten sie juristisch zugegeben, dass sie im Besitz des chinesischen Goldes sind, das sie weder in 30 noch in 100 Jahren zurückzugeben geplant hatten. Niemals. Das war ein Geschäft "echter amerikanischer Cowboys". Alles was in die USA kam, wurde automatisch zu amerikanischem Eigentum.

***

Die Geschichte bezeugt, dass die mündliche vorläufige Anfrage der Japaner zur Teilnahme am Krieg gegen die USA von Reichsaußenminister Ribbentrop mit Zurückhaltung aufgenommen wurde. Das heißt, dass Deutschland keine strategischen Pläne hatte, gegen die USA einen Krieg zu beginnen, weder selbstständig noch mit Hilfe Japans. Das war nur in einem Fall vorteilhaft: Wenn Deutschland mit der Kriegserklärung gegen die USA seine Verbindlichkeiten auflöst. Wären die USA mit der Tilgung der Militärkredite Deutschlands mittels des Goldtrusts einverstanden gewesen, wozu hätte Hitler den Krieg beginnen und noch einen mächtigen Gegner bekommen sollen? In diesem Fall hätte er sich die 25 Milliarden Dollar, die er von seinem "Freund Stalin" erhielt, sparen können. Von so einem Geschenk des Schicksals konnte man nur träumen und den Krieg gegen die UdSSR kostenlos führen! Das heißt auf Kosten der USA, genau genommen auf Kosten von China.

Hitler reichte es durchaus, Krieg gegen Russland und praktisch alle europäischen Länder zu führen. Als 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Molotow und Ribbentrop unterzeichnet wurde, nahm Japan diese Nachricht sehr feindselig auf, weil es die UdSSR als seinen potentiellen Feind sah. Als Deutschland dann mit der Aufrüstung und den Kriegsvorbereitungen gegen die Sowjetunion begann, schloss Außenminister Japans Mazuoka in Moskau am 13. April 1942 den Neutralitätsvertrag.

Was bedeutete für Hitler, der heimlich plante in 2 Monaten die UdSSR zu überfallen, die Unterzeichnung einen solchen Vertrages? Er musste mindestens annehmen, dass Japan kein Freund Deutschlands ist. Was letztendlich bedeutet, dass es sich fast um einen Feind handelt. Mit Japan als einen politischen Verbündeten war nicht zu rechnen. Im Endeffekt beeinflusste dieser Vertrag die Niederlage Deutschlands im Krieg. Hätte es diesen Vertrag nicht gegeben, hätte Stalin seine Divisionen aus dem Fernen Osten der Sowjetunion zur Moskaus Verteidigung nicht abgezogen und Hitler die Hauptstadt der UdSSR eingenommen.

So lassen sich die deutsch-japanischen Beziehungen mit dem Stand vom 13. April 1941 weder als freundschaftlich noch als strategisch bezeichnen.

Jedoch innerhalb von 8 Monaten änderten sich die Umstände dermaßen kardinal, dass Deutschland den Vorschlag Japans unterstützte, gegen die USA den Krieg zu beginnen! Was war der Grund für solch eine ernsthafte Entscheidung? Warum ist Japan erst ein Feind für Deutschland gewesen und wurde dann blitzartig zu einem "treuen Freund"? Woher kam das strategische Interesse am Militärbund Deutschlands und Japans?

Der Krieg gegen die USA war mehr für Deutschland als für Japan von Vorteil. Territorial gesehen strebte Japan die Herrschaft im Pazifik, im Nordkorea und im Fernen Osten, der zur Sowjetunion gehörte, an. Vergleicht man das wirtschaftliche und militärische Potential Japans und der USA, wird ersichtlich, dass es für Deutschland vorteilhafter wäre, mit Roosevelt "befreundet" zu sein. Das ist offensichtlich.

Doch Hitler hatte Schulden, die er früher oder später an die amerikanischen Investoren hätte zurückzahlen müssen. Er hatte aber keine Mittel dafür, und so hing die Entscheidung den Krieg gegen die USA im Bund mit Japan zu führen voll und ganz davon ab, ob die USA bereit wären, den Trust als Zahlungsmittel zu akzeptieren oder nicht. Die USA zeigten in dieser Frage Hitler genau so wie Stalin den Stinkefinger. Da die USA ohne einen vernünftigen Grund dafür zu nennen, ihre eigenen Kreditinstrumente abgelehnt hatten, war es für Hitler eine tolle Möglichkeit, auf diese Art und Weise seine Verbindlichkeiten zu tilgen, und sich mit Japan gegen die USA zu verbünden.

Außerdem gingen Hitler und seine Umgebung davon aus, dass im Pazifik das gesamte amerikanische Militärpotential eingesetzt wird und die USA im Falle eines erweiterten Krieges in der asiatischen Region an Großbritannien keine Hilfe leisten würde. Dadurch würde Hitler seine Militärposition im Krieg gegen die UdSSR, Großbritannien und Frankreich verbessern können.

Demzufolge teilte Reichsaußenminister Ribbentrop auf die schriftliche Anfrage der Japaner über die deutsche Hilfestellung im Krieg gegen die USA in Hitlers Auftrag mit, dass das deutsche Reich den USA auch den Krieg erklärt. Danach geschah Pearl Harbor und die offizielle Kriegserklärung Deutschlands gegen die USA. Das ereignete sich am 11.12.1941.

***

Als Adolf Hitler den USA den Krieg erklärte, erklärte er faktisch den Krieg allen europäischen Juden und gab sich so freie Hand für ihre physische Vernichtung. Es ist anzumerken, dass der Überfall auf Polen und der Anfang des Zweiten Weltkrieges im September 1939 geschah. Auf dem Gebiet Polens wurden jüdische Ghettos formiert und Konzentrationslager gebaut, aber nicht als Vernichtungslager, sondern als Lager für den sogenannten "vorläufigen Aufenthalt".

Tausende Juden wurden damals aus Frankreich, Holland, Österreich, Belgien und anderen Ländern vertrieben, ohne zu wissen, wohin man sie umsiedeln soll. Der Hauptgrund für die totale Deportation war die "Übermacht" der Juden in allen europäischen Großstädten und ihr Einfluss auf die politische und wirtschaftliche Situation.

Hier sind historische Daten zur jüdischen Bevölkerung Europas in den 30er Jahren anhand statistischer Angaben des Museums für Hamburgische Geschichte in der Ausstellung "Juden in Hamburg". 1939 lebten in Europa 10.046.400 Juden. Alleine in Deutschland waren es 564.400. In Hamburg lebten 1930 ca. 20.800 Juden. Nach der Novemberrevolution von 1918 und der Weimarer Verfassung von 1919 erhielten die Juden die gleichen staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten, wonach viele Juden im Senat und in den höheren staatlichen Verwaltungsorganen Hamburgs vertreten waren. Weil die Juden an der Revolution beteiligt gewesen waren, wuchs in Hamburg die Unzufriedenheit und Hamburg war das Zentrum des deutschen Antisemitismus. Das zwang die Juden sich in Vereinen, Gemeinden und Synagogen zu vereinen. Die ersten Judenverfolgungen in Deutschland begannen mit der Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933 und nach den Nürnberger Gesetzen von 1935 verloren die Juden ihren sozialen Status.

Selbstverständlich wurden die Judendeportationen aus den europäischen Ländern durch die antisemitische Propaganda auf staatlicher Ebene unterstützt. Alle Länder, aus denen sie vertrieben wurden, beanspruchten die Leistungen Nazi-Deutschlands für die "vorläufige Unterbringung" der Juden. Deswegen wäre es historisch ungerecht, alleine Hitler dieses Verbrechens zu beschuldigen. Die Tragödie europäischer Juden ist Schande und Verantwortung der ganzen Welt!

Die totale Vertreibung der Juden aus ihren Heimatländern löste nicht die "jüdische Frage" im Grundsätzlichen. Wo sollte diese Nation leben? Die Nation, die der Welt geniale Wissenschaftler, Künstler und Financiers schenkte, wurde zum "menschlichen Abfall", den keiner brauchte und keiner beschützte. Praktisch alle Länder der Welt weigerten sich, Juden aufzunehmen und so wurde im Dritten Reich sogar die Frage über die Deportation der Juden nach Afrika (Insel Madagaskar) diskutiert.

Um ihr Gesicht zu wahren, ließen einige Länder die jüdischen Flüchtlinge ins Land, jedoch waren die Quoten dafür katastrophal gering. Besonders treffend charakterisierte die Situation der jüdischen Flüchtlinge Ende der 30er Jahre Chaim Weizmann, der erste Präsident von Israel.

"Die Welt teilte sich in zwei Lager: Länder, die keine Juden bei sich haben wollten, und Länder, die Juden nicht einreisen lassen wollten".

Deswegen hingen große Mengen an Flüchtlingen buchstäblich in der Luft und warteten bis ihr Schicksal entschieden wird. Die Juden, die Geld und Verwandte hatten, konnten in dritte Länder emigrieren, und die, die Nichts und Niemanden hatten, waren im Grunde genommen dem Untergang geweiht und fanden keinen Platz für sich auf der Erde.

Die endgültige "Lösung der Judenfrage" erfolgte auf der Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 bei Berlin und als faktischer Beginn der ethnischen Judenvernichtung gilt der Juli 1942. Diese Operation bekam den Namen "Operation Reinhardt" und als Leiter dieser Operation wurde der später in Israel hingerichtete Adolf Otto Eichmann eingesetzt.

Allgemein bekannt ist, dass an der Spitze der FED, vieler Großbanken und Militärkonzernen Amerikaner jüdischer Herkunft standen. Mit ihnen im Grunde genommen vereinbarte Adolf Hitler über Mittelsmänner die Finanzierung für die Kriegsindustrie des Dritten Reiches. Es ist nicht auszuschließen, dass gerade dank der Fürsprache der jüdischen Macher des amerikanischen Bankengeschäfts Hitler bis Dezember 1941 die europäischen Juden nicht vernichtete, sondern nur vertrieb und ihnen die sozialen Rechte nahm.

Bevor Nazi-Deutschland den USA den Krieg erklärt hatte, gab es für Hitler einen hemmenden Faktor. Dieser Faktor waren Kredite und Finanzierung. Er erhielt von den amerikanischen Juden Geld und deswegen tötete er nicht ihre Glaubensbrüder, wie er zum Beispiel die Polen nach dem Einmarsch ins Land tötete. Er hasste die Juden, aber der Antisemitismus war zu dieser Zeit eine gewöhnliche Erscheinung beinahe in der ganzen Welt. Die Juden wurden sozial benachteiligt, sie wurden entlassen, man nahm ihnen ihr Eigentum weg, jedoch wurden sie nicht körperlich als Volk vernichtet. Der Gedanke des praktischen Judengenozids entstand im Dritten Reich, als der Krieg gegen die UdSSR bereits geführt wurde. Also nach 1942, nachdem es zu wirtschaftlichen Problemen in Bezug auf den Unterhalt der Juden und zu ersten militärischen Verlusten an der Ostfront kam. (Wobei dem Historischen Museum Hamburg Informationen vorliegen, dass Judenermordungen bereits im Herbst 1941 stattgefunden haben. Offensichtlich handelte es sich dabei um spontane und keine angewiesene Vorfälle).

Als die Amerikaner es ablehnten, Hitlers Schulden vom Chiang Kai- shek Trust zu tilgen, bekam Hitler aus Entrüstung und Wut einen Anfall. Eigentlich provozierten die amerikanischen Juden mit ihren Finanzspritzen Hitler, den Krieg gegen die UdSSR zu beginnen und alle Verträge mit der Sowjetunion zu lösen. Hitler war ein Antisemit und verkehrte mit den amerikanischen jüdischen Financiers nur deswegen, weil zum damaligen Zeitpunkt seine und ihre Interessen in Bezug auf den Krieg in Europa übereinstimmten! Hitler hatte keine anderen Finanzquellen. Als die Wehrmacht die sowjetische Grenze überschritt, stand sie im Zweikampf gegen die militarisierte Sowjetunion und den kommunistischen "Super-Diktator", der keinen Verrat zu verzeihen pflegte. Hitler, der sich auf diesen Krieg einließ, konnte entweder siegen oder sterben. Er war umgeben von Feinden!

Nach der ersten großen militärischen Niederlage brauchte Hitler neue Technik und dementsprechend großes Geld. Doch die amerikanischen Financiers (jüdischer Herkunft), für die Hitlers Krieg gegen Stalin vorteilhaft gewesen war, weigerten sich, ihre eigenen Bonds in dieser für den Führer schwierigen Zeit bei Moskau einzulösen. An der Front starben hunderttausende deutsche Soldaten und Offiziere. Hitler glaubte, die Deutschen sterben wegen den Juden und das verstärkte seinen Hass, der sich später zum Judengenozid steigerte. Doch es wäre falsch anzunehmen, Hitler verübte den Genozid nur deswegen, weil er ein Antisemit und ein Ungeheuer gewesen war.

Womöglich stellten die Nazis den USA ein Ultimatum: Entweder lösen die USA ihre Wertpapiere ein oder die Juden, die ähnlich wie Chiang Kai- sheks Sohn zu Geiseln geworden waren, werden vernichtet.

Sieben Monate vor Kriegsbeginn in Europa erklärte Hitler, sollte das "Finanzjudentum" den Weltkrieg anzetteln, werden alle Juden Europas vernichtet. Die Warnung galt vor allem den Vereinigten Staaten von Amerika, weil nach Auffassung Hitlers erst die Teilnahme der Amerikaner diesen Krieg zum Weltkrieg machte. Die kurzfristigen regionalen Kriege (Blitzkriege) zur Aufstellung einer "neuen Ordnung" in Europa plante Hitler bereits seit langem und sah diese nicht als einen Weltkrieg an. Seit dem 30. Januar 1939 wurden alle europäischen Juden (fast zwei Drittel aller Juden in der Welt) zu Geiseln, zu einem Instrument der Nazipolitik, die sich so formulieren lässt: Dem europäischen Krieg- ja, dem Weltkrieg- nein!

Die Frage der Geldbewilligung seitens der USA für den Unterhalt europäischer Juden wurde bereits im November 1938 verhandelt. Präsident Roosevelt wurde von George Rublee und Adolf Hitler vom Präsidenten der Reichsbank Hjalmar Schacht vertreten. Für die Rettung der Juden verlangte die deutsche Seite 1 Milliarde 200 Millionen US-Dollar. Die Verhandlungen mit Rublee setzte Helmut Wohltat fort. Doch sowohl die USA als auch Großbritannien wollten weder Geld zahlen, noch Flüchtlinge aufnehmen und erklärten das damit, sie seien für die Aufnahme von Flüchtlingen nicht vorbereitet.

In dieser Situation ähnelte das Dritte Reich einer Kinderfrau, der nachlässige Mütter ihre weinenden Säuglinge zuschieben, ohne dafür zu zahlen. Die Nazis wollten sich mit dem Unterhalt der Juden in Ghettos und KZs nicht belasten und kamen zum Schluss, es wäre wesentlich wirtschaftlicher, diese "unbrauchbare Nation" industriell zu vernichten. Die Weltgemeinschaft schwieg zu dieser Zeit .

Wie die Geschichte und die Fakten belegen, zahlte Chiang Kai- shek für die Freiheit seines Sohnes 25 Milliarden Dollar und Amerika bevorzugte das geraubte chinesische Gold. Danach ermordeten die Nazis ca. 6 Millionen Juden. Andere Länder lieferten die Juden den Nazis einfach aus. So wurde das älteste Volk von der ganzen Welt verraten. Folglich begründete das Problem des Antisemitismus und des Wohnlandes der Juden die Gründung des Staates Israel im Jahre 1948.

***

Meine Version, dass die Nazis versucht hatten, den Chiang Kai- shek- Trust als Zahlungsmittel einzusetzen und damit scheiterten, wird vom Hüttenmagnat und Hitlers Financier Fritz Thyssen indirekt bestätigt. Er schrieb in seinen Memoiren "Ich bezahlte Hitler" unter anderem darüber, woher das Geld für die Finanzierung von militärischen Projekten stammte:

() Die Financiers wurden mit Hilfe von Reichsbank-Präsident Dr. Schacht gefunden: " Der arme Dr. Schacht musste sich den Kopf zerbrechen, um Möglichkeiten zu finden, unproduktive Projekte zu finanzieren". Schließlich brachte er Hitler bei, wie Kredite zu "machen" und einzusetzen sind. Schacht brachte die Menschen nicht nur um ihre letzten Ersparnisse und ließ sie hungern, sondern erfand auch die falschen Wechsel (?), die die Nazis bei den Verrechnungen mit der Militärindustrie einsetzten und die die Banken akzeptieren mussten. Die Banken gaben diese Wechsel bei der Reichsbank ab, wenn sie Geld brauchten, um ihre Kunden auszuzahlen. Und das Geld gehörte den Bankanlegern. Nur das Recht der Reichsbank diese Wechsel zu akzeptieren, machte ihre wahre Wertigkeit aus. Von Schacht übernahm Dr. Funk die Stafette. Er ging sogar weiter, indem er die Vorauszahlungen durch falsche Industriewechsel von Schacht ersetzte. Gemäß dieser Maßnahme erhielten die Hersteller nach der Anlieferung ihrer Produkte nur eine offizielle Bestätigung über die Annahme der Waffen. So wuchsen die Verbindlichkeiten gegenüber den Industriellen an. ()

Selbstverständlich wusste damals Thyssen auch nichts vom "falschen" Trust und dieser ganzen Geschichte. Seine Informationen lassen sich nur so deuten, dass sich Reichsbank-Präsident Schacht entschied, mit den "falschen Industriewechseln" zu zahlen. Komisch, oder? Zeigen sie mir den Banker, dabei so einen hochrangigen, der es zulassen würde, dass falsche Industriewechsel in Umlauf kommen? Und überhaupt, was bedeutet der Begriff "Industriewechsel"? Das ist ein Finanzdokument mit einem hohen Nennwert. Gerade der Goldtrust hatte damals diesen Nennwert und alle Bonds waren natürlich echt. Nichts desto trotz konnte die Reichsbank nicht glauben, dass die USA sich weigern würden, diese Wertpapiere anzunehmen.

Deswegen versuchte Dr. Schacht, diese Wertpapiere zur Lösung finanzieller Probleme einzusetzen. In seinen Memoiren stellte Thyssen fest, dass es irgendwelche "falsche Industriewechsel" gab. Dann stellt sich die Frage: Welche Wechsel waren es dann, wenn nicht der Chiang Kai- sheks Goldtrust, der nicht von der US-Notenbank getilgt werden konnte? Es entstand eine kuriose Situation, als der Staat de facto die von ihm gedruckten Zahlungsmittel als falsch anerkannte! Das bedeutet, dass in diesem Fall die FED-Garantien nicht mehr als eine Seifenblase sind.

Die Juristische Seite dieses Geschäftes

Es fand eine illegale Verbringung der Goldreserven durch eine natürliche Person statt, mit dem Ziel diese Goldbestände einem dritten Land zur Nutzung zu überlassen. Formell gesehen wurde ein Geschäft abgeschlossen. Doch rechtlich gesehen muss dieses Geschäft als nichtig erklärt werden, weil es keiner gültigen Gesetzgebung der Welt entsprach.

Erstens hätte man feststellen müssen, wer der Eigentümer dieser Schätze war. Aus rechtlicher Sicht waren die Schätze das Eigentum der gestürzten Qing- Kaiserdynastie. Es gab keinen Akt über die Verstaatlichung dieser Schätze durch die Republik China, es gab auch keinen Akt über die Übergabe der Schätze an Chiang Kai- shek als Eigentümer, weil sie gestohlen worden waren. Dazu wie und wo er diese Schätze erhalten hatte, äußerte sich Chiang Kai- shek offiziell nicht und legte auch keine Steuererklärung vor. Die USA hatten als Rechtsstaat kein Recht, das gestohlene Gold anzunehmen.

Zweifelsohne war Chiang Kai- shek 1933 der offizielle chinesische Machthaber. Doch das gibt ihm nicht das exklusive Recht, das Gemeingut des Staates, den er als Militärdiktator vertrat, auszurauben.

Zweitens wird gemäß internationalem Recht über solche Geschäfte in der Regierung und im Parlament (oder in anderen höchsten Staatsorganen) beraten. Es wird ein Protokoll geführt, ein Beschluss verabschiedet, ein Verzeichnis der Goldreserven angefertigt, der Nenn- und Marktwert, die Zinsen usw. angegeben. Jedoch in diesem Fall führte Chiang Kai- shek eine "einfache Bankgoldanlage" durch, die nicht der Staat China, dessen historisches Eigentum dieses Gold war, sondern eine Privatperson hätte erhalten können. Genau genommen konnte niemand mit der Rückzahlung dieses Goldes rechnen, weil das gestohlene Gold keinen juristischen Eigentümer hatte.

Als Chiang Kai- shek die Goldreserven Chinas verbrachte, war er gezwungen, nicht nur das Gold auszuführen, sondern auch alle Archivnachweise seiner Existenz. Das heißt, Dokumente, Verzeichnisse und andere Beweise, dass dieses Gold in China überhaupt existierte. Ich schließe nicht aus, dass alle Personen, die direkt oder indirekt mit diesen Goldreserven zu tun hatten, vernichtet wurden. Das diente einem einzigen Ziel: Die Weltgemeinschaft durfte über das Geheimnis der gestohlenen Schätze nie erfahren.

Man kann mit Gewissheit behaupten, dass die 25 Milliarden Dollar, die durch die US-Notenbank-Zertifikate garantiert sind, keinen objektiven Wert des Goldes darstellen, sondern eher den Großhandelspreis widerspiegeln. Dieser Preis lag eindeutig unter dem Goldpreis, weil man wusste, dass Chiang Kai- shek nicht um jede Tonne Gold oder ein zusätzliches Kilo Diamanten besonders feilschen würde.

Doch heute haben die gestohlenen Goldreserven einen genauen Wert. Dieser Wert lässt sich ganz einfach berechnen. Gehen wir davon aus, dass die 25 Milliarden US-Dollar im Jahre 1934 den 25 Tonnen Gold beim Börsenwert einer Feinunze von 35 Dollar entsprachen. Heute (Stand Dezember 2010) kostet eine Feinunze 1275 Dollar. Das bedeutet, dass das Gold als Metall sich um das 36,43fache verteuerte. Multiplizieren wir die 25 Milliarden um den Faktor 36,43, erhalten wir die Zahl USD 910.714.270.000- fast eine Billion Dollar.

Das ist aber nur der aktuelle Marktwert der Goldreserven. Dafür dass das Gold sich 76 Jahre im Besitz der USA befand, fallen automatisch Zinsen an. Das ist ein selbstverständlicher Aspekt bei einer offiziellen Kreditierung. Sogar bei einer oberflächlichen Kalkulation werden die Zinsen bei über einer Billion Dollar liegen. Das heißt, wenn China die Rückgabe des Goldes anfordert, müssen die USA das gesamte "gepachtete" Gold im Wert von einer Billion Dollar und die Zinsen für die 76 Jahre, die auch bei ca. einer Billion Dollar liegen, zurückzahlen. Insgesamt also 2 Billionen Dollar.

Präsident Roosevelt war sich absolut im Klaren darüber, dass er damit einen Raub und ein internationales Verbrechen begünstigt. Deswegen unternahm er von sich aus alles, um diesen Diebstahl zu "legitimieren". Vielleicht wurde die Verbringung der Goldreserven als eine vorübergehende Maßnahme zur "Rettung" des Goldes deklariert. Es ist vorstellbar, dass unter Berücksichtigung damaliger Umstände und der Chiang Kai- shek- Diktatur ein Rechtsakt, der den Raub "rechtfertigen" sollte, verabschiedet wurde. Das würde heißen, dass Chiang Kai- shek das Gold nicht gestohlen hätte, sondern als alleiniger Machhaber Chinas und angesichts der damaligen Kriegsumstände den USA "zur Aufbewahrung überließ". Was wiederum bedeuten würde, dass die USA aus juristischer Sicht das Gold nicht unterschlagen, sondern dieses zum langfristigen Aufbewahren übernommen hatten und vielleicht das fremde Gold auch nicht umsonst "aufbewahren". (Ich meine dabei den Fall, wenn die Volksrepublik China eines Tages gegen die USA Restitutionsforderungen erheben sollte).

***

Die Insel Taiwan galt ursprünglich und vorbehaltslos als ein Bestandteil des chinesischen Festlandes. Doch von 1895 bis 1945 war Taiwan infolge der japanischen Militäraggression vorläufig besetzt. Nach der Niederlage Japans erklärte der Bevollmächtigte der Anti-Hitler-Koalition bei einem Festakt anlässlich der Kapitulation Japans auf der Insel Taiwan am 25. Oktober 1945 im Namen der chinesischen Regierung feierlich, dass Taiwan ab sofort offiziell zum Staatsterritorium Chinas gehöre. Damals wurde China von der Kuomintang-Partei und ihrem Anführer Chiang Kai- shek vertreten.

Das bedeutet, dass das gesamte Territorium und die taiwanische Verwaltung unter die Gerichtsbarkeit des chinesischen Festlandes kamen, d.h. unter die Gerichtsbarkeit eines einheitlichen Landes, dessen Staatlichkeit weder juristisch noch historisch bestritten wird. Die Rückkehr Taiwans in den Schoß seines historischen Mutterlandes wurde von der internationalen Gemeinschaft anerkannt. Das wurde in der Deklaration von Kairo und in der Potsdamer Deklaration verankert. Folglich wurde diese Frage 1945 endgültig geregelt und paraphiert.

Doch als es 1949 zum Machwechsel in China kam und Mao Zedong Chiang Kai- shek vertrieb, mischten sich die USA unverzüglich in diesen Konflikt ein und am 01. Oktober 1949 wurde die Gründung der Zentralen Volksregierung der Volksrepublik China ausgerufen. Es handelt sich dabei um dieses China, das wir heute als Volksrepublik China kennen. Die Staatlichkeit des "neuen" Chinas wurde von den USA sofort anerkannt, jedoch mit einem aber. China war eine neu gegründete staatliche Struktur. Taiwan aber behielt die alte Bezeichnung bei und hieß "Republik China". Was wiederum bedeutete, dass Taiwan juristisch als ein "altes Subjekt des

internationalen Rechts" und rechtsmäßiger Nachfolger des "wahren" Chinas beibehalten werden sollte.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Mao Zedong Chiang Kai- shek mit Hilfe und direkter Unterstützung Stalins vertrieb. Deswegen nahm die Sowjetunion am zweiten Tag nach der Gründung der Volksrepublik China, die von der Kommunistischen Partei Chinas geführt wurde, mit ihr diplomatische Beziehungen auf.

Jedoch stellte die amerikanische Regierung bei der Tagung im Januar 1950 nach der Gründung der Volksrepublik China eine Bedingung: Die USA werden die Volksrepublik China anerkennen, wenn diese die Souveränität der Insel Taiwan anerkennt.

So trafen die USA entgegen den weltweit anerkannten Deklarationen von Potsdam und Kairo eine "Sonderentscheidung" in Bezug auf Taiwan und demzufolge auch in Bezug auf Chiang Kai- shek. Wozu das alles? Die USA riskierten, ihre Autorität in den Augen der internationalen Gemeinschaft zu verlieren, indem sie sich für Chiang Kai- shek stark machten? Politisch gesehen war er bereits eine Leiche. Als die chinesischen Kommunisten ihn stürzten und er an

seine Rettung dachte, kam ihm als erstes der Gedanke, in die USA zu fliehen, wo er Gönner und großes Geld hatte. Oder gab es in den USA keinen Platz für ihn? Chiang Kai- shek verlor den Kampf und die große Politik interessierte ihn nicht mehr.

Doch warum ging der Anführer der Kuomintang-Partei, der einen so mächtigen Freund wie die USA hatte, auf eine vergessene Insel, die territorial und wirtschaftlich bedeutungslos war und erst vier Jahre zuvor von der fünfzig Jahre andauernden japanischen Besatzung befreit wurde! Das war ein kleines Stück Land, wohin der ehemalige politische Anführer Chinas floh. Die USA hätten ihn auch im Stich lassen und zusehen können, wie Mao Zedong Chiang Kai- shek und die Reste seiner Partei vernichtet. Wozu war er noch gut, nachdem er die Macht verloren und den USA das Gold überlassen hatte? Hätten die USA seinen Tod nicht gewollt, hätten sie ihm als ihren "Freund" politisches Asyl gewähren können. Doch irgendwelche seltsame Umstände haben das verhindert. Warum?

Warum floh Chiang Kai- shek nicht in die USA und lebte dort in amerikanischem zivilisiertem Komfort von seinem großen Geld? Warum musste er auf Taiwan bleiben, das eine tiefe Provinz war, die die letzten 50 Jahre unter dem Einfluss eines feindlichen Japans stand? Welche Perspektive hatte Chiang Kai- shek auf diesem gottvergessenen chinesischen Stück Land? Offensichtlich zwangen ihn seine amerikanischen Gönner dorthin zu gehen. Aber wozu?

Wozu brauchten die USA diese kleine Sandinsel und eine "politische Leiche"? Wozu hätten die USA die Volksrepublik China als Staat anerkennen müssen, wenn dort an der Macht nur Kommunisten und Stalins Freunde standen? Wozu hätte man die diplomatischen Beziehungen zur neugegründeten Volksrepublik China wegen Chiang Kai- shek und Taiwan beeinträchtigen sollen? Warum hätte man das internationale Recht verletzen und den Separatismus fördern sollen? Inwieweit haben sich diese Opfer seitens der USA politisch rechtfertigt?

Wie sich herausstellte, waren allen diese "politischen Opfer" mehr als rentabel. Indem die USA die Staatlichkeit der Volksrepublik China und die Souveränität der Insel Taiwan anerkannten, dachten die USA nicht an Taiwan und noch weniger an Chiang Kai- shek, sondern an sich.

Im Juni 1950, als der Korea-Krieg ausbrach, veröffentlichte US-Präsident Truman eine Erklärung, die besagte, dass die USA "jeden Angriff gegen Taiwan" verhindern werden und die 7. US-Marineflotte den Befehl erhalten habe, in die Taiwan-Straße einzulaufen, und die 13. US-Luftstaffel, sich auf Taiwan umzudislozieren. Dabei verstand man unter "jedem Angriff" bestimmt den Angriff seitens der Volksrepublik China und der UdSSR. Japan wurde dabei angesichts der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki nicht berücksichtigt.

Im Dezember 1954 schlossen die USA mit der taiwanischen Regierung einen sogenannten "Vertrag über die gemeinsame Verteidigung" und die chinesische Provinz Taiwan wurde zum amerikanischen Protektorat, d.h. Taiwan bekam den Status einer "US-Kolonie".

So bildete die USA de jure "zwei Chinas". Wozu haben sie Taiwan gebraucht, wenn 1932 US-Präsident Hoover offiziell erklärte, den USA seien die chinesisch-japanischen Probleme gleichgültig? Das bedeutet, dass 1932 die USA sich weder für das kleine Taiwan noch für das gigantische China interessierten. Diese Stellung wurde offiziell bezogen und ist eine historische Tatsache. Wenn sich die USA nicht für das chinesisch-japanische Verhältnis interessierten, woher kam dann 1949 die Sorge um die kleine Insel und den perspektivlosen Diktator? Nicht nur eine Sorge, sondern sogar eine Drohung, die 7. US-Marineflotte in das Taiwan-Aquatorium einlaufen zu lassen und die Insel militärisch zu verteidigen?

Ich bin überzeugt, dass es bis 1933 keinen einzigen amerikanischen Politiker gab, der sich für die Befreiung Taiwans von der japanischen Okkupation interessierte. Und sogar mehr, bestimmt wussten damals einzelne amerikanische Politiker, dass Taiwan chinesisches Territorium ist und diese Insel auf irgendwelche Art und Weise für die USA nützlich sein könnte. Warum unternahmen dann die USA diese seltsamen und nicht nachvollziehbaren Schritte?

Sie taten das aus diesem Grund: Hätten die USA China nicht als "Volksrepublik China" und neu gegründeten Staat und Taiwan nicht als Republik China (d.h. Nachfolgerin des historischen Chinas) in den Grenzen von 1949 anerkannt, wäre Taiwan unter die Gerichtsbarkeit der Volksrepublik China (d.h. unter die Gerichtsbarkeit des chinesischen Festlands, des "Roten Chinas" unter Stalins Kontrolle) gekommen. Diese Zusammenlegung hätte sich von alleine vollzogen, weil Taiwan und die Volksrepublik China historisch gesehen der gleiche Staat sind. Man musste nur den Status quo postulieren.

Höchstwahrscheinlich hätte man den nach Taiwan geflohenen Kuomintang- Parteimitgliedern das Leben und die Sicherheit gewährt. Chiang Kai- shek wäre wohl auch am Leben geblieben, wenn er offiziell die Verbringung des Goldes anerkannt und geholfen hätte, das Gold nach China zurückzuholen. Wer außer ihm hatte denn noch gewusst, was genau verbracht wurde? Damit hätte er sich in den Augen des chinesischen Volkes rehabilitieren können.

Doch das konnten die USA nicht zulassen, weil sie nicht beabsichtigten, das Gold zurückzugeben. Deswegen hatten sie nur eine einzige Möglichkeit, dieses Problem zu lösen: "Zwei Chinas" mit der Marionette Chiang Kai- shek an der Spitze in Taiwan zu gründen. Jedem vernünftigen Mensch kommt es seltsam vor: Warum ist die kleine Insel das "wahre China" und das chinesische Festland nur die junge "Volksrepublik China"? Folglich ist das chinesische Festland, dank den Bemühungen der USA, an die Insel als ihr "historischer Bestandteil" angeschlossen. Ist das nicht absurd?

Wären Taiwan und die Volksrepublik China ein Staat geworden, hätte die Volksrepublik als "Hauptchina" der taiwanischen Regierung die Frage stellen müssen, wo denn die Goldreserven Chinas, die Chiang Kai- shek 1949 "rettete" und auf Taiwan "versteckte", geblieben seien?

Selbstverständlich hätte man dort keine Goldreserven finden können. Auf der Insel Taiwan befand sich die verbrachte Sammlung, zu der 46100 Gegenstände, 5526 Gemälde und kalligraphische Bilder, 545797 Bücher und Dokumente aus der Sammlung des Gugun-Museums sowie 11047 Gegenstände, 477 Gemälde und kalligraphische Muster, 38 Bücher und Dokumente aus der Sammlung des Vorbereitungsbüros des Zentralen Nationalmuseums zählten. Insgesamt handelte es sich dabei um 608985 Kunstgegenstände. Doch wieder fiel kein Wort über das Gold. Es ist anzunehmen, dass laut zeitgenössischem Museumsverzeichnis das chinesische Volk bis heute der Meinung ist, dass es überhaupt keine historischen Goldschätze aus 2500 Jahren an Kaisermonarchien gab!

Doch wo war das Gold? Das Gold hatten die USA und sie gaben das, was sie sich unrechtmäßig angeeignet hatten, an Taiwan nicht zurück, weil Taiwan sich unter dem Druck politischer Umstände an das chinesische Festland hätte anschließen können und das Gold auf diese Art und Weise zu seinem historischen Eigentümer zurückgekehrt wäre. Früher oder später hätte die Welt über den größten Raub in der Geschichte der Menschheit erfahren. Deswegen konnten die USA die Vereinigung Chinas nicht mal theoretisch zulassen.

In diesem Fall würde der rechtliche Anschluss Taiwans an die Volksrepublik China dem Festland-China erlauben, als historisch einheitliches Land mit einer Staatlichkeit seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. gegen die USA Restitutionsforderungen in Bezug auf die von Chiang Kai- shek geraubten Goldschätze zu erheben.

Doch der 1949 neu gegründete Staat mit dem Namen "Volksrepublik China" hat heute nicht nur keine Restitutionsansprüche auf die Rückgabe der Goldreserven, sondern sogar auf die Suche dieses Goldes, weil die Volksrepublik China 16 Jahre nach dem Goldraub gegründet wurde und rechtlich gesehen Taiwan als souveränes Land und "wahres China" der Eigentümer dieses Goldes ist. In diesem Fall entscheidet das "souveräne" Taiwan selbstständig, was es mit seinem Gold tun wird.

Da Taiwan ein US-Protektorat ist, müssen die USA auch das Gold aufbewahren. Deswegen wurde das souveräne Taiwan von der 7. US-Marineflotte geschützt. Alles ist recht einfach und klar. Aus dem gleichen Grund war für die USA auch die wirtschaftliche Entwicklung der Insel wichtig und dank den US-Investitionen in die taiwanische Wirtschaft in Höhe von 4 Milliarden Dollar verfügt dieser Staat über eigene wirtschaftliche Infrastruktur und ist auf die Hilfe der Volksrepublik China nicht angewiesen. Hätten die USA die taiwanische Regierung finanziell nicht unterstützt, hätten sie die Insel nicht unter ihrem Protektorat halten können.

"Zwei Chinas" hätten sich früher oder später vereint und Forderungen gestellt. Die Führung der Volksrepublik China weiß über den Raub der Goldreserven Bescheid. Doch es ist unbekannt, was genau geraubt wurde und wie sich dieser Raub juristisch beweisen lässt.

Die USA könnten natürlich erklären, sie haben kein chinesisches Gold. Und unter Berücksichtigung des amerikanischen Atomarsenals wird sie keiner dazu zwingen können, den internationalen Experten den Zutritt zu nationalen Goldtresoren zu gewähren. Doch dann taucht eine Gegenfrage auf: Wo befinden sich diese Goldreserven? In Taiwan sind sie nicht. In der Volksrepublik auch nicht. 1934 stellte die US-Notenbank einen Trust gegen die Goldvorlage in Höhe von USD 25.000.000.000 aus. Woher nahmen sie soviel Gold, das sie vorher nicht hatten?

Die USA können die Ausstellung dieses Trusts durch die US-Notenbank nicht leugnen, weil die Seriennummer des Bonds in Höhe von 100 Millionen Dollar und die Serie der Goldzertifikate in Höhe von 25 Milliarden Dollar vorliegen. Nach 1934 wurde eine unbegrenzte Dollaremission durchgeführt, interne Schulden beglichen, internationale Kredite vergeben und das Bankwesen finanziert. All das ist durch historische Ereignisse und Tatsachen belegt.

In den letzten 60 Jahren gab Taiwan keine einzige Erklärung darüber ab, dass es im Besitz von Goldschätzen der Ming und Qing Dynastien wäre. Die Goldschätze blieben verschwunden.

Aber vielleicht befinden sich die Goldschätze doch im chinesischen Festland?

Hier ist das offizielle Abteilungsverzeichnis des Gugun-Museums:

Bronze, Porzellan, Nephrit, Lack, Email, Schnitzerei, Kabinettgegenstände, Lithographien, Münzen, Malerei, Kalligraphie, Manuskripte, Seide, Fächer, Buchraritäten, Archivdokumente der Qing- Dynastie, Dokumente in mandschurischer, mongolischer und tibetischer Sprache sowie Abteilungen mit diversen Gegenständen wie zum Beispiel Sakralgegenstände, Gewände und Zubehör, Riechfläschchen und Kosmetik.

Verzeichnis:

Bronzegegenstände 6044

Keramik und Porzellan- 25479

Nephrit-Gegenstände- 12104

Lackgegenstände- 707

Email-Gegenstände- 2510

Bein- und Holzschnitzereien- 652

Kabinettgegenstände- 2379

Münzen- 6953

Diverse Gegenstände. Geschnitzte lithographische Steine- 12347

Textil- 148

Kalligraphische Arbeiten- 3054

Buchmanuskripte- 474

Gobelins und Stickereien- 306

Fächer- 1651

Buchraritäten 198464

Archivdokumente der Qing- Dynastie 386729

Dokumente in mandschurischer, mongolischer und tibetischer Sprache- 11501

Diverse Gegenstände - 895

Diese Information steht auf der offiziellen Internetseite des Museums zur Verfügung. Doch die Internetseite enthält keinen Hinweis darauf, dass die Kaiserdynastien Chinas vielleicht eine einzige Goldmünze, einen goldenen Ring oder eine goldene Kette besaßen! Was für eine beeindruckende Bescheidenheit der chinesischen Monarchen. Es ist unbegreiflich, wofür sie 1911 von Sun Yat-sen und Chiang Kai- shek gestürzt wurden?

Eine erneute Inventur, die nach dem Goldraub stattfand, führte 1933 im Auftrag von Chiang Kai- shek Ma, Xeng durch. Er war damit bis 1937 beschäftigt und erstellte einen Abschlussbericht. In diesem Bericht gibt es keine Informationen über Goldschätze. 1954 erschien ein mehrbändiges Bestandsverzeichnis, in dem auch das Gold mit keinem Wort erwähnt wurde.

Die offizielle russischsprachige Internetseite des Gugun-Museums beinhaltet zu den Anfängen des Museums folgende Informationen:

Anfänge des Gugun-Museums

Das Nationale Palastmuseum ist eine Schatzkammer für die Errungenschaften der materiellen Kultur der chinesischen Geschichte. In seiner Sammlung werden unschätzbare Kunstgegenstände aus den Palästen der vier kaiserlichen Dynastien Chinas - der Song-, Yuan, Ming- und Qing-Dynastie aufbewahrt. Nach der Gründung der Republik China blieben diese Kleinodien erstmals auf dem Territorium der "Purpurnen Verbotenen Stadt" des Kaiserpalastes, dort wo auch nach ihrer Abdankung die Familie des letzten Kaisers aus der Qing-Dynastie wohnte. In dieser Zeit sind aufgrund sozialer Turbulenzen, Missbrauchs seitens des letzten Kaisers Pu Yi, mangelhafter Kontrolle und Sicherheit sowie wegen Raub, Unterschlagung und Bestechlichkeit korrupter Beamten unzählige kostbare Kunstdenkmäler, deren Wert sich nicht einschätzen lässt, verloren gegangen.

1914 ordnete die Regierung an, die Kunstgegenstände aus Bishu Shanzhuang, der Bergsommerresidenz des Kaisers in Chengde und aus dem Palast Fanjang Gugun in einen separaten Pavillon außerhalb der Verbotenen Stadt zu verbringen sowie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nachdem 1924 Pu Yi aus der Verbotenen Stadt vertrieben worden war, wurde das Gugun-Museum (Das Nationale Palastmuseum) gegründet. Das Gugun-Museum nahm seine Arbeit auf, als alle aus dem Kaiserpalast konfiszierten Kunstgegenstände sowie Kunstdenkmäler aus den Sammlungen des Kaiserhofes zum Gemeingut der Menschheit wurden. Dem breiten Publikum wurde der Zutritt zum Museum ermöglicht, so dass die Menschen die Verbotene Stadt frei betreten und die Kleinodien der Zivilisation genießen können.

Folglich diesen Angaben aus erster Hand stellt die Museumsleitung fest, dass der Kunstraub genau in der Zeit der Wirren stattfand. Faktisch handelt es sich dabei um den Zeitraum von 1914 bis 1924. Außerdem bestätigt das offizielle China, dass diese Schätze so einzigartig und einmalig waren, dass ihr Wert sich nicht feststellen lässt! Doch in dieser Frage irrt sich China.

Der Wert der geraubten Schätze ist festgestellt und beträgt ca. eine Billion Dollar und ca. eine Billion Dollar Zinsen für die Nutzung dieser Schätze. Der Raub der chinesischen Schätze durch die Vereinigten Staaten von Amerika ist offensichtlich.

Deswegen werden die USA über dieses Thema nie diskutieren wollen. Sie gewöhnten sich daran, dass diese Goldreserven ihr Eigentum sind. Doch es ist im Prinzip unwichtig. Es geht darum, dass unabhängig davon, welche Rechtfertigungsgeschichte das Amerika der Welt auch zu präsentieren vermag, bleibt dieses Gold immer chinesisch. Und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass dieses Gold sich auf US-Territorium befindet. Das ist Chinas Gold, das heimlich gestohlen wurde und früher oder später den Weg in seine asiatische Heimat finden wird.

Die Geschichte spielte den USA ein böses Spiel und aufgrund eines seltsamen Zusammentreffens der Umstände wurde die Information über die geraubten Goldreserven während der zweiten Weltkrise bekannt. Man sagt, die Geschichte wiederholt sich und für die USA käme es sehr gelegen, noch einen Staat zu finden, bei dem sie für die Bekämpfung der Krise "etwas Gold leihen" könnten. Doch offensichtlich gibt es keine Geschenke für die USA mehr. Amerika kann bei keinem mehr Gold nehmen. Es bleibt nur nach Ländern zu suchen, die ihnen Erdöl schenken werden. Dabei wurde die gesamte Wirtschaftsstruktur nach China verlagert, das China, dem durch politische Gaunerei und Ungerechtigkeit das Volkseigentum genommen wurde.

Die US-Notenbank druckt heute Dollarbanknoten ohne auf das Verhältnis zur Goldreserve zu achten, weil die Ausgaben für den Irak-Krieg alle astronomischen Zahlen überschritten, weil das Hypothekensystem der Banken zusammenbrach, weil die Produktion in der Krise steckt.

Und das bedeutet, dass die USA wirtschaftlich versinken werden und proportional dazu wird ihre Wirtschaftsschuld gegenüber der Volksrepublik China wachsen. China braucht keine Dollars, weil ihre Wertigkeit mit dem chinesischen Gold garantiert wurde. China braucht seine Goldbestände.

Die historische Seite des Goldtrusts

Es gibt keinen einzigen Touristen auf dieser Welt, der erzählen könnte, dass er in China die kaiserlichen Goldschätze bewundert konnte. Es gibt keinen Wissenschaftler und auch keinen Kunsthistoriker, der diese Schätze erforschen konnte. Doch diese Schätze müssen nicht nur China gehören, sondern auch der ganzen Welt. Das ist das Gemeingut der Menschheit und jeder Mensch muss die Möglichkeit haben, diese Schätze zu betrachten und ihre Schönheit zu bewundern. Seit 1933 waren diese Goldschätze der Menschheit vorenthalten. Es lässt sich nur ahnen, was für Gewinne sie China hätten bringen können und welche Hilfe sie für die wirtschaftliche Entwicklung Chinas, wenn sie für die Touristen zugänglich gewesen wären, bedeutet hätten. Wie viele wissenschaftliche Filme darüber hätten gedreht und wie viele literarische Werke hätten geschrieben werden können! Doch all das geschah nicht. Indem die USA diese Goldreserven unterschlugen, brachten sie nicht nur China um ihr nationales Gut. Sie enthielten dieses Gold der gesamten Welt vor, auch den eigenen Bürgern. Es ist nicht verwunderlich, dass dieses Thema nirgendwo erwähnt oder erörtert wird. Das ist ein Geheimnis. Das größte Geheimnis des 20. Jahrhunderts. Ein Geheimnis, das zum blutigsten Krieg in der Geschichte der Menschheit führte.

Wegen dem gestohlenen Gold kam es zum Vergießen ganzer Meere an Blut und zum Begraben tausender Tonnen Menschenfleischs. Es wurden Millionen Schicksale zu Grunde gerichtet. Es führte zu unermesslichem Leiden der Menschen. Wie fühlen sich die USA, nachdem sie fremdes Nationalgut unterschlagen und den Zweiten Weltkrieg angezettelt haben? Aber offensichtlich war das nicht genug. Es folgte der Vietnam-Krieg und nach den Ereignissen des 11. September begannen die USA einen unbegreiflichen Krieg gegen den Irak und luden Deutschland ein, daran teilzunehmen.

Aus objektiven Gründen lehnte Deutschland dieses "freundschaftliche" Angebot ab. Waren denn die Worte von US-Präsident George W. Busch, Deutschland würde nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem amerikanischen Geld aufgebaut, korrekt? Ja, die Amerikaner kontrollierten die Zerstörung Deutschlands, doch aufgebaut wurde Deutschland vom gestohlenen Gold Chinas. Und man muss anmerken, dass Deutschland aufgebaut wurde und dafür an die USA und viele andere Länder gigantische Reparationszahlungen leistete.

Ich erwähne dabei weder den moralischen Schaden, den die friedliche deutsche Zivilbevölkerung durch die Folgen dieses Krieges erlitten hatte, noch den territorialen und wirtschaftlichen Schaden Deutschlands.

Wie viele Deutschen, die den Soldaten der Roten Armee nichts getan hatten, ausgeraubt und ermordet wurden? Nach der Zerschlagung Nazi-Deutschlands war es in den internationalen Massenmedien nicht angebracht, über die Opfer der deutschen Zivilbevölkerung nach dem Einmarsch der Besatzungsarmeen in Deutschland zu berichten.

Der britische Historiker des Zweiten Weltkrieges Antony Beevor berichtete in seinem Buch "Berlin 1945. Das Ende", dass in Berlin 1945 von den Soldaten der Roten Armee über hunderttausend deutscher Frauen und Kinder vergewaltigt wurden! Viele Frauen wurden dutzende Male vergewaltigt. Insgesamt wurden ca. 10% der gesamten weiblichen Bevölkerung Deutschlands durch die Befreiungsarmee misshandelt. Viele Frauen und Mädchen begingen Selbstmord, litten an Geschlechtskrankheiten, blieben kinderlos

Der Irak-Krieg wurde von den USA initiiert. Den formalen Grund lieferten die Angriffe auf die Zwillingstürme in New York. Jedoch bleibt es bis heute unklar, warum Osama bin Laden keine Videoaufnahmen über die Luftangriffe auf die Wolkenkratzer machen ließ? So eine Videoaufnahme hätte er unbedingt machen müssen, um seine Verantwortung für diesen Anschlag beweisen zu können. Wer hätte ihm sonst geglaubt? Solche Erklärung hätte doch jeder beliebige machen können.

Und wenn amerikanische Touristen, die "zufällig am richtigen Ort zur richtigen Zeit waren", die Anschläge nicht gefilmt hätten? Und wenn sie nicht gleichzeitig ihre Kameras auf die Wolkenkratzer zum Zeitpunkt des Anschlages gerichtet hätten? Dann hätte die Welt diese schrecklichen Bilder nicht gesehen und um so mehr nicht geglaubt, dass dafür ein arabischer Terrorist verantwortlich ist. In diesem Fall wäre die Mühe von Osama bin Laden umsonst gewesen. Wie hätte er seine Beteiligung an diesen Terrorakten beweisen können? Mit welcher Begründung hätten dann die USA den Krieg gegen Irak beginnen können und andere Länder in diese schmutzige Sache hineinziehen wollen? Warum dienten die Drohungen Osama bin Ladens, der weder rechtlich noch faktisch seine Beteiligung an diesen Terroranschlägen

nachgewiesen hatte, als Grund für den Einmarsch in den Irak? Das alles erweckt den Eindruck, dass die USA auf so eine Erklärung nur gewartet haben.

Es ist unklar, wie die Wolkenkratzer gegen alle Gesetze der Physik und der Festigkeitslehre fast gleichzeitig einstürzen konnten? Dafür hätten mindestens die Stahlbetonfundamente dieser Gebäude gesprengt werden müssen. Die Wolkenkratzer müssten akkurat und genau einstürzen, damit dabei die anderen Gebäude nicht beschädigt werden.

Es ist nicht ganz klar, warum Terrorist Osama bin Laden in der heißesten Phase der 2. Präsidentenwahlkampagne von George W. Bush die US-Bevölkerung mit erneuten Terrordrohungen einzuschüchtern begann und damit Bushs Wahlkampf unterstützte? Vielleicht können die USA das eines Tages der Welt erklären?

Es ist erstaunlich, aber in der Ironie der Geschichte ließen die USA zweimal eine unverzeihliche Vergesslichkeit zu. 1933 versäumten sie Chiang Kai- shek zu warnen, seinen Sohn aus der UdSSR rauszuholen, und 2001 vergaßen sie, Osama bin Laden zu warnen, die Angriffe auf die Wolkenkratzer zu filmen, und erledigten das selbst für ihn. Wie im ersten so auch im zweiten Fall initiierten die USA den Krieg, um sich auf Kosten anderer zu bereichern.

Wie im ersten so auch im zweiten Fall traten die USA gemäß einem einheitlichen Drehbuch als "Befreier und Sieger", die die Diktatoren vernichteten, auf. Sowohl im ersten als auch im zweiten Fall ist eines offensichtlich: Die USA kämpfen heldenhaft gegen das Böse und besiegen es erfolgreich.

Schlusswort

Als der Rechtsanwalt mich wieder aufsuchte, um das Ergebnis meiner Nachforschungen zu erfahren, teilte ich ihm mit, dass nach Aussage des Bankers, das Geld dann erhalten werden kann, wenn der Überbringer der US-Notenbank wahrheitsgemäß erzählt, wie er an den Bond und die Zertifikate kam. Wie gelangen diese Wertpapiere in die Hände seines Mandanten? Vielleicht hofft die FED dadurch auf die Spur des gesamten "verlorengegangenen" Trusts zu kommen?

Dann teilte mir der Rechtsanwalt mit, dass der Bond und die Zertifikate von seinem Mandanten geerbt wurden.

Im Grunde genommen wollte er mit meiner Hilfe feststellen, inwieweit diese Erbangelegenheit Aussichten auf Erfolg hatte. Glaubt man seinem Mandanten, dann waren diese Wertpapiere eine heimliche Familienreliquie, deren Geheimnis über viele Jahre strengstens gehütet wurde. Nach Aussage des Rechtsanwalts, war sein Mandant mit einem der NKWD-KGB-Offiziere, die 1937 an der Ermittlung gegen Nikolaj Elisarow, Chiang Kai- sheks Sohn, beteiligt waren, verwandt.

Nachdem die Verhandlungen mit Chiang Kai- shek über die Garantien für das Leben seines Sohnes abgeschlossen waren, wurde der Trust aus China nach Swerdlowsk gebracht. Im KGB wurden Gerüchte verbreitet, dass Chiang Kai- shek diesen Trust der Stadt Swerdlowsk und dem Werk Uralmasch, in dem Nikolaj Elisarow gearbeitet hatte, als ein Zeichen seiner

Achtung vor Genosse Stalin und für seine Hilfe im Kampf gegen die japanischen Besatzer "freiwillig" überließ. Alle Wertpapiere befanden sich in einem Metallkoffer mit Zahlenschloss der US-FRS. Auf dem Deckel des Koffers war das US-Wappen als Adler mit Pfeilen geprägt. Der Koffer durfte geöffnet werden und der Untersuchungsbeamte hatte Zugang zu den Wertpapieren. Offensichtlich nachdem er diese Menge Wertpapiere gesehen hatte, stahl er die Papiere, die heute wohl in der Hand des Mandanten sind. Oder der Bond und die Zertifikate befanden sich zu Untersuchungszwecken in einer separaten Mappe, wo sie schließlich vergessen wurden. Der Mandant erzählt keine Details und verheimlicht offenbar gewisse Informationen.

Nachdem Nikolaj Elisarow und seine Familie in ihre Heimat China abgereist waren, wurde die gegen ihn ermittelnde Ermittlungsgruppe unverzüglich hingerichtet und der Trust nach Moskau weitergeleitet.

Nach einer gewissen Zeit stoß ein Verwandter des Mandanten, der mit dem KGB zu tun hatte, in einer Dienstmappe zufällig (?) auf die Wertpapiere und bewahrte unter Todesgefahr den Bond und die Zertifikate. Vielleicht hoffte er, eines Tages in den Westen zu fliehen und Millionär zu werden. Doch damals durfte man von einer Ausreise aus der UdSSR in den Westen nicht mal träumen. Deswegen wurden die Papiere lange Zeit sorgfältig versteckt und nach dem Tod des Verwandten erbte der Mandant heimlich den Bond und die Zertifikate. Hätte der KGB über die Existenz dieser Wertpapiere erfahren, hätte man deren Inhaber erschossen oder im besten Fall ins Gefängnis gesteckt. Dem Mandanten blieb nur eine Chance: Einen Anwalt zu finden, der nach Deutschland reisen konnte und dort mit meiner Hilfe rausfinden würde, inwieweit dieser Bond einlösbar ist. Sein ganzes Leben betrachtete der Mandant heimlich dieses Wertpapier und sah sich als einen traumhaft reichen Mann. Wahrscheinlich ist es seinen Träumen nicht vergönnt, Wirklichkeit zu werden. Was mit dem Trust nach der Niederlage Nazi-Deutschlands geschah, lässt sich mit Gewissheit nicht rekonstruieren.

***

Doch unabhängig davon, was der Mandant über diese Wertpapiere weiß und was er verheimlicht, bleibt es Tatsache, dass er im Besitz von den Garantiezertifikaten ist, die das Kernstück des Trust sind. Es spricht dafür, dass als Stalin alle Wertpapiere bekam, diese Zertifikate nicht dabei waren. Er erhielt nur ca. 249 Bonds! Stalin muss damals gedacht haben, dass sei alles, was er von Chiang Kai- shek haben konnte, und mehr sei nicht zu holen.

Woher hätte Stalin und die sowjetischen Geheimdienste wissen oder vermuten können, dass zum Trust auch noch die Garantiezertifikate gehörten, wenn dieser Trust einmalig in der Geschichte war und es nichts analoges bis dahin gab? Welcher nicht eingeweihte Mensch hätte auf so einen Gedanken kommen können? Sie sahen diesen Trust zum ersten Mal in ihrem Leben! Wie konnte Stalin oder jemand anders auf die Idee kommen, dass ein verantwortlicher NKWD-Offizier etwas von diesem Trust hätte stehlen oder unterschlagen können? Wie hätte derjenige das Geld erhalten wollen? Wer würde sich solchem offensichtlichen und tödlichen Risiko aussetzen?

Doch die Beträge waren so schwindelerregend und die Versuchung war so groß, dass jedes Risiko es wert war. Genau so dachte der Mensch, der den Metallkoffer mit dem Trust vom chinesischen Vertreter auf dem Boden der UdSSR persönlich ausgehändigt bekommen hatte. Höchstwahrscheinlich gab es bei dieser Übergabe keine weiteren Zeugen. Es gab kein Protokoll und kein Verzeichnis des Kofferinhalts. Das lässt sich damit erklären, dass bei der Übergabe absolute Geheimhaltung und Verschwiegenheit geboten waren. Je weniger Menschen bei der Übergabe anwesend sein würden, desto weniger müssen später erschossen werden.

Das war kein offizielles Prozedere, ohne Übernahmeprotokoll und persönliche Unterschriften. Die Operation wurde von den Militärs geleitet, die über die Befehle nicht diskutieren und keine überflüssigen Fragen stellen. Vielleicht sprach der Mensch, der den Koffer bekam, fließend Chinesisch und benötigte nicht die Dienste eines Dolmetschers. Oder vielleicht auch umgekehrt beherrschte der Chinese, der den Koffer überbrachte, die russische Sprache.

Stellt sich die Frage: Warum wurde der Trust in Swerdlowsk übergeben und nicht direkt nach Moskau gebracht? Das lässt sich damit erklären, dass Elisarow genau in dieser Stadt inhaftiert gewesen war und seitens der chinesischen Seite das persönliche Treffen mit Elisarow als Bedingung für die Übergabe des Trusts gestellt wurde. Geographisch gesehen ist Swerdlowsk näher zu China als Moskau. Nachdem die Chinesen sich davon überzeugen konnten, dass Elisarow am Leben ist, wurde der Koffer an den bevollmächtigten Vertreter der NKWD-KGB übergeben. Dabei wurde ihm gesagt, dass es alle Trustpapiere seien.

Da bei der Übergabe nur ein einziger Mensch die Wertpapiere gesehen hatte und nur er über die Existenz der Garantiezertifikate Bescheid wusste, kam ihm die Idee, diesen Diebstahl zu begehen. Er nahm das Kernstück des Trusts und einen Bond. Das heißt er nahm das, was am meisten Nullzeichen hatte und wovon nur ein Exemplar vorhanden war. Ich bin davon überzeugt, dass der Dieb keine Ahnung hatte, was er stahl. Er entschied sich, von den Bonds nur einen zu nehmen, damit man den Diebstahl nicht merkt. Wenn man später im aus 249 (oder auch weniger) Bonds bestehenden Trust einen Bond vermissen würde, könnte man das auf den Chinesen schieben und sagen, der Trust sei bei der Übergabe nicht komplett gewesen. Nach der Abreise der Chinesen wird keiner diese Umstände überprüfen. Stalin reichte in diesem Fall nur ein Telefonanruf darüber, dass der Trust komplett übergeben wurde. In diesem Fall würde er dem Menschen, der ihm das mitgeteilt hätte, Glauben schenken.

Nach dem Diebstahl brachte die bevollmächtigte Person die gestohlenen Wertpapiere in einem sicheren Versteck unter oder übergab sie an jemanden zur Aufbewahrung. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das dem Mandanten genau bekannt. Der Dieb ahnte offensichtlich nicht, dass nach Elisarows Abreise nach China er unverzüglich erschossen wird. Er wusste nicht, dass er und die gesamte Ermittlungsgruppe von vornherein zum Tode verurteilt waren. Vielleicht war es auch anders. Er wusste, dass er totgeweiht war und so stahl er das Kernstück des Trusts in der Hoffnung, dass wenn nicht er, dann seine Kinder oder Enkelkinder davon profitieren werden können.

Dieser Diebstahl wurde nicht gleich entdeckt. Anderenfalls wäre es nicht schwer gewesen, denjenigen, der die Zertifikate gestohlen hatte, festzustellen. Es gab nur eine Hand voll Personen, die in die Sache eingeweiht waren. Deswegen würde der Dieb die Papiere auf jeden Fall unter Folter oder aus Angst, dass seine Familie getötet wird, rausrücken. Doch wie die Tatsachen belegen, blieben die Papiere versteckt und wurden bei einer Privatperson bis heute aufbewahrt. Nachdem die Ermittlungsgruppe und alle, die mit dem Trust zu tun hatten, erschossen worden waren, war es sinnlos, nach den Zertifikaten zu suchen.

Ich schließe nicht aus, dass bei der Übergabe des Bonds oder der Kupons an die US-Notenbank, der Überbringer nach den Garantiezertifikaten gefragt wurde, er aber nicht wusste, worum es geht. Als Stalin von den Zertifikaten erfuhr, begriff er, dass er mit der Hinrichtung der Ermittlungsgruppe voreilig gewesen war. Tote können nicht reden. Die gestohlenen Zertifikate und der Bond wurden wahrscheinlich als Force Major- Fall abgeschrieben. Vielleicht wurde auch Hitler nach diesen Zertifikate gefragt. Vermutlich dachte er, Stalin hätte ihm diese absichtlich vorenthalten, um einen Konflikt mit Roosevelt zu provozieren. Was Hitler damals dachte, wird niemand mehr erfahren können

***

Es ist durchaus möglich, dass sich ein Skeptiker findet, der das vorstehend Dargestellte anzweifeln wird. Vermutlich stellen einige meiner Äußerungen nur eine logische Überlegung und Version dar. Doch wie lässt sich die Existenz der Zertifikate im Wert von 25 Milliarden und eines Bonds im Wert von USD 100.000.000, die von der US-Notenbank 1934 herausgegeben wurden und die sich heute im Besitz eines einfachen russischen Bürgers befinden, der noch nie zuvor sein Land verlassen hatte, widerlegen? Wie gelangten diese Papiere in seine Hände? Warum wurden der Bond und die Zertifikate bis heute nicht eingelöst? Was verhinderte das?

Wie lässt sich das Verschwinden der Goldreserven Chinas erklären? Wie lassen sich die milliardenschwere Emission und die Kredite der USA nach 1933 erklären? Wie kann man die Verhaftung des Sohnes von Chiang Kai- shek und seine "wundersame Rückkehr" nach China erklären? Wie lässt sich die Kriegserklärung Hitlers an die USA, die in seine Kriegsindustrie investierten, erklären? Womit können die gesetzwidrige Gründung "zweier Chinas" und der Schutz Taiwans durch die 7. US-Marineflotte nach der Flucht von Chiang Kai- shek erklärt werden? Wie lassen sich diese und viele andere Fakten, die die Geschichte belegt, erklären? Man darf die Augen darauf nicht verschließen. Diese Ereignisse fanden statt und erfordern internationale Bewertung, um zukünftige internationale Tragödien verhindern zu können.

Alle in meiner Untersuchung genannten Personen sind historische Persönlichkeiten und bei einer genaueren Betrachtung der sie begleitenden Geschehnisse wird hinter den historischen Ereignissen die versteckte Spur des Goldtrusts sichtbar. Doch diese Spur zu verfolgen, ist für einen Menschen, der über das geheime Geschäft nicht Bescheid weiß, faktisch unmöglich. Zum Beispiel sprach der Industrielle Thyssen von "gefälschten Industriezertifikaten".

Wer von unseren Zeitgenossen wird sich damit auseinandersetzen und darin das größte Geheimnis des vergangenen Jahrhunderts entdecken? Was passierte nicht alles während des Zweiten Weltkrieges. Und wer braucht das heute noch? Doch solche Aussagen Thyssens sind für mich besonders wertvoll, weil durch solch alte und unabhängige Erinnerungen eines Industriellen aus den Kriegszeiten die einzelnen Glieder meiner Schlussfolgerung ineinander greifen und die gesamte Sache sehr wahrscheinlich erscheinen lassen. Das betrifft auch den Auszug aus der Biographie der Ehefrau von Chiang Kai- shek der Schriftstellerin Hannah Pakula.

Insbesondere schreibt Hannah Pakula in ihrem Buch "Die letzte Kaiserin" über die Frau von Chiang Kai- shek folgendes: " Die Eheleute Chiang Kai- shek flohen nach dem Sieg der Kommunisten im Jahre 1949 heimlich nach Taiwan. Dorthin ließ man die Kommunisten nicht und die Kuomintang-Regierung regierte auf der Insel bis zum Tod von Chiang Kai- shek im Jahre 1975. Nach seiner Beerdigung zog Madame Chiang nach New York, wo sie sehr zurückgezogen, umgeben von Klatsch und Gerüchten lebte. In ihrer eleganten 18-Zimmer-Wohnung in der East Side lebte Madame mit drei Hunden und zwanzig Dienern. Es wurde gemunkelt, dass sich die Hausnachbarn über den starken Geruch chinesischer Küche und über die Kakerlaken, die aus ihrer Wohnung krabbelten, beschwerten. Es kursierten Gerüchte, dass die Schränke in ihrer Wohnung voller Goldbarren seien."

Wenn man nichts über den Goldtrust und seine Geschichte weiß, würde jeder Leser solche Kleinigkeiten wie "Schränke voller Goldbarren" als Klatsch betrachten und ihnen keine Bedeutung beimessen. Doch wissend, dass Chiang Kai- shek die Goldreserven Chinas gestohlen und diese Reserven ca. 100 Tonnen Goldbarren beinhalteten, stellt man sich gezwungenermaßen die Frage, ob es sich hier nur um Gerüchte handelt?

***

Da es den geheimen Trust im Wert von 25 Milliarden Dollar tatsächlich gab und Stalin diesen Trust Chiang Kai- shek wegnahm (anderenfalls warum wurde dieser Trust nicht innerhalb der festgelegten 30-jährigen Frist eingelöst und landete bei einer einfachen natürlichen Person in der UdSSR?), ergibt sich daraus ein ganz anderer Verlauf des Zweiten Weltkrieges, der sich auffallend vom historischen unterscheidet. Um die Lage zu klären, sollte man sich eine rhetorische Frage stellen: Wer profitierte davon? Die Antwort darauf lässt keine Alternativen zu: Alle Kriegsbeteiligten profitierten davon.

1. Das hatte Vorteile vor allem für die USA mit Präsident Roosevelt an der Spitze. Der Grund dafür lag in den Investitionen in die Kriegsindustrie Nazi- Deutschlands. Eben die faschistische Ideologie, die Hitler 1925 in seinem Buch "Mein Kampf" darstellte, diente als Anstoß für die Finanzierung dieses politischen Programms als eine Garantie für politische Konflikte mit nationalistischem Hintergrund und für die Eroberung anderer Länder.

Mit Hitlers Händen plante Roosevelt Stalin abzusetzen und die UdSSR aufzuteilen. (Später in der Teheran-Konferenz am 28. November 1943 wird er vorschlagen, Deutschland in fünf Staaten aufzuteilen. Hier zeigte sich sein ursprünglicher Wunsch, fremde Staatsgrenzen zu "teilen" und innerhalb ihrer Rahmen eigenen Einfluss zu postulieren.)

In diesem Fall verschob er einfach die Akzente und teilte nicht das Territorium der siegenden UdSSR, sondern des verlierenden Deutschlands auf.

Stalin stellte mit seinen Waffen und seinem Bestreben nach "Rotem Regime" in der Welt eine Bedrohung dar. Andererseits war die UdSSR von strategischem Interesse, was ihre natürlichen und territorialen Ressourcen betraf. Das sowjetische Territorium aufzuteilen, war für die USA wesentlicher interessanter als das vom ausgeplünderten und zerstörten Deutschland.

2. Am Zweiten Weltkrieg und an der Nazipolitik Hitlers war auch Stalin interessiert. Indem er Hitler die Möglichkeit gab, Europa zu besetzen, plante Stalin gegen ihn einen "Befreiungskrieg" zu führen und dadurch in Europa und später in der gesamten Welt das "Rote Regime" zu etablieren.

3. Am Krieg waren Großbritannien und Frankreich als Verbündete im Völkerbund und im Entente-Militärbündnis interessiert. Das Ziel die Stärkung politischer und wirtschaftlicher Positionen in Europa und in der UdSSR. Diese Fakten beweisen zwei unterzeichnete historische Verträge.

Der erste Vertrag wurde am 30. September 1938 in München unterzeichnet und als Münchener Komplott bekannt, auf dessen Grundlage Großbritannien und Frankreich die Tschechoslowakei an Nazi- Deutschland auslieferten. Dieser Vertrag wurde seitens Großbritanniens von Chamberlain, seitens Frankreichs von Daladier, seitens Italiens von Mussolini und seitens Deutschlands von Hitler unterzeichnet. Die Meinung der Tschechoslowakei wurde dabei nicht berücksichtigt. Großbritannien und Frankreich verstießen mit der Unterzeichnung dieses unehrenhaften Vertrages gegen das vorherige Abkommen mit der Tschechoslowakei über die Gemeinschaftshilfe. 

Und der zweite, nicht weniger schandhafte Vertrag wurde am 31. März 1939 als "Britisch-polnische Militärallianz" unterzeichnet. Laut diesem Vertrag traten Großbritannien und Frankreich als "Garanten" der Unabhängigkeit Polens auf. Doch als Hitler Polen überfiel, trat weder Großbritannien noch Frankreich für Polen ein und überließ sie Hitler und Stalin zum Zerfetzen. Als am 17. September 1939 die UdSSR von der östlichen Seite auf das Territorium Polens eindrang, wandte sich der Botschafter Polens in London Edward Raczynski an das Auswärtige Amt Großbritanniens und bat auf der Grundlage der "Militärgarantien" der UdSSR den Krieg zu erklären. Daraufhin erinnerte ihn der britische Außenminister Lord Halifax (Edward Wood) daran, dass es das Prärogativ Großbritanniens bleibe, ob man der Sowjetunion den Krieg erkläre oder nicht.

Erscheint denn solch eine Antwort seitens eines Staates, der seine feindschaftliche Gesinnung der UdSSR gegenüber nicht verheimlicht, nicht seltsam? Die Antwort auf die Frage lautet nein. Großbritannien unterzeichnete diesen Vertrag und wusste dabei, das es Polen weder vor Hitler noch vor Stalin beschützen wird. Warum hat Großbritannien diesen Vertrag überhaupt unterzeichnet? Um dadurch seine wahren Pläne, Hitler und Stalin auf einander zu hetzen, zu verschleiern. Großbritannien öffnete Hitler den "Transitweg in die UdSSR" durch das Territorium Polens. Hätte sich im Krieg mit Stalin Hitlers Sieg abgezeichnet, würde Großbritannien diesen "Dienst" bei der Gründung der Anti-Stalin-Koalition und der darauffolgenden Aufteilung der Sowjetunion ausspielen. Wäre Stalin siegreich gewesen, würde dieser "Dienst" bei der Gründung der Anti-Hitler-Koalition berücksichtigt. Was auch historisch geschah.

4. An diesem Krieg war Hitler interessiert, der mit Hilfe seitens der USA rechnete und der von den USA zum Krieg gegen die UdSSR angespornt wurde, um dem Überfall Stalins zuvorzukommen. Hitler und die deutsche Wirtschaft waren auf einen langfristigen Krieg nicht vorbereitet und der Führer setzte nur auf den blitzartigen Durchbruch und Sieg. Anderenfalls war dieser Feldzug zum Scheitern verurteilt. Sich in einen Weltkrieg hineinziehen zu lassen, ohne im Rücken eine zuverlässige Basis zu haben, wäre der Wahnsinn. In diesem Fall stärkten die USA Hitler den Rücken. Weil die USA sich geweigert hatten, die Militärschulden vom Chiang Kai- shek- Trust zu tilgen, erklärte Hitler ihnen den Krieg in Koalition mit Japan und handelte dabei nach dem Prinzip "Der Feind meines Feindes ist mein Freund." Hitler

wollte von den USA nicht finanziell abhängig sein und betrachtete ihre Ablehnung, den Trust als Zahlungsmittel zu akzeptieren, als Verrat.

Als das Schicksal des Krieges praktisch entschieden war und niemand mehr an der Niederlage Deutschlands zweifelte, trafen sich die Alliierten im Februar 1945 in Jalta wieder, um über das Schicksal des Nachkriegsdeutschlands zu entscheiden. Doch das war nur der offizielle, der öffentliche Teil dieser Konferenz. In einem nichtöffentlichen Gespräch arbeiteten Stalin, Roosevelt und Churchill eine Vereinbarung über die Verhaltensethik der Vertragsseiten, um zu verhindern, dass sich die Alliierten im Kampf um die Siegeslorbeeren zerstreiten und der Welt geheime Informationen über die wahren Gründe dieses Krieges preisgeben. Insbesondere:

1. Roosevelt und Churchill verpflichteten sich, in den internationalen Medien über die Tatsache zu schweigen, dass Stalin "Europa vom Nazismus zu befreien" und ein eigenes Regime einzurichten beabsichtigte, indem er Hitler den Krieg erklärte.

2. Stalin verpflichtete sich, das Thema des Raubes der Goldreserven Chinas und auch der amerikanischen Investitionen in die Hitlers- Kriegsindustrie nicht aufzugreifen.

3. Roosevelt seinerseits verpflichtete sich zum Stillschweigen darüber, dass Stalin Chiang Kai- shek den Goldtrust wegnahm, indem er drohte, Chiang Kai- sheks Sohn und seine Familie zu ermorden.

4. Churchill verpflichtete sich, das Thema des Molotow-Ribbentrop- Paktes nicht aufzugreifen und Stalin 36 Tausend Kriegsgefangene, zu denen russische Kosaken und ehemalige Offiziere der Zarenarmee gehörten, die in Großbritannien Unterschlüpf fanden, herauszugeben. Diese Kriegsgefangenen kämpften gegen das Stalin-Regime auf der Seite Hitlers, weil sie keinen anderen Weg sahen, dem Kommunismus die Stirn bieten zu können.

Churchill wusste, dass all diese Menschen, ihre Frauen und Kinder erschossen oder in den Tod in die Lager geschickt werden, ungeachtet dessen wurden sie von Großbritannien verraten. Viele dieser Offiziere und Kosaken erschossen ihre Familien und sich selbst, um nicht in die sowjetische Gefangenschaft zu gelangen.

Vermutlich gab es noch weitere Vereinbarungen und "Gefallen", weil alle Vertragsseiten heuchlerisch und sündhaft waren. Es kam de facto zu einem Gentlemens Aggreement darüber, wie sich alle Sieger zu verhalten haben und wie dieser Krieg in der Weltgeschichte zu erscheinen hat. Selbstverständlich wurde Adolf Hitler als der wichtigste Prügelknabe festgelegt. In dieser Frage gab es keine Meinungsverschiedenheiten. Dem Verlierer Adolf schob man alle Sünden dieses Krieges in die Schuhe. Er war die Idealbesetzung für die Rolle eines anrüchigen Geschichtsdespoten.

So ergab sich ein Bild, dass der "Paranoiker" Hitler die Idee der Machtergreifung in der gesamten Welt und des Einrichtens des Nazi- Regimes im Planetenmaßstab ausgearbeitet hatte! In diesem Zusammenhang eroberte er das gesamte Europa (bei schüchterner Fahrlässigkeit seitens Großbritanniens und Frankreichs). Doch wie sich herausstellte, war es ihm nicht genug. Er entschied sich zur Bestätigung seiner arglistigen Pläne, auch die friedfertige UdSSR zu erobern und dabei Stalin zu verraten und gegen den Molotow-Ribbentrop-Pakt zu verstoßen.

Es versteht sich von allein, dass gleichzeitig zur Eroberung der UdSSR Hitler auch "die Eroberung der USA selbst plante". Warum erklärte er anderenfalls den USA am 11.12.1941 den Krieg? Wenn ein Staat einem anderen den Krieg erklärt, sind im Namen des Sieges der militärische Einfall auf das Territorium dieses Landes, das Einrichten des eigenen Regimes und der Erhalt politischer und wirtschaftlicher Vorteile vorgesehen. Was sonst für einen Sinn hat ein Krieg? Plante Hitler wohl in den USA eine Militärlandung? Oder erklärte er als fanatischer Patriot Deutschlands den USA den Krieg, um ihnen die juristische Grundlage für die Eroberung des Dritten Reiches zu liefern?

All das hat nichts mit Logik zu tun. Es ergibt sich die Frage: Wie plante Hitler auf der Grundlage der Nazi-Ideen in der gesamten Welt die Macht zu halten? Wie kann man den Krieg gegen das gesamte Europa, gegen die UdSSR und die USA gleichzeitig führen? Mit welchen Ressourcen? Aber die wichtigste Frage- WARUM? Wie kann man leben und die Staatspolitik bauen, wenn man von Feinden und vom totalen Hass umgeben ist?

Um die Absurdität eines solchen Krieges zu begreifen, erfordert keine großen Anstrengungen. Offensichtlich wurde Hitler nur "reingelegt" und verraten von den Politikern, die sich in ihrem inneren Wesen nur unwesentlich von ihm unterschieden. Diese Politiker können mit vollem Recht dem wichtigsten Despoten der Weltgeschichte gleichgestellt werden.

Roosevelt stahl die Goldreserven Chinas, investierte in das faschistische Programm und die Aufrüstung Hitlers mit allen sich daraus ergebenden Folgen. Dabei nahmen die USA keine Juden aus den polnischen Ghettos auf, wissend dass diese von den im Krieg schiffbruchlei- denden Nazis vernichtet werden.

Stalin ertrank im Blut ein Drittel der sowjetischen Bevölkerung und okkupierte unabhängige Staaten. Hundertausende wurden durch Repressalien und in den KZs (als Vorbild diente das erste europäische Konzentrationslager Tallerhof, das 1914 in Österreich eingerichtet wurde) vernichtet.

Churchill verriet die Tschechoslowakei und Polen nach dem Überfall Hitlers und lieferte später ca. 36 Tausend kriegsgefangene russische Kosaken und ehemalige zaristische Offiziere, die gegen das Stalin-Regime kämpften, an Stalin aus. Das bedeutet, dass er seine Gleichgesinnten, die mit den Waffen in der Hand gegen den bolschewistischen Terror kämpften und auch die Freiheit Großbritanniens verteidigten, verkaufte.

Beim blutigen Gelage des Zweiten Weltkrieges wurde Hitler von den stärkeren Haien zerrissen. Er war nur "loses Wechselgeld" im fremden Spiel und verlor dabei. Das ist alles. Bekanntlich wird über die Sieger nicht geurteilt. Schade um Hitler? Nein, es ist nicht schade um ihn. Es ist schade um das deutsche Volk, das zum Opfer auf dem Altar der Weltabenteuer und Verbrechen wurde. Es ist schade um Millionen russische Menschen, die nicht wussten, gegen welches Übel sie kämpfen sollen und welches Böse schlimmer ist. Es ist schade um die treuen Polen, die heroisch für ihre Freiheit kämpften. Es ist schade um die Europäer, die das Grauen der Besatzung, Verfolgungen und Not erleben mussten. Es ist schade um die in den Krematorien verbrannten Juden Es ist schade um alle Menschen, die unschuldig umgebracht und zum Tode gequält wurden von diesem Krieg,

der Gipfel der politischen Gier, der Heuchelei und des Zynismus war!

Man sollte darüber nachdenken, warum von Juni 1941 (der Kriegsbeginn gegen die UdSSR) bis Juni 1944 (Eröffnung der Zweiten Front) die USA und Großbritannien der UdSSR keine militärische Hilfe leisteten und die Zeit in den Verhandlungen hinauszögerten? Die gesamte Zeit hofften Roosevelt und Churchill darauf, dass Hitler Stalin besiegen wird und man mit ihm am Verhandlungstisch über die gemeinsame Zerschlagung Stalins diskutieren kann. Ein durch den Krieg zermürbter Hitler wäre nachgiebiger gewesen. Doch das passierte nicht. Hitler konnte die Situation nicht ändern. Roosevelt und Churchill ließen sich auf ein Bündnis mit Stalin nicht aus Liebe zum sowjetischen Diktator oder zu den kommunistischen Ideen ein. Sie waren gezwungen diesen Schritt zu tun, weil sie Angst hatten, Europa zu verlieren!

Auf den Ausgang des Krieges zu warten, ohne die Zweite Front eröffnet zu haben, wurde mehr als gefährlich. Stalin hätte Nazi- Deutschland alleine zerschlagen und seine Idee über die "Befreiung Europas" in die Tat umsetzen können. Die Zweite Front existierte ein Jahr und der Zweite Weltkrieg wurde von drei Siegermächten beendet. Doch die USA erklärten, den Krieg gegen Hitler haben sie gewonnen. Mit welcher Begründung kamen sie zu dieser Schlussfolgerung?

Die Begründung besteht darin, dass der Zweite Weltkrieg komplett das Werk der USA gewesen ist, von 1933 bis 1945. Die USA sahen sich von vornherein als Sieger: entweder auf der Seite Hitlers oder auf der Seite Stalins nach einem von ihnen aufgestellten Projekt. Betrachtet man der Krieg als einen Kampf um die Weltherrschaft, dann haben die USA diesen Kampf verloren. In dem Sinne, dass Stalin an der Macht blieb, die Sowjetunion nicht aufgeteilt wurde und der Kommunismus an Kraft gewann.

Als Beweis dafür gilt der am 16. April 1947 offiziell ausgerufene Kalte Krieg gegen die UdSSR.

Den Anfang des Kalten Krieges verkündete vor dem Repräsentantenhaus im Staat South Carolina ein gewisser Bernard Baruch. Wer war dieser Politiker?

Zum historischen Hintergrund:

Bernard Baruch wurde am 19.08.1870 in South Carolina als zweiter von vier Söhnen von Simon und Bell Baruch geboren. Sein Vater, Simon Baruch (1840-1921), ein deutscher Emigrant jüdischer Herkunft emigrierte aus Deutschland in die USA 1855. Arzt von Beruf diente er im Bürgerkrieg in der Konföderiertenarmee und war einer der Begründer der Physiotherapie.

1881 zog seine Familie nach New York, wo Bernard das City College of New York besuchte. Nach dem Abschluss arbeitete er als Börsenbroker für das Unternehmen A.A. Housman and Company. Er erwarb eine Genehmigung zum Spekulieren an der New Yorker Effektenbörse und spekulierte erfolgreich mit Zuckerverträgen. 1930 gründete er sein eigenes Brokerunternehmen und wurde mit 33 Jahren Millionär. Obwohl es damals oft praktiziert wurde, verschiedene Trusts zur Marktmanipulation zu gründen, erledigte Baruch all seine Transaktionen im Alleingang. Das brachte ihm den Spitznamen einsamer Wolf ein.  

Der aktive Einstieg in das politische Leben begann 1912. Er unterstützte finanziell Woodrow Wilson im Wahlkampf um die Präsidentschaft. Baruch ließ der Parteikasse der Demokraten 50 Tausend US-Dollar zukommen. Als Dank dafür berief ihn Wilson in das Ministerium für die nationale Sicherheit. Während des Ersten Weltkrieges leitete er den Rat für Kriegsindustrie (War Industries Board) und spielte die Schlüsselrolle bei der Neuorientierung der amerikanischen Industrie auf militärische Bedürfnisse.

Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte er im Höchsten Wirtschaftsrat der Versailler Friedenskonferenz und war persönlicher Berater von Präsident Woodrow Wilson. Nach Wilsons Zeit blieb er ein beständiger Begleiter der Präsidenten Warren G. Harding, Herbert Hoover, Frank D. Roosevelt, Harry S. Truman.

Ich bezweifle nicht, dass wenn dieser Financier und Politiker 1965 nicht gestorben wäre, seine Ratschläge auch für die amerikanischen Präsidenten in unserer Zeit aktuell gewesen wären.

Aus der Biographie dieses Menschen wird ersichtlich, dass er in seiner Person die Börsen- und Trustpraxis und die Wirtschaftspolitik und die Strategie vereinen konnte, er besaß außerordentliche Kompetenz in den Fragen der Entwicklung der amerikanischen Militärindustrie bereits seit dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Beginn des erfolgreichen Waffenhandels. Dabei stand er standhaft und beständig hinter dem Rücken aller amerikanischen Präsidenten! Am Höhepunkt seiner 53-jährigen Karriere übernahm Herr Baruchs die amerikanische UNO-Vertretung in Atomfragen. Er verkündete den Beginn des Kalten Krieges gegen die UdSSR und erfand diesen historischen epochalen Begriff.

Es ist allgemein bekannt, dass derjenige die Bedingungen in der Weltpolitik stellt, der die mächtigsten Waffen kontrolliert. Diese Macht zeigten die USA der Welt am 6. und 9. August 1945, als sie Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abwarfen.

Bernard Baruch setzte nur die von ihm 1912 begonnene Sache fort.

In den USA gab es keinen anderen so informierten und kompetenten Politiker des 20. Jahrhunderts, der alle wirtschaftlichen, finanziellen und militärisch-industriellen Hebel in seiner Hand hatte. Er wusste alles über die Politik und regierte de facto die USA.

Er war es, der hinter der Bankenkrise von 1929, dem Goldenen Trust von Chiang Kai- shek , dem Kampf gegen die Große Depression in den USA, dem Drehbuch des Zweiten Weltkriegs, der Unabhängigkeit von Taiwan und dem Wettrüsten zwischen Ost und West bis zum Jahre 1965 stand.

Er als die "graue Eminenz" der amerikanischen Politik des letzten Jahrhunderts strebte die alleinige Weltherrschaft an!

 

   

Achtung! Dieses Unikat der Serie 1934 D 04143737 A mit Nominalwert in Hoehe von Hundertmillionen Dollar ist privat zu verkaufen. Sein Preis steht noch nicht fest!
Diese Raritaet wird versteigert. Alle Interessenten koennen ihre Preisangebote
per Fax +49 (0)-40-325- 07-998 abgeben.
Wird der angebotene Preis vom Verkaeufer akzeptiert, setzt sich sein Agent mit dem Kaeufer in Verbindung und stimmt die Modalitaeten fuer die Ueberpruefung, den Verkauf und die Uebergabe des Bonds ab